Beschluss im Stadtrat: So geht es weiter mit der Alten Feuerwache Ost

Leipzig - Seit etwa 2015 besteht die Idee, die alte Feuerwache in der Gregor-Fuchs-Straße in Anger-Crottendorf in ein soziokulturelles Nachbarschaftzentrum zu verwandeln (TAG24 berichtete). Hier konnte man in den letzten Jahren bereits bei bunten Festen und Veranstaltungen erahnen, wie ein solcher Treff den Stadtteil aufpeppen könnte - in der Leipziger Ratssitzung wurde am Mittwoch nun diskutiert, wann der Startschuss für die Nutzung des Ostwache fallen könnte.

Mehrere Akteure sollen sich mit Konzepten für das Gelände in der Gregor-Fuchs-Straße bewerben.
Mehrere Akteure sollen sich mit Konzepten für das Gelände in der Gregor-Fuchs-Straße bewerben.  © Anke Brod

Auf den Antrag von Stadtrat Tobias Peters von der Fraktionen der Grünen hin soll der Weg für den Verein Ostwache Leipzig e.V. nun möglichst schnell freigemacht werden. Schließlich habe sich in den vergangenen Jahren bereits eindrücklich gezeigt, dass in Anger-Crottendorf Bedarf für ein solches Nachbarschaftszentrum besteht, so Peters.

Schon seit einiger Zeit fanden auf dem Gelände in der Gregor-Fuchs-Straße Feste, Workshops und Treffen statt - während der anhaltenden Pandemie-Situation wolle man die Zeit nutzen, um die Räumlichkeiten der Ostwache für eine baldige Öffnung vorzubereiten.

Aus der Ratssitzung gab es dann eine gute und eine schlechte Nachricht für den Antrag und den Verein.

Auf der einen Seite wurde beschlossen, dass das Gelände und die Gebäude für eine Zwischennutzung und für einfache Instandsetzungs-Maßnahmen bis zur Genehmigung des Bauantrags freigegeben wird.

Dafür will die Stadt Leipzig 500. 000 Euro bereitstellen und sich um weitere Fördermittel kümmern.

Gelände der Feuerwache für Leipziger Eigenbetriebe gebraucht?

Die schlechte Nachricht: Bis auf die Grünen und die Linke konnten sich die anderen Fraktionen nicht dazu entscheiden, die Alte Feuerwache direkt an den Verein zu vergeben. Vielmehr soll sich der Ostwache Leipzig e.V. in einem städtebaulichen Wettbewerb mit anderen Akteuren auf das Gelände und Gebäude bewerben. Unter anderen könnte hier nämlich auch eine Grundschule entstehen.

"So eine große Förderung weckt Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen in anderen Stadtteilen, denen wir nicht nachkommen können", begründete CDU-Stadtrat Falk Dossin die Einwände. So möge die Stadt zunächst prüfen, ob das Gelände nicht auch von Eigenbetrieben wie Kitas, Schulen und ähnlichem gebraucht wird, so Dossin.

Der Antrag der Grünen wurde somit beschlossen, nur die Direktvergabe des Gebäudes und der Eigenmittel an den Verein abgelehnt.

Die Verfechter des Ostwache Leipzig e.V. hoffen, dass der Wettbewerb um die Alte Ostwache nun bald ins Rollen kommt und das Projekt endlich wirklich starten kann.

Titelfoto: Anke Brod

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