Bevölkerungs-Minus für Leipzig! Die Gründe des Rückgangs

Leipzig - Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2020 hat die Zahl der in Leipzig gemeldeten Menschen abgenommen. Das geht aus aktuellen Daten des Melderegisters hervor. 

Die Zahl der Zuzüge ist vor allem in der Lockdown-Phase im April rapide eingebrochen.
Die Zahl der Zuzüge ist vor allem in der Lockdown-Phase im April rapide eingebrochen.  © Unsplash/Kiwihug

Wie das Amt für Statistik und Wahlen mitteilte, lebten zum Stichtag 30. Juni 2020 insgesamt 601.083 Einwohner in der Messestadt. Das waren 585 weniger als am 31. Dezember 2019. 

Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres sah das noch anders aus. Vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 wuchs die Stadt unterm Strich um 976 Personen, im gleichen Zeitraum 2018 sogar um 1349. 

Die Stadt sorgt aber direkt für Aufklärung. Der Bevölkerungsrückgang sei keinesfalls eine demografische Entwicklung, sie sei vor allem die Folge des Lockdowns in der Corona-Krise.

Denn: In den Monaten Januar, Februar und März wurden in Sachsens einwohnerreichster Stadt noch 2000 Zuzüge registriert - in jedem Monat!

Im April brach die Zahl rapide auf 1405 ein, im Mai (1490) und Juni (1725) erholte sich die Zahl der Zuzüge wieder. 

Kein Grund zur Besorgnis!

"Das Umzugsgeschehen war während des Lockdowns stark verlangsamt", weiß der Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen. "Gleichzeitig war der Besuchsverkehr in den Bürger- und Meldeämtern coronabedingt eingeschränkt und das An- und Ummelden erfolgte vielfach verzögert", so Dr. Christian Schmitt weiter.

Er beruhigte: "Der stetige Einwohnerzuwachs in Leipzig wird nach wie vor in erster Linie von einem positiven Wanderungssaldo getragen. Es ziehen also mehr Leute nach Leipzig als aus der Stadt weg."

Titelfoto: Unsplash/Kiwihug

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