Leipzigs OB Burkhard Jung: Merkels Corona-Gipfel der wichtigste seit Monaten

Leipzig - Städtetagspräsident Burkhard Jung hat den Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ländern am Mittwoch als den "wichtigsten seit Monaten" bezeichnet.

Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister von Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages, bei einem Pressetermin zur Oberbürgermeisterkonferenz ostdeutscher Städte im Deutschen Städtetag in der vergangenen Woche. (Archivbild)
Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister von Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages, bei einem Pressetermin zur Oberbürgermeisterkonferenz ostdeutscher Städte im Deutschen Städtetag in der vergangenen Woche. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

"Denn die nächsten Wochen werden darüber entscheiden, ob wir die Corona-Pandemie im Griff behalten", sagte Jung (SPD), der auch Leipziger Oberbürgermeister ist, der Passauer Neuen Presse am Mittwoch.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch über das insgesamt richtige Maß weiterer Beschränkungen beraten.

Erstmals seit vier Monaten findet die Konferenz nicht per Video statt, die Länderchefs kommen für ein Vor-Ort-Treffen nach Berlin.

Im Gespräch mit der Zeitung forderte Jung zudem einheitliche Regelungen. 

"Wir brauchen einen Stufenplan mit einem bundesweit einheitlichen Vorgehen. Das heißt: Wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100 000 Einwohner überschritten wird, sollten alle Länder die gleichen Maßnahmen ergreifen." Dabei müsse es aber weiter Unterschiede geben können. "Richtig bleibt, im Detail regional zu differenzieren und die Infektionsherde zu betrachten."

Zum umstrittenen Beherbergungsverbot sagte der Politiker: "Wir sehen an der Diskussion der vergangenen Tage, dass diese Regelung für viel Unruhe und Unsicherheit sorgt."

Von Übernachtungen in Hotels in Deutschland sei bisher kein besonderes Risiko ausgegangen und auch dort gelten ja Hygieneregeln. "Deshalb überzeugt mich das Beherbergungsverbot nicht."

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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