Verdi-Warnstreiks legen am Dienstag Verkehrsbetriebe in Leipzig lahm

Leipzig - Auch in Leipzig hat die Gewerkschaft Verdi zu Streiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Am Dienstag soll deshalb zunächst der Leipziger Nahverkehr bestreikt werden. 

Schon am frühen Dienstagmorgen: Ein Streikposten vor dem Straßenbahnhof Angerbrücke.
Schon am frühen Dienstagmorgen: Ein Streikposten vor dem Straßenbahnhof Angerbrücke.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Betroffen sind laut Verdi die Betriebe der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB), der LeoBus GmbH Leipzig und der Leipziger Stadtverkehrsbetriebe (LSVB). Der Warnstreik soll mit der Frühschicht beginnen, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. 

Wie lange der Linienverkehr eingeschränkt bleiben soll, ist noch unklar. Laut LVB sei mit Verzögerungen und Ausfällen bis mindestens zum Mittag zu rechnen. 

Auf Twitter werden die Leipziger Verkehrsbetriebe ihre Fahrgäste über den Verlauf des Streiks informieren. 

Leipzig: Erster Omikron-Verdacht in Sachsen hat sich nicht bestätigt!
Leipzig Erster Omikron-Verdacht in Sachsen hat sich nicht bestätigt!

Für bundesweit 87.000 Beschäftigte sollen durch den Streik einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste gefunden werden.

Verdi forderte einheitliche Rahmenverträge: VKA lehnt Verhandlungen ab!

Darüber hinaus soll es über die Bundesländer hinweg einheitliche Regelungen bezüglich Urlaubstagen oder Sonderzahlungen geben. 

Mit einer Forderung für Auszubildende sollen Anreize zum Einstieg in den Beruf und zur Nachwuchsförderung geschaffen werden.

Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. Am Wochenende hatte sich die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegen die Aufnahme von Verhandlungen ausgesprochen.

Am Mittwoch dann sind auch die Beschäftigten in Kitas, Krankenhäusern und Behörden in Sachsen zum Streik aufgerufen. Betroffen sind vor allem Dresden, Grimma, Leipzig und der Landkreis Leipzig. 

Die Beschäftigten, vor allem Auszubildende und Studierende, fordern mehr Lohn.

UPDATE, 29. September, 8.50 Uhr

Die Haltestellen in Leipzig waren am Dienstagmorgen aufgrund des Warnstreiks verlassen.
Die Haltestellen in Leipzig waren am Dienstagmorgen aufgrund des Warnstreiks verlassen.  © Einsatzfahrten Leipzig
Selbst am Hauptbahnhof, der wohl belebtesten Haltestelle, war niemand zu sehen.
Selbst am Hauptbahnhof, der wohl belebtesten Haltestelle, war niemand zu sehen.  © Einsatzfahrten Leipzig

Die in Sachsen und anderen Bundesländern angekündigten Warnstreiks haben begonnen. In Leipzig fuhren am Dienstagmorgen weder Straßenbahnen noch Busse. Die Haltestellen waren vollkommen verlassen, selbst am Leipziger Hauptbahnhof.

UPDATE, 30. September, 9 Uhr

Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe noch am Dienstag bekannt gaben, war der Warnstreik in der Messestadt bereits gegen Mittag beendet. Straßenbahnen und Busse nahmen den Linienverkehr wieder auf.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Leipzig Lokal: