Aktivisten blockierten Frachtflughafen Leipzig: DHL beklagt Schaden in Millionenhöhe

Von Felix Müschen

Leipzig - Aktivisten der Initiative "CancelLEJ" haben in der Nacht zu Samstag auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle demonstriert.

Rund 50 Menschen haben am Freitag die Zufahrt zum Frachtflughafen Halle/Leipzig blockiert.
Rund 50 Menschen haben am Freitag die Zufahrt zum Frachtflughafen Halle/Leipzig blockiert.  © CancelLEJ

Rund 50 Menschen blockierten am Freitagabend die Zufahrt zum Logistikzentrum von DHL, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Mehrere Lastwagen stauten sich vor der Einfahrt und wurden durch ein zweites Tor umgeleitet.

Die Polizei brachte ihren Angaben zufolge 53 Aktivisten auf die Wache, um die Personalien festzustellen.

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Die Maßnahmen liefen am Samstagmorgen noch, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Die Protestierenden fordern nach eigenen Angaben einen Ausbaustopp des Frachtflughafens, ein Nachtflugverbot und eine Verkehrswende.

Die Aktivisten gehörten der Initiative "CancelLEJ" an.
Die Aktivisten gehörten der Initiative "CancelLEJ" an.  © CancelLEJ

UPDATE, 14.20 Uhr: DHL beklagt Schaden "im Millionenbereich"

Wie die Leipziger Polizei am Samstagnachmittag berichtete, waren unter den Fahrzeugen, die sich vor der Zufahrt stauten, auch Lkw mit Impfstoffen und mit Piloten besetzte Taxis.

Leiter der Versammlung war laut Polizei ein Mitglied des Sächsischen Landtages. Wie LINKEN-Abgeordneter Marco Böhme (31) auf Twitter bekräftigte, hatte er die Demo kurzfristig angemeldet und auch bestätigt bekommen.

Erst gegen 0.30 Uhr konnte der Stau vor der Zufahrt aufgelöst werden, gegen 2 Uhr am Morgen rollte der Verkehr wieder. Trotzdem sei auch laut der DHL-Verantwortlichen ein Schaden im Millionenbereich entstanden.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete die Identitätsfeststellung aller Demo-Teilnehmer an, die sich mit Stand vom Samstagnachmittag noch immer in Polizeigewahrsam befanden.

Die Ermittlungen wegen Nötigung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz wurden aufgenommen.

Titelfoto: CancelLEJ

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