"Mausgerutscht": Polizei Sachsen entschuldigt sich für "Linkes Pack"-Retweet

Leipzig - Die Polizei Sachsen ist im Zusammenhang mit den Krawallnächten in Leipzig wegen eines sogenannten Retweets heftig in die Kritik geraten - und hat sich entschuldigt.

Nach den großen Polizeieinsätzen am Wochenende in Leipzig hatte ein Retweet der Behörde auf Twitter für Wirbel gesorgt.
Nach den großen Polizeieinsätzen am Wochenende in Leipzig hatte ein Retweet der Behörde auf Twitter für Wirbel gesorgt.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Auf dem offiziellen Twitter-Account der Polizei war demnach am Sonntag ein Tweet eines anderen Nutzers geteilt worden, in dem es zu den Hausbesetzungen und Protesten in der Stadt hieß: "Gestohlene Räume von Leuten, die sich das erarbeitet haben. Davon hat das linke Pack natürlich keine Ahnung."

Die Polizei löschte den geteilten Beitrag wenig später und schrieb zu zahlreichen kritischen Beiträgen: "Bei dem Retweet handelte es sich um eine unbeabsichtigte Handlung. Dieser Tweet entspricht keineswegs unserer Sichtweise, weshalb wir den Retweet sofort zurückgenommen haben. Wir bitten dies zu entschuldigen."

Zahlreiche Nutzer kritisierten unter dem Hashtag #Mausgerutscht die Polizei heftig für das Teilen des Beitrags.

Aggressive Vermummte hatten in Leipzig drei Nächte in Folge randaliert und waren auch auf die Polizei losgegangen. Auslöser der Krawalle im Osten der Stadt und in Connewitz waren Hausbesetzungen, die von der Polizei beendet worden waren.

Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze nennt die Randalierer "augenscheinliche Linksextremisten".

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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