Ein Jahr nach Ausschreitungen: "Bürgerbewegung Leipzig" will wieder demonstrieren

Leipzig - Rund ein Jahr nach den Ausschreitungen bei der umstrittenen "Querdenken"-Demo in Leipzig will die "Bürgerbewegung Leipzig" erneut demonstrieren.

Mehr als 20.000 Menschen hatten vor etwa einem Jahr in Leipzig gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Nun will die "Bürgerbewegung Leipzig" wieder auflaufen.
Mehr als 20.000 Menschen hatten vor etwa einem Jahr in Leipzig gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Nun will die "Bürgerbewegung Leipzig" wieder auflaufen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Sie hat eine Versammlung mit 3000 Menschen unter dem Motto "Freiheit, Gleichheit, Solidarität" für den 6. November angemeldet, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Die Stadt prüft die Anzeige derzeit.

Die "Bürgerbewegung Leipzig" schürt auf ihrer Internetseite unter anderem Zweifel an der Sicherheit der Corona-Impfstoffe.

Vor gut einem Jahr, am 7. November 2020, hatten bereits Tausende "Querdenker" in Leipzig demonstriert. Mindestens 20.000 Menschen hatten sich damals laut Polizei auf dem Augustusplatz versammelt.

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Nach der Auflösung der Kundgebung erzwangen die Menschen einen Gang über den Leipziger Ring, obwohl Aufzüge zu diesem Zeitpunkt gemäß der Corona-Schutzverordnung gar nicht erlaubt waren.

Die Polizei hatte erst versucht, sie zu stoppen, ließ die Masse aber schließlich ziehen. Am Ende tanzten die Menschen Polonaise in der Leipziger Innenstadt - von Abstand und Masken war nichts mehr zu sehen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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