Leipzigs Stadtrat benennt drei neue (alte) Bürgermeister

Leipzig - Sechs Monate, nachdem Leipzig seinen Oberbürgermeister wählte, hat der Stadtrat am Mittwoch die Bürgermeister für gleich drei Dezernate ernannt. Zumindest in zwei Fällen treffen die Bürger der Messestadt dabei auf alte Bekannte.

Von links: Heiko Rosenthal, Oberbürgermeister Burkhard Jung, Vicki Felthaus und Prof. Dr. Thomas Fabian.
Von links: Heiko Rosenthal, Oberbürgermeister Burkhard Jung, Vicki Felthaus und Prof. Dr. Thomas Fabian.  © Stadt Leipzig/sf

So wurde Heiko Rosenthal (Die Linke) für weitere sieben Jahre als Bürgermeister für das Dezernat III Umwelt, Klima, Ordnung und Sport bestätigt, das er bereits seit 2006 führt.

Für Prof. Dr. Thomas Fabian (SPD), der bisher das Dezernat V für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule leitete, ändert sich - zumindest teilweise - der Verantwortungsbereich: Ab dem 19. September steht er dem Dezernat für Soziales, Gesundheit und Vielfalt vor.

Neu im Rathaus ist hingegen Vicki Felthaus, die ab dem 1. Oktober das neu gestaltete Dezernat VII übernimmt. Unter ihren Verantwortungsbereich fallen dann das Amt für Jugend und Familie, das Amt für Schule und Lernorte sowie das Demokratiereferat Leipzig. 

Laut Stadtverwaltung war Felthaus zuletzt unter anderem als Regionalgeschäftsstellenleiterin des Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverbands Sachsen in Leipzig tätig.

Sowohl Rosenthal als auch Felthaus und Fabian übernehmen neben ihrer Tätigkeit als Bürgermeister auch die Rolle des Beigeordneten für ihr jeweiliges Dezernat. Alle drei wurden im ersten Wahlgang für ihr Amt bestätigt.

Zusätzlich zur Abstimmung wurde zudem Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) im Amt verpflichtet.

Kritik an der Abstimmung kam vonseiten der AfD, die zwar die Expertisen der Kandidaten anerkannte, jedoch nicht das Auswahlverfahren, bei dem den Rechtspopulisten kein Mandat zur Auswahl gestellt wurde. Linke, Grüne und SPD seien hingegen jeweils mit zwei Vorschlagsrechten bedacht worden, "obwohl die SPD weniger Stadträte stellt als die AfD", erklärte der AfD-Fraktionsvorsitzende Tobias Keller.

Titelfoto: Stadt Leipzig/sf

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