Sächsischer Carsharing-Anbieter Teilauto wird von Soli-Welle überrollt

Leipzig - Der Carsharing-Anbieter Teilauto ist in der Corona-Krise von einer Solidaritätswelle seiner Kunden überrollt worden.

Rund 50.000 Euro hat Teilauto zusammenbekommen. Dennoch bleiben die 23 Mitarbeiter in Kurzarbeit.
Rund 50.000 Euro hat Teilauto zusammenbekommen. Dennoch bleiben die 23 Mitarbeiter in Kurzarbeit.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nachdem das Unternehmen die kritische Lage geschildert habe seien zahlreiche Hilfsangebote eingegangen, sagte Geschäftsführer Michael Creutzer. 

Viele Kunden hätten ihre monatliche Grundgebühr aufgestockt. Zudem übernahmen Menschen als Stationspaten die Standplatzmieten oder buchten rund 350 virtuelle Fahrten in einem Auto, das es nicht gibt. 

So seien rund 50.000 Euro zusammengekommen. "In dieser Intensität hätten wir das nicht erwartet", sagte Creutzer.

Die Soli-Beiträge allein könnten das Unternehmen nicht retten. Teilauto habe seine 23 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und einen KfW-Kredit beantragt. Damit ist Creutzer zuversichtlich, über das Jahr zu kommen. 

Das Unternehmen ist mit seiner Flotte von mehr als 1000 Autos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aktiv. 

Wegen der Corona-Pandemie seien die Buchungen massiv um bis zu 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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