Not macht kreativ: Grimma hat jetzt eine Corona-Schlange

Grimma - In Corona-Zeiten kennt die Kreativität der Menschen keine Grenzen. Während der Ausgangsbeschränkungen haben die Grimmaer begonnen, Steine bunt und fantasievoll zu bemalen. Die Pöppelmannbrücke wurde so zur Freiluft-Galerie.

Ines Peschel (54), die Initiatorin der Grimmaer Corona-Schlange, freut sich über die täglich wachsende Zahl bunter Steine.
Ines Peschel (54), die Initiatorin der Grimmaer Corona-Schlange, freut sich über die täglich wachsende Zahl bunter Steine.  © Frank Schmidt

Angefangen hat alles daheim bei Ines Peschel (54). 

Um ihrem Enkel Klaus in Zeiten der Ausgangssperre etwas Abwechslung zu bieten, bemalte sie mit ihm selbst gesammelte Steine und platzierte diese bei den gemeinsamen Spaziergängen auf einem Mauersims der Pöppelmannbrücke

"So hatten wir immer ein tägliches Ziel", sagt die Heimerzieherin.

Die Aktion erwies sich als ansteckender als das Corona-Virus. Immer mehr Grimmaer bemalten plötzlich Steine und legten sie auf der Brückenmauer ab (TAG24 berichtete). Inzwischen sind es über 600! 

Bunte Kunstwerke, manche mit Botschaft wie "Darf ich dir ein Lächeln in dein Herz zaubern", andere mit Trickfilm-Figuren wie dem kleinen Maulwurf.

"Bleibt gesund" steht auf diesem Exemplar, andere Steine künden vom Lächeln und der Hoffnung.
"Bleibt gesund" steht auf diesem Exemplar, andere Steine künden vom Lächeln und der Hoffnung.  © Frank Schmidt

Wie geht es mit den Corona-Steinen nach der Krise weiter?

Längst ist die "Corona-Steinschlange" zum Touristenmagneten geworden, zahlreiche Ausflügler besuchten allein am Wochenende die Brücken-Galerie. 

Und Grimmas OB Matthias Berger (52, parteilos) überlegt bereits, wo man die Corona-Steine später dauerhaft ausstellen könnte. 

Titelfoto: Frank Schmidt

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