Nach Blockade am Leipziger Frachtflughafen: Jetzt Protest vor Leipziger Polizeiwache

Leipzig - Nach der Blockade des Frachtflughafens Halle/Leipzig waren zahlreiche involvierte Aktivisten von der Polizei vorläufig festgenommen. Dagegen regte sich Protest.

Rund 100 Demonstranten hatten sich am Sonntagmorgen vor der Polizeiwache in der Dimitroffstraße versammelt.
Rund 100 Demonstranten hatten sich am Sonntagmorgen vor der Polizeiwache in der Dimitroffstraße versammelt.  © News5/Grube

Bereits am Samstagabend hatten sich zahlreiche Demonstranten vor dem Polizeirevier in der Dimitroffstraße versammelt.

Und auch am Sonntagmorgen protestierten knapp 100 Personen gegen die Festnahme der Aktivisten vom Flughafen Halle/Leipzig.

Organisationen wie das Aktionsbündnis "Leipzig nimmt Platz" solidarisierten sich mit den Protestanten vom Freitag.

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"Artikel 8 unseres Grundgesetzes besagt, dass alle Menschen das Recht haben, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Die Versammlungsfreiheit gehört zu den wichtigsten Grundrechten in unserer Demokratie", heißt es in einem Statement.

Dementgegen stünde das Verhalten der Polizei und die Forderung der DHL nach Schadensersatz an die Klimaaktivisten.

Demonstranten mehrere Stunden über auf Leipziger Polizeiwache festgehalten

In der Nacht zu Samstag hatten 54 Menschen die Hauptzufahrt zum DHL-Gelände auf dem Flughafen Leipzig/Halle blockiert, mehrere Lkw mit Ladung standen im Stau. Sie wollten damit gegen die steigende Lärmbelästigung und Umweltschäden durch den geplanten Flughafenausbau protestieren. Wegen der verspäteten Flugzeuge sei laut der DHL ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Die Demonstranten wurden am Samstag von der Polizei festgenommen und waren über 24 Stunden auf der Polizeiwache festgehalten worden. Am Sonntagmorgen wurden die Aktivisten unbestätigten Informationen nach und nach wieder entlassen.

Titelfoto: News5/Grube

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