Vierter 24-Stunden-Warnstreik bei BMW in Leipzig startet am Freitag

Leipzig - IG Metall hat im Tarifkonflikt der Metallindustrie die 5500 Beschäftigten des Leipziger BMW-Werkes für Freitagnachmittag zum vierten 24-Stunden-Warnstreik aufgerufen.

Die IG Metall fordert eine Entgelterhöhung von vier Prozent und ein tarifliches Angleichungsgeld an die Löhne im Westen.
Die IG Metall fordert eine Entgelterhöhung von vier Prozent und ein tarifliches Angleichungsgeld an die Löhne im Westen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wie der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Leipzig, Bernd Kruppa, mitteilte, soll die Aktion um 15 Uhr mit Beginn der Spätschicht starten. Wegen der Pandemie werden die Beschäftigten den Warnstreik zu Hause verbringen.

Am Vortag waren bereits die Beschäftigten des Leipziger Porsche-Werkes in ihren vierten ganztägigen Warnstreik getreten. Die IG Metall fordert vier Prozent Entgelterhöhungen.

Neben Zukunftstarifverträgen und der Verbesserung von Übernahmeregelungen für Auszubildende fordert die Gewerkschaft ein tarifliches Angleichungsgeld, um den Unterschied bei Entlohnung und Arbeitszeit zwischen Ost und West abzubauen.

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Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben rund 290.000 Beschäftigte im Tarifbezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen.

"Die Arbeitgeber sind in der Pflicht, jetzt Lösungen zu unterbreiten. Ansonsten tragen sie, vor allem aber die Konzernzentralen im Westen, allein die Verantwortung für eine weitere Eskalation des Tarifkonfliktes", sagte Kruppa.

Bisher gebe es seitens des Arbeitgeberverbandes jedoch wenig Bewegung in Richtung der Forderung der Arbeitnehmer.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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