Leipziger Geschäft sammelt übers Jahr Spenden im "Geldfass" für schwerstbehinderte Josefine

Leipzig - Rührende Aktion aus der Leipziger Innenstadt: Über das Jahr hinweg hat eine Verkäuferin Geld für eine schwerstmehrfachbehinderte Döbelnerin gesammelt. Nun wurde das Spar-"Fass" geknackt.

Josefine (im Rollstuhl) war mit ihrer Familie nach Leipzig angereist.
Josefine (im Rollstuhl) war mit ihrer Familie nach Leipzig angereist.  © meeco Communication Services

Der Kontakt mit dem Opa der Döbelnerin Josefine entstand durch ein Unternehmertreffen.

"Immer wieder erzählte er von seiner Enkelin und vor allem, dass er sich sehnsüchtig wünscht, dass sie eines Tages laufen kann. So habe ich mich dann eingehend mit Josefine und ihrer Situation beschäftigt und mir gesagt, da musst du helfen!", erzählte Ulrike Mothes, die Inhaberin des vomFASS-Fachgeschäfts in der Leipziger Innenstadt.

Die zehnjährige Josefine ist aufgrund einer Hirnhautentzündung in den ersten Lebenstagen schwerstbehindert.

Eine sogenannte Doman-Therapie könnte ihr helfen, wichtige Bewegungsabläufe zu erlernen und perspektivisch selbstbestimmt zu leben, eben auch auf eigenen Beinen zu stehen.

Jedoch trägt die Krankenkasse die Kosten in Höhe von rund 200.000 Euro nicht.

Ulrike Mothes und Ingolf Stuber kurz vor Öffnung des Spendenfasses.
Ulrike Mothes und Ingolf Stuber kurz vor Öffnung des Spendenfasses.  © meeco Communication Services
Rund 600 Euro kamen insgesamt zusammen.
Rund 600 Euro kamen insgesamt zusammen.  © meeco Communication Services

Rund 600 Euro in einem Jahr: Familie von Josefine freut sich über die Unterstützung

Und so kam Ulrike Mothes auf die Idee ihrer Spendenaktion: Im Januar 2020 hat Mothes daraufhin das gläserne "Geldfass" an der Ladenkasse ihres vomFASS-Fachgeschäftes im Leipziger Schuhmachergäßchen aufgestellt, ein Schild daneben erläuterte, was mit dem gesammelten Geld passieren soll. Zum Jahresende lud Mothes die Familie von Josefine ein, um gemeinsam nach dem aktuellen Spendenstand zu sehen.

641,36 Euro kamen insgesamt zusammen. "Viele haben meine Mitarbeiter und mich angesprochen, was das für eine Therapie wäre und wie man helfen kann. Sehr erfreut waren wir, dass viele dann nicht nur einfach ihr Münzwechselgeld eingeworfen haben, sondern auch noch einen 5- oder 10-Euro-Schein dazusteckten", erinnerte sich die stolze Ladenbesitzerin. Auch im kommenden Jahr möchte sie für Josefine tätig werden.

"Wir waren schon erstaunt, was aus diesem Fass an Geld zusammenkam und danken allen, die mitgespendet haben", freut sich Ingolf Stuber für seine Tochter.

Bald soll es wieder nach Dänemark gehen, um die nächsten Schritte der Doman-Therapie zu gehen. Die Spenden können die Familie dabei sehr gut unterstützen.

Titelfoto: meeco Communication Services

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