Erfolg für Arbeiter! Porsche-Werk Leipzig reduziert Arbeitszeit

Leipzig - Die wöchentliche Arbeitszeit der 4300 Beschäftigten im Porsche-Werk Leipzig wird reduziert – auf 35 Stunden pro Woche ab dem Jahr 2025.

Die wöchentliche Arbeitszeit im Leipziger Porsche-Werk wird ab 2025 auf 35 Stunden verkürzt.
Die wöchentliche Arbeitszeit im Leipziger Porsche-Werk wird ab 2025 auf 35 Stunden verkürzt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat des Unternehmens unterzeichneten eine entsprechende Grundsatzeinigung, wie Porsche am Freitag mitteilte. Ab 2022 soll die Wochenarbeitszeit bereits auf 36,5 Stunden reduziert werden. Zurzeit liegt sie bei 38 Stunden.

Damit setze Porsche einen "wesentlichen Meilenstein" zur weiteren Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West, hieß es.

Vereinbart wurde zudem, dass betriebsbedingte Kündigungen für die Stammbelegschaft bis Ende Juli 2030 ausgeschlossen werden. Außerdem wurden Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge und Sonderzahlungen gefunden. Die Grundsatzvereinbarung soll laut Porsche im Detail ausgearbeitet und in eine Betriebsvereinbarung überführt werden.

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Knut Lofski, Betriebsratsvorsitzender der Porsche Leipzig GmbH, betonte, dass die Belegschaft seit vielen Jahren genauso flexibel und produktiv arbeite wie im Westen. Jetzt folgten die Angleichung der Arbeitszeit und die Sicherung der Stammbelegschaft: "Damit sind wir nun gleichwertig in der Porsche-Familie."

Verhandlungsergebnis sei "tarifpolitisch zukunftsweisend"

In den vergangenen Monaten hatte die Gewerkschaft IG Metall immer wieder zu Streiks in den sächsischen Autowerken aufgerufen – eine Kernforderung war unter anderem die Angleichung der Ost-Arbeitsbedingungen an die westlichen Standards mit der 35-Stunden-Woche.

Die Leiterin des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Birgit Dietze, betonte, dass für die Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost und West seit Jahrzehnten hart gekämpft werde. Die Beschäftigten von Porsche hätten mit fünf 24-Stunden-Warnstreiks deutlich gezeigt, wie wichtig es ihnen sei, auch bei der Arbeitszeit gleich behandelt zu werden.

"Dieses Verhandlungsergebnis ist tarifpolitisch zukunftsweisend für die Metall- und Elektroindustrie in Berlin-Ost, Brandenburg und Sachsen."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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