Was in dieser alten Leipziger Feuerwache entstehen soll - und wo die Probleme liegen

Von Anke Brod

Leipzig - Seit einem halben Jahrzehnt tüftelt der Verein Ostwache e.V. an einem tollen Projekt: Nach dem Wegzug der Kameraden aus der alten Feuerwehrwache Ost in der Gregor-Fuchs-Straße 45 soll dort ein buntes Nachbarschaftszentrum entstehen. Die Idee gibt es seit 2015, das Konzept dazu steht längst. Aber fünf Jahre darauf warten die Beteiligten immer noch auf einen offiziellen Startschuss.

Wann gibt es hier endlich den Startschuss?
Wann gibt es hier endlich den Startschuss?  © Anke Brod

2017 und 2018 stiegen auf dem Gelände erste Feste, es gab Info-Veranstaltungen sowie Mitmach-Aktionen für die Bürger. 

Aus Politik und Verwaltung erhielten die Initiatoren eigenen Angaben zufolge bisher guten Zuspruch zur dauerhaften Etablierung eines soziokulturellen Nachbarschaftszentrums in Anger-Crottendorf.

Diesen Februar schließlich reichte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Fragenkatalog zur zeitlichen Projekt-Umsetzung in die Ratsversammlung ein. 

Aus den schriftlichen Antworten wird ersichtlich, dass die Branddirektion Leipzig das Gelände der ehemaligen Feuerwache Ost zum ersten Februar 2020 an das städtische Liegenschaftsamt übergab. 

Nun hat die Stadtverwaltung laut Papier den Auftrag, machbare Vorausetzungen für "zumindest eine Zwischennutzung des Objektes" durch den Verein Ostwache zu schaffen. Das Liegenschaftsamt soll mitwirken.

Ostwache: "Wir sind ungeduldig!"

Die Ostwache (hier beim Herbstfest 2019) soll ein soziokulturelles Zentrum werden.
Die Ostwache (hier beim Herbstfest 2019) soll ein soziokulturelles Zentrum werden.  © Facebook/Ostwache Leipzig e.V.

Demnach soll das Prozedere für die Ostwachen-Mitglieder offenbar noch dieses Jahr so vorangebracht werden, dass sie vielleicht bald wirklich die alte Feuerwache belegen können! 

Vereinssprecherin Lina Hurlin sagte TAG24 auf Anfrage: "Bis jetzt hat sich noch nichts getan. Der Beschlussantrag ist aber auch noch in den zuständigen Gremien und wird erst in den nächsten Monaten in den Stadtrat kommen."

Und weiter: "Die Anfrage im Februar hatte keine konkreten Auswirkungen auf unseren Verein. Wir sind natürlich inzwischen ungeduldig. Wir planen seit 2015 an dem Projekt und stehen in den Startlöchern!"

Zum finalen "Go" fehlt seitens Stadt eben immer noch das grüne Licht. 

Ostwache und Bürger wünschen sich einen Erbbaurechtsvertrag für das gesamte Gebäude, um ihre Pläne langfristig verwirklichen zu können.

Titelfoto: Anke Brod

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