Nord Stream 1 liefert wieder Gas: VNG warnt trotzdem vor angespannter Lage

Leipzig - Nach der Wiederaufnahme der Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 hat sich der Gasimporteur Verbundnetz Gas AG (VNG) zurückhaltend geäußert.

Die Verbundnetz Gas AG sieht trotz wieder aufgenommener Gaslieferungen besorgt in Richtung Winter.
Die Verbundnetz Gas AG sieht trotz wieder aufgenommener Gaslieferungen besorgt in Richtung Winter.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Zwar werde es wahrscheinlicher, dass Deutschland ohne Gasmangellage durch den Winter kommen könnte, sagte eine Sprecherin der Leipziger Firma am Donnerstag. "Die Wahrscheinlichkeit einer Gasmangellage im Winter ist aber neben den russischen Gaslieferungen auch stark vom Temperaturverlauf abhängig."

Die Logik dahinter: Je kälter es im Herbst und Winter ist, desto mehr Gas wird für das Heizen verbraucht. Insgesamt bleibe die Lage am Markt angespannt, sagte die Sprecherin.

Unternehmen wie VNG stünden weiterhin vor großen Herausforderungen. "Unseren Auftrag sehen wir weiterhin darin, einen Beitrag zur Sicherung der Versorgung zu leisten sowie Schaden von unseren Kunden und von VNG abzuwenden."

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Neben Uniper gehört VNG zu den großen deutschen Gasimporteuren. Die Firmen haben das Problem, dass sie wegen geringerer Lieferungen aus Russland zusätzliches Gas am Markt einkaufen müssen, um langfristige Verträge bedienen zu können. Diese Extra-Käufe sind sehr teuer.

Nach zehntägigen Wartungsarbeiten waren die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 am Donnerstagmorgen wieder gestartet worden. Allerdings wurden nur 40 Prozent der Transportkapazitäten genutzt.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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