Corona-Umbau! Hier rollt die "Cospuden" aufs Trockendock

Leipzig - Ein "Dampfer“ auf Rädern: Mit einem Spezialwagen ist Leipzigs bekanntestes Ausflugsschiff, die MS Cospuden, aus dem gleichnamigen See gehievt worden. Da der Saisonstart coronabedingt in den Sternen steht, wird nun erst einmal gründlich saniert.

Mit dem Traktor wurde die MS Cospuden im Zöbigker Hafen aus dem See gezogen.
Mit dem Traktor wurde die MS Cospuden im Zöbigker Hafen aus dem See gezogen.  © Alexander Bischoff

Die Aktion war ein Novum in der bislang 20-jährigen Cospuden-Geschichte des 1958 gebauten holländischen Grachtenbootes. Erstmals wurde der 25-Tonner nicht gekrant, sondern im Hafenbecken mithilfe von Tauchern auf einen Spezialwagen gehievt und vom Traktor an Land gezogen.

"Wir wissen eh nicht, wann und ob wir in diesem Jahr in die Saison starten können, deshalb wird das Schiff jetzt erst einmal saniert", sagt Eigner Dirk Hoffsky (49).

Der frühere DDR-Meister im Kanu-Rennsport hatte die "Cospuden" 2019 vor der Verschrottung gerettet und die Fahrgastschiffahrts-Tradition auf Leipzigs beliebtester Badewanne fortgeführt.

Hier bereiten die Taucher die Cospuden auf ihren Landgang vor

Vor dem "Landgang" zogen sich die Hafenmitarbeiter Taucheranzüge an und fixierten das 25 Tonnen schwere Fahrgastschiff auf dem Spezialtrailer, der auf der Slip-Rampe stand.
Vor dem "Landgang" zogen sich die Hafenmitarbeiter Taucheranzüge an und fixierten das 25 Tonnen schwere Fahrgastschiff auf dem Spezialtrailer, der auf der Slip-Rampe stand.  © Alexander Bischoff

Schiff wird "Corona-konform" umgebaut

Geschafft! Die Cospuden rollt durchs Hafengelände in Richtung Trockendock.
Geschafft! Die Cospuden rollt durchs Hafengelände in Richtung Trockendock.  © Alexander Bischoff

Aufgebockt auf dem Hafengelände wird nun das Unterwasserschiff neu gemacht, werden die Tanks verschweißt, Küche und Innenraum "Corona-konform" umgebaut. Ein Teil des dafür benötigten Geldes wurde bei einer Spendenaktion eingeworben - exakt 3838 Euro.

Gern würde Hoffsky das Ausflugsschiff noch behindertengerecht umbauen, damit auch Rollstuhlfahrer problemlos an Bord gelangen können.

"Doch auf unseren im Oktober in Dresden eingereichten Fördermittel-Antrag haben wir bis heute noch nicht mal eine Eingangsbestätigung bekommen...", berichtet der frühere Leistungssportler enttäuscht.

Titelfoto: Alexander Bischoff

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