Neues Leipziger Transfer-Zentrum für Struktur-Wandel in Kohleregion: "Zu neuem Schub verhelfen"

Von Simona Block

Leipzig - Für den wirtschaftlichen Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier wird an der Universität Leipzig ein Transfer-"Zentrum für Biohybride Funktionsmaterialien" etabliert.

Für den wirtschaftlichen Strukturwandel in der mitteldeutschen Kohleregion soll an der Uni Leipzig ein Transfer-Zentrum geschaffen werden. (Symbolbild)
Für den wirtschaftlichen Strukturwandel in der mitteldeutschen Kohleregion soll an der Uni Leipzig ein Transfer-Zentrum geschaffen werden. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Es soll nach Angaben vom Mittwoch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller in Innovationen für Unternehmen im mitteldeutschen Revier übertragen.

Der Bund fördert dessen Aufbau innerhalb des fakultätsübergreifenden "Zentrums für bioaktive Materie" (b-ACTmatter) bis 2025 mit mehr als drei Millionen Euro.

"Die Entwicklung neuartiger Materialien, die auf molekularer Ebene gezielt mit biologischen, physikalischen und chemischen Funktionen und Eigenschaften ausgestattet werden können, kann unterschiedlichsten Forschungs- und Anwendungsbereichen zu einem neuen Schub verhelfen", sagte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (42, CDU).

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Mit dem Innovations-Hub als Schaltstelle werde nach Angaben der Universität bis 2025 die vorhandene wissenschaftliche Expertise weiter ausgebaut, mit der Wirtschaft zusammengeführt und anwendungsorientiert weiterentwickelt.

Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (60, CDU) sieht "das Potenzial, Wirtschaftskreisläufe völlig neu und vor allem nachhaltig auszurichten". Biopolymere seien für viele Branchen interessant und böten enorme Möglichkeiten für Innovationen und neue Anwendungen von Umwelt- und Landwirtschaft bis zur Industrie.

Das b-ACTmatter bündele bereits vorhandene Forschungsexzellenz im Bereich der bio-abbaubaren und bio-basierten Kunststoffe. Er hofft dabei auch auf neue Unternehmensansiedlungen im Umfeld.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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