PETA: Leipziger Orang-Utan-Mädchen an Corona gestorben?

Leipzig - Wenige Tage ist es her, seit der Leipziger Zoo traurige Nachrichten zu verkünden hatte: Das neun Monate alte Orang-Utan-Baby Rima war völlig unerwartet verstorben (TAG24 berichtete). Mama Pini ist nun leider wieder allein.

Die kleine Rima ist vor wenigen Tagen im Leipziger Zoo gestorben.
Die kleine Rima ist vor wenigen Tagen im Leipziger Zoo gestorben.  © Zoo Leipzig

In einer Folge "Elefant, Tiger & Co." berichtete Affenpfleger Daniel Geißler, was passiert war: 

"Uns ist leider die Rima krank geworden. Der Tierarzt war auch jeden Tag da, hat sie behandelt und versucht, dass das Baby wieder gesund wird", berichtete Geißler. 

Der Arzt konnte jedoch nicht genau sagen, woran Rima lit. Demnach sei sie so krank gewesen, dass sie schließlich von einen auf den anderen Tag einschlief.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun wenige Tage nach dem Bekanntwerden des Falls ihre ganz eigene Theorie. Demnach sei es durchaus möglich, dass Rima am Coronavirus gestorben sei. 

"Die Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2 ist bei Menschenaffen durchaus wahrscheinlich. Wir appellieren an die Zoo-Verantwortlichen, die Todesursache abzuklären und den Schutz der Tiere durch strenge Hygienemaßnahmen sicherzustellen", so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche in einer Pressemeldung. 

Zwar sei es nicht ungewöhnlich, dass es aufgrund der "meist mangelhaften Haltungsbedingungen in Zoos" immer wieder zu plötzlichen Todesfällen, Verhaltensstörungen und anderen Krankheiten bei Menschenaffen käme. Der aktuelle Bezug zu Corona veranlasst PETA jedoch dazu, den Zoo Leipzig direkt aufzufordern, an der genauen Todesursache von Rima zu forschen.

Zudem appellierte die Tierrechtsorganisation, die Zurschaustellung der sensiblen Tiere schnellstmöglich zu beenden.

"Menschenaffen können in Gefangenschaft ohnehin nicht tiergerecht gehalten werden: Viele Menschen können sich durch die Corona-Quarantänemaßnahmen nun auch vorstellen, was es bedeutet, wochenlang eingesperrt zu sein – dies ist der Alltag von etwa 450 Menschenaffen, die in deutschen Zoos derzeit noch ein Leben lang eingesperrt sind."

Titelfoto: Zoo Leipzig

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