"Unzumutbare Lebensbedingungen!" Abgeschobene Hebamme Adelina braucht Unterstützung

Leipzig - Nachdem die Hebamme Adelina Ajeti (30) unvermittelt aus Leipzig zurück in den Kosovo abgeschoben worden war, regte sich großer Protest unter ihren Patientinnen und Freundinnen. Diese konnten die Abschiebung nicht verhindern, machen sich aber für Adelinas Rückkehr stark - nun läuten ihre Unterstützer aber wegen eines ganz anderen Problems die Alarmglocken.

Durch das marode Gemäuer in Adelinas Haus dringt Wasser ein.
Durch das marode Gemäuer in Adelinas Haus dringt Wasser ein.  © Bildmontage: privat, Screenshot Facebook/Hilfe für Hebamme Adelina

Rund zwei Monate ist es nun her, dass Adelina und ihr Mann ihr ehemaliges Haus im Kosovo wieder beziehen mussten. Aktuell wird noch rechtlich geprüft, wie der 30-Jährigen eine Rückkehr möglich gemacht werden kann (TAG24 berichtete).

Bis dahin muss die Hebamme es sich wohl oder übel in ihrem Haus einrichten - dies gestaltet sich aber alles andere als leicht!

Wie ihre Unterstützter auf Facebook mitteilten, hatte es Anfang der Woche durch das marode Dach ihres Hauses geregnet, die Wände und Böden sind nass und klamm.

Leipzig: Gefälschte Impfpässe halten Leipziger Polizei auf Trab
Leipzig Gefälschte Impfpässe halten Leipziger Polizei auf Trab

Wie auf Bildern zu sehen ist, müssen Adelina und ihr Mann Handtücher und Eimer auslegen, um zu verhindern, dass das komplette Gebäude unter Wasser steht.

"Unzumutbare Lebensbedingungen. Umso wichtiger ist es, weiterhin viel zu spenden und dem Fall eine Stimme zu geben, damit Adelina zurück in ihr Zuhause nach Leipzig kann!", schreiben ihre Unterstützter in dem Post.

Spendenaktion für Adelina läuft noch immer

Auf Betterplace.me läuft weiterhin eine Spendenaktion, mit der in erster Linie die Kosten für die Anwälte und auch Adelina Wohnung in Deutschland gedeckt werden sollen. Mehr als 10.000 Euro sind hier schon zusammen gekommen.

Im Jahr 2015 war Adelina mit ihrem Mann aus finanziellen Gründen nach Leipzig gekommen und hatte versucht, ihre Hebammenausbildung aus dem Kosovo auch dort anerkennen zu lassen. 2016 wurde ihr Asylantrag abgelehnt, auch ein Berufungsverfahren scheiterte.

Trotz dem herrschenden Hebammen-Mangel in Sachsen wurde die 30-Jährige dann Ende November aus Leipzig in den Kosovo abgeschoben und wird seither von ihrer Arbeitsstellen, ihren Freunden und Bekannten schmerzlich vermisst.

Titelfoto: Bildmontage: privat, Screenshot Facebook/Hilfe für Hebamme Adelina

Mehr zum Thema Leipzig Lokal: