Mieten in Leipzig steigen nicht mehr so schnell: Stadt begrüßt neue Verordnung

Leipzig - Mieten in Leipzig dürfen seit neuestem in bestehenden Mietverträgen innerhalb von drei Jahren nur um maximal 15 Prozent erhöht werden. Eine notwendige Maßnahme, wie Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau befindet. 

Die Bestands- und Angebotsmieten stiegen in der Messestadt immer weiter an. (Symbolbild)
Die Bestands- und Angebotsmieten stiegen in der Messestadt immer weiter an. (Symbolbild)  © Steffen Fuessel

Wie das Dezernat Stadtentwicklung und Bau am Montag berichtete, gilt die Kappungsgrenzen-Verordnung der Sächsischen Staatsregierung in Leipzig nun für weitere fünf Jahre. 

Die Stadt hatte dies nach einem Beschluss der Ratssitzung beim Freistaat Sachsen beantragt. 

"Unsere Daten belegen eindeutig, dass eine nahtlose Fortsetzung der abgesenkten Kappungsgrenze zur Dämpfung des Mietenanstieges in Leipzig notwendig ist", so Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau. 

So steigen sowohl Bestands- als auch Angebotsmieten in Leipzig kontinuierlich an (TAG24 berichtete).

Grundlage für die Kappungsgrenzen-Verordnung ist ein Paragraph aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch. 

Demnach kann der Vermieter die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen, wenn diese seit 15 Monaten unverändert ist. 

Leipzig: Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen ist gefährdet

Die Erhöhung kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. Zudem darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren generell nicht um mehr als 20 Prozent erhöhen – das ist die so genannte Kappungsgrenze. 

Ist in einer Gemeinde oder einem Teil einer Gemeinde die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet – wie erneut für die Stadt Leipzig festgestellt – darf nur um maximal 15 Prozent erhöht werden.  

Titelfoto: Steffen Fuessel

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