Um Wirtschaft anzukurbeln: Gastronomen dürfen nun Freisitze kostenlos vergrößern

Leipzig - Schon seit Längerem wird im Leipziger Stadtrat diskutiert, ob eine Ausweitung von Freisitzflächen Leipziger Gastronomen und Händlern in der Corona-Krise unter die Arme greifen könnte (TAG24 berichtete). Nun sind in der letzten Ratssitzung wichtige Entscheidungen gefallen. 

Bis zum Ende des Jahres soll die Gottschedstraße autofrei werden.
Bis zum Ende des Jahres soll die Gottschedstraße autofrei werden.  © Juliane Bonkowski

So wurde am Mittwoch beschlossen, dass die Gottschedstraße bis zum Jahresende zur autofreien Zone wird. Der Plan, die beliebte Flaniermeile als Pilot-Projekt im Zentrum der Stadt zu einer verkehrsberuhigten Straße zu machen, lag schon länger vor. 

Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte schon im Mai angeregt, dass die Ausweitung der Freisitzflächen in der Sommersaison ein geeignetes Mittel seien, um Leipziger Gastronomen und Händlern unbürokratisch zu helfen.

Wie weiterhin am Mittwoch beschlossen wurde, können die Betroffenen ihre Freisitz-Flächen auf Antrag beliebig vergrößern. Ziel ist es, damit die Geschäfte in der Stadt wieder anzukurbeln. 

Jeder Antrag müsse aber zuvor individuell geprüft werden - das soll jedoch nicht länger als zwei Wochen in Anspruch nehmen. Kosten sollen dafür nicht anfallen. Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass der Verkehr nicht behindert wird und Rettungswege frei bleiben.

Zwar bemängelte die Linksfraktion das nicht gerade zeitnahe Vorgehen der Maßnahme, trotzdem konnte sich der Stadtrat auf die von der CDU und dem Bündnis 90/ Die Grüne vorgelegte Anträge einigen.

"Viele Leipziger Gastronomen haben wegen den strengen Hygieneauflagen immer noch um ihre Gäste zu kämpfen. Unser Antrag bietet eine schnelle, unbürokratische Lösung. Denn eine Stadt ohne Gastronomen wäre einfach nur schade", so CDU-Stadtrat Falk Dossin.

Titelfoto: Juliane Bonkowski

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