Leipziger Tourismus leidet unter Pandemie: Zahl der Gäste 2020 halbiert

Leipzig - Die Corona-Pandemie macht auch vor dem Tourismus nicht Halt: Im vergangenen Jahr erlebte die Branche einen dramatischen Einbruch. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert Lösungen von der Politik.

Seit mehreren Monaten sind Hotels und Gaststätten aufgrund der Pandemie geschlossen.
Seit mehreren Monaten sind Hotels und Gaststätten aufgrund der Pandemie geschlossen.  © NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau

Nach Informationen der NGG sei Leipzig im Jahr 2020 nur noch von rund 985.000 Gäste besucht worden - das entspricht einem Minus von 49 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

Auch die Zahl der Übernachtungen in der Messestadt sank um 46 Prozent auf lediglich 1.959.000.

Jörg Most, Geschäftsführer der NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau, fordert in dieser "historisch einmaligen Krise" einen konkreten Plan von Bund und Ländern, wie es im März im Gastgewerbe weitergehen soll.

"Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit", betont Most.

Bereits im vergangenen Sommer hätten Restaurants und Hotels bewiesen, dass sie rechtliche Vorgaben und Hygienekonzepte umsetzen können, um sowohl Mitarbeiter als auch Gäste zu schützen. Auf diese bewährten Maßnahmen könnten die Einrichtungen auch nun wieder zurückgreifen.

Die Gewerkschaft verlangt außerdem einen Ausgleich der Einkommenseinbußen von Beschäftigten in Kurzarbeit: "Wir brauchen dringend ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro im Monat". Ansonsten bestehe die Gefahr, dass viele Menschen nicht länger über die Runden kommen - sogar im Falle einer Wiedereröffnung der Betriebe im März.

Am 3. März verhandeln Bund und Länder über Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen.

Titelfoto: NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau

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