"Menschen wollen wieder leben!" Leipziger Freizeiteinrichtungen auf Hilfe angewiesen

Leipzig - Kletterhallen, Bowlingbahnen, Tanzschulen: Auch zahlreiche Leipziger Freizeiteinrichtungen wissen nicht, ob und wie es nach der Corona-Krise für sie weitergeht. In einem offenen Brief fordern sie Unterstützung von der Stadt und dem Land. 

Leere Halle: Die Kosmos Boulderhalle in Plagwitz ist aktuell geschlossen.
Leere Halle: Die Kosmos Boulderhalle in Plagwitz ist aktuell geschlossen.  © Screenshot Facebook/ Kosmos Boulderhalle

Volle Krankenhäuser, fehlende Hygieneausrüstungen und die einsame Kontaktsperre - momentan stehen wohl andere Dinge auf der Prioritätenliste wie die Gestaltung der Freizeit. 

Trotzdem möchten die Leipziger Freizeitunternehmen auf ihre aktuelle Problematik aufmerksam machen. 

"Unsere Branche ist mit am härtesten betroffen: Von heute auf morgen wurden alle Freizeitaktivitäten ausnahmslos eingestellt und alle Betriebe zum Wohle der Allgemeinheit zwangsgeschlossen, es fließen keinerlei Einnahmen mehr", heißt es in dem Brief, der von zahlreichen Leipziger Institutionen wie dem Jump House, der Kosmos Boulderhalle, dem City Boot Camp und vielen anderen unterzeichnet wurde. 

Natürlich habe das Freizeitvergnügen aktuell keine Priorität - trotzdem handele es sich dabei um einen sehr großen Wirtschaftszweig in Sachsen! 

Zahlreiche Mitarbeiter der Freizeitunternehmen befänden sich gerade in Kurzarbeit, da fast alle aber zum typischen Mittelstand mit 11 bis 150 Mitarbeitern gehören, erreichen diese Unternehmen aktuell jedoch kaum echte Hilfen.

Freizeiteinrichtungen fordern Hilfe vom Staat

In einem offenen Brief schlagen die Unternehmen deshalb mehrere konkrete Lösungsvorschläge vor, die sie in den nächsten Tagen gerne mit Stadt und Land diskutieren würden. Darunter fällt unter anderem eine Art "Kurzmietegeld", bei dem der Staat anteilig die Mieten von privaten Unternehmen übernimmt und Entschädigungen durch staatliche Mittel. Auch erwarten die Unternehmen eine Perspektive, wie längerfristig auch nach Ostern noch geplant werden kann.

"Es geht also auch darum, wie wir nach dem Tal der Tränen wieder Freude und Zuversicht in die Gesichter der Menschen in Sachsen zaubern können. Wenn das Schlimmste überstanden ist, dann wollen sie raus, sich bewegen, etwas gemeinsam unternehmen. Sie wollen klettern, ins Kino, Trampolinspringen, schwimmen, zum Fitness, bowlen, gemeinsam Spiele spielen, Abenteuer erleben - und wieder LEBEN!", hebt der Zusammenschluss der Freizeiteinrichtungen schließlich hervor.

Titelfoto: Screenshot Facebook/ Kosmos Boulderhalle

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