Leipziger Baubranche in Not: Mehr als die Hälfte der Ausbildungsplätze unbesetzt

Leipzig - Flaute auf dem Bau: In Leipzig sind im Juli ganze 57 Prozent der Ausbildungsstellen in der Baubranche unbesetzt geblieben. Damit die Azubis nicht dauerhaft ausbleiben, müsse man laut Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen verbessern.

In Leipzig fehlen Azubis auf den Baustellen.
In Leipzig fehlen Azubis auf den Baustellen.  © IG BAU

69 Stellen waren ausgeschrieben, 39 Plätze sind noch immer zu vergeben - ein "Alarmsignal", findet Bernd Günther von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nord-West-Sachsen.

Der Grund: Wenn es Firmen nicht gelinge, Schulabgänger für Berufe wie Maurer oder Straßenbauer zu begeistern, gerate das Fundament der gesamten Branche ins Wanken. Denn gerade in diesen Bereichen würden dringend Leute gebraucht.

"Aber nur wenn die Arbeitsbedingungen auf Baustellen attraktiver werden, lässt sich das Nachwuchs-Problem lösen", so Günther.

Die Forderungen der Gewerkschaft: 100 Euro mehr Gehalt und Entschädigungen für die Fahrten zu den Baustellen. 

Neben zu wenig Einsteigern sei auch die hohe  Abbrecherquote ein Problem und spiegele die Unzufriedenheit der Azubis in der Baubranche wider.

Jeder Dritte breche seine Ausbildung vorzeitig ab. 

Titelfoto: IG BAU

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