Leipziger Grünflächen bekommen "Parkranger", Mountainbiker legale Strecken

Leipzig - Während der andauernden Pandemie-Situation werden Parks- und Grünflächen in Leipzig zunehmend zu Erholung- und Freizeitzwecken genutzt. Das hinterlässt Spuren in der Natur, die der Stadtrat am Mittwoch diskutierte.

Viele Leipziger zieht es aktuell raus in die Natur.
Viele Leipziger zieht es aktuell raus in die Natur.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Auf den Antrag "Umwelt schützen, Erholung ermöglichen - Maßnahmen gegen den zunehmenden Nutzungsdruck von Grün-, Wald- und Parkflächen entwickeln" von Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek hin soll künftig mehr Achtsamkeit beim Aufenthalt in Leipzigs Grünflächen an den Tag gelegt werden.

Dies soll einerseits durch die Förderung von lokaler Umweltpädagogik passieren - die Stadt soll künftig sogenannte "Parkranger" einstellen, die Wald- und Parkbesucher über das richtige Verhalten in der Natur aufklären.

"Die Masse an teils illegalen Lagerfeuerplätzen und Trampelpfaden nimmt zu. Wenn wir unsere Parks und Wälder für zukünftige Generationen erhalten wollen, müssen wir die Menschen dahingehend sensibilisieren", so Kasek.

Stadt will legale Trails für Mountainbiker finden

Der Antrag der Grünen wurde in der Ratssitzung so beschlossen - nach einem ausgearbeiteten Konzept und der Prüfung sollen ab 2023 dann erste "Parkranger"-Stellen ausgeschrieben werden.

Auch machte sich die Grüne für den Radsport in Leipzig stark: Weil die Mountainbiker-Szene in Leipzig kaum offizielle Strecken hat, suchen sich die Radsportler oft illegale Pfade, wie beispielsweise auf der ehemaligen Deponie in Möckern.

Wie die Ratsversammlung beschloss, soll die Stadtverwaltung sich nun mit den Bikern zusammen setzen, um Plätze für legale Trails zu finden.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Leipzig: