Leipzig arbeitete schon 2009 Pandemieplan aus

Leipzig - Seit etwa einem Monat bereits steht das Leben in Leipzig Kopf. 

Über 400 Leipziger sind mit Corona infiziert.
Über 400 Leipziger sind mit Corona infiziert.  © Hendrik Schmidt dpa/lah

Zunächst hieß es, die Ausnahmeregelung samt Kontaktsperre in Sachsen würde nur bis zum 5. April andauern - Ende März wurden die Maßnahmen bis zum 20. April ausgeweitet. Im ganzen Stadtgebiet gibt es Kontrollen, Polizeistreifen lösen Gruppen und Treffen im Freien auf. 

Mit Stand vom Sonntag sind 403 Leipziger am Coronavirus erkrankt, die Tendenz ist steigend. Zwei Personen sind bisher an der gefährlichen Atemwegsinfektion verstorben. 

Zahlreiche Leipziger Unternehmen und Institutionen sind mittlerweile auf Hilfe angewiesen, wie zum Beispiel der Zoo oder die Freizeiteinrichtungen der Messestadt.

SPD in Leipzig hat erstmals Doppelspitze
Leipzig Politik SPD in Leipzig hat erstmals Doppelspitze

Alle aktuellen Entwicklungen aus Leipzig und Umgebung in unserem >> Liveticker.

Mehr Informationen über das Coronavirus weltweit findet Ihr in unserem +++ Live-Ticker+++.  

UPDATE, 5. April, 8.30 Uhr: Falsche Polizisten zocken Leipziger ab

Ein Leipziger ist am Samstagabend Opfer eines Trickbetrugs durch falsche Polizisten geworden.

Was genau passiert ist, lest Ihr >>>hier

UPDATE, 5. April, 7.25 Uhr: Sachsens Metropolen waren mit Notfallplänen auf Epidemie vorbereitet

Die großen Städte in Sachsen waren mit Notfallplänen auf eine Epidemie vorbereitet. 

In Chemnitz konnte das Gesundheitsamt nach Angaben der Stadt den Pandemieplan "auspacken" und sofort die Umsetzung einleiten. Der Influenza-Pandemieplan, der in Dresden bereits ausgearbeitet war, sehe ein Vorgehen in Phasen vor. Dieses konnte laut Stadt auch in der Corona-Krise angewendet werden.

Auch in Leipzig war anlässlich der Schweinegrippe 2009 ein Pandemieplan ausgearbeitet worden. Er sei nicht eins zu eins auf die aktuelle Situation übertragbar, so das Gesundheitsamt. Bei der Grippe-Epidemie sei etwa zügiger ein Impfstoff verfügbar gewesen. Doch grundsätzliche Strukturen des Pandemieplans seien für die aktuelle Lage übernommen worden.

Inwiefern die Pläne passen und wo noch nachgebessert werden muss - das müsse nach der Corona-Pandemie erarbeitet werden, hieß es aus den Rathäusern.

Leipzig, Dresden und Chemnitz waren mit Notfallplänen auf eine Epidemie vorbereitet.
Leipzig, Dresden und Chemnitz waren mit Notfallplänen auf eine Epidemie vorbereitet.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 4. April, 19.55 Uhr: Jung äußert sich zu den ersten Corona-Toten in Leipzig

In einem neuen Videostatement hat Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) den ersten beiden Corona-Toten in Leipzig gedacht. "Leider sind zwei Patienten im St. Georg verstorben. Herzliches Beileid den Angehörigen. Wir wussten, der Tag wird kommen. Aber es ist noch einmal ganz anders, wenn es soweit ist", erklärte das Stadtoberhaupt.

Gleichzeitig stellte Jung eine App für all diejenigen vor, die wegen ihrer Arbeit auch während der Krise noch unterwegs sein müssen. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Oberbürgermeister Jung hat den ersten zwei Corona-Toten in Leipzig gedacht.
Oberbürgermeister Jung hat den ersten zwei Corona-Toten in Leipzig gedacht.  © Sebastian Willnow/ZB/dpa

UPDATE, 4. April, 19.15 Uhr: Sachsen nimmt weitere Corona-Patienten aus Frankreich auf

Sachsen hat drei weitere Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Am Samstag landete zunächst ein Ambulanzflugzeug der "Luxembourg Air Rescue" aus Saint-Dizier mit einer Person auf dem Flughafen in Dresden. Zwei weitere Patienten wurden anschließend mit einem Hubschrauber aus Bourscheid in der Region Grand Est eingeflogen.

Nach Angaben des Universitätsklinikums Dresden, das für die Koordinierung zuständig ist, werden die drei Patienten auf die Uniklinik, das Fachkrankenhaus Coswig und das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt aufgeteilt. Über die Identität der drei Personen wurde nichts bekannt. Eine Sprecherin des Uniklinikums erklärte lediglich, dass es sich um Intensivpatienten handele. Das Coronavirus kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen, die besonders für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen lebensbedrohlich sein kann.

Bereits am Donnerstag hatten die drei Krankenhäuser in Dresden und Coswig jeweils einen mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Franzosen aufgenommen. Zuvor hatte Sachsen in den vergangenen Tagen bereits acht Patienten aus Italien aufgenommen. Einer von ihnen war in der Nacht zum Mittwoch in Leipzig gestorben.

UPDATE, 4. April, 14.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 4. April, 13.20 Uhr: Schutzmasken für Halle hängen beim Zoll fest

Wie das Portal "Du bist Halle" unter Berufung auf Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegend (parteilos) berichtet, gebe es für die für Krankenhäuser und die Stadtwerke zur Müllententsorgung benötigten FFP2- und FFP3-Schutzmasken Probleme beim Zoll.

UPDATE, 4. April, 12.50 Uhr: Sächsischer Klinikchef: So gefährlich ist Corona wirklich

Jetzt spricht Marcel Koch, Geschäftsführer des Helios Klinikum in Aue, Klartext! Mit einer Videobotschaft wendet er sich an alle, die das neuartige Coronavirus immer noch verharmlosen.

Was er sagt, erfahrt Ihr >>>hier

UPDATE, 4. April, 12.45 Uhr: Bäckermeister befürwortet Hamsterkäufe in seinem Laden

Bei diesem Bäckermeister aus Ullersdorf bei Radeberg sind Hamsterkäufe ausdrücklich erlaubt! Damit seine Kunden auch mal etwas zu lachen haben, verkauft Bäcker Thomas Nitschke (54) jetzt ganz spezielle Kekse in seinem Laden.

Den ganzen Bericht findet Ihr >>>hier

Der Renner in Ullersdorf! Bäckermeister Thomas Nitschke (54, l.) und sein Geselle Erik Urwank (32) animieren ihre Kunden zum Hamster-Kauf.
Der Renner in Ullersdorf! Bäckermeister Thomas Nitschke (54, l.) und sein Geselle Erik Urwank (32) animieren ihre Kunden zum Hamster-Kauf.  © Petra Hornig

UPDATE, 4. April, 9.38 Uhr: Bleiben Blumenpflanzungen in Sachsen im Sommer aus?

In öffentlichen Grünanlagen und Parks sorgen blühende Blumenbeete in diesen Wochen für Frühlingsstimmung. Doch die Gärtner haben auch Sorgen, vor allem wegen der trockenen Sommer und den Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor Corona-Infektionen. 

In einigen Parkanlagen wird das derzeit ausbleibende Eintrittsgeld künftig fehlen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei den Parks ergab. "Wir haben aktuell keine Einnahmen", sagte der Sprecher der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, Uli Kretzschmar, in Dresden. Wie es im Sommer mit den Pflanzungen weitergehe, sei deshalb ungewiss. 

Jetzt sei kaum jemand in den Parks unterwegs. Die sanitären Anlagen seien zu, eine gastronomische Betreuung gebe es nicht. Deshalb werde auf Eintritt verzichtet.

Vor dem Palais im Großen Garten in Dresden stehen trockene Blumen. Ob im Sommer sachsenweit neu gepflanzt werden kann, ist noch unklar. (Archivbild)
Vor dem Palais im Großen Garten in Dresden stehen trockene Blumen. Ob im Sommer sachsenweit neu gepflanzt werden kann, ist noch unklar. (Archivbild)  © Eric Münch

UPDATE, 4. April, 8.45 Uhr: Was über Ostern erlaubt ist - und was nicht

In den Bundesländern beginnen nach und nach die Osterferien - doch statt Koffer zu packen, gelten für die Menschen diesmal weitgehende Reisebeschränkungen.

Was Ihr dürft und was nicht, erfahrt Ihr >>>hier

Für uns gelten deutschlandweit weitgehende Reisebeschränkungen.
Für uns gelten deutschlandweit weitgehende Reisebeschränkungen.  © dpa/Ronald Bonss/dpa-Zentralbild

UPDATE, 4. April, 7.55 Uhr: Erste sächsische Stadt spendiert kostenlosen Mundschutz

Als erste sächsische Stadt spendiert Kamenz allen Einwohner eine Mundschutzmaske.

Wie es dazu kam? >>>Hier

UPDATE, 4. April, 7.25 Uhr: 14 Personen in Café auf Eisenbahnstraße

Die Polizei hat am Freitagabend gegen 21.30 Uhr ein Café auf der Eisenbahnstraße kontrolliert und hat einen Verstoß gegen die Allgemeinverfügung feststellen müssen.

Neben dem Betreiber und einer Bedienung hätten sich den Angaben zufolge zwölf Gäste in dem Lokal aufgehalten, die gespielt hätten. 

Gegen alle wurden Anzeigen gefertigt. 

Ein Lokal auf der Eisenbahnstraße musste geschlossen werden. (Archivbild)
Ein Lokal auf der Eisenbahnstraße musste geschlossen werden. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 3. April, 22 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Mit dem Stand vom Freitagabend ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Leipziger auf 378 angestiegen, sachsenweit sind es mittlerweile 2725 Fälle. 32 Menschen sind bereits an dem Virus verstorben, zwei davon in Leipzig

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UPDATE, 3. April, 20 Uhr: Hilferuf Leipziger Freizeiteinrichtungen

Kletterhallen, Bowlingbahnen, Tanzschulen: Auch zahlreiche Leipziger Freizeiteinrichtungen wissen nicht, ob und wie es nach der Corona-Krise für sie weitergeht. In einem offenen Brief fordern sie Unterstützung von der Stadt und dem Land. Welche Punkte den Unternehmen wie der Kosmos Boulderhalle, dem Jump House oder anderen Sport- und Freizeiteinrichtungen wichtig sind, lest Ihr >>>hier

Gähnende Leere herrscht auch in den Sporteinrichtungen in Leipzig.
Gähnende Leere herrscht auch in den Sporteinrichtungen in Leipzig.  © Screenshot Facebook / Boulderhalle Kosmos

UPDATE, 3. April, 19 Uhr: Sachsen hebt Fahrverbot für Lkws auf

Sachsen hebt das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen bis Ende Mai auf. In der Corona-Pandemie sei es wichtig, dass der Waren- und Güterverkehr reibungslos funktioniere, erklärte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag. Um der Logistikbranche in dieser Krisensituation zu helfen, habe er die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots angeordnet. "Mit den international bedeutenden Transitautobahnen A4 nach Polen und A17 nach Prag sichern wir durch die Freigabe an Sonn- und Feiertagen einen zuverlässigen Transport durch Sachsen ab", erklärte Dulig.

Bis Mai soll die Regelung anhalten.
Bis Mai soll die Regelung anhalten.  © 123RF/rashica

UPDATE, 3. April, 18.30 Uhr: Oberbürgermeister übergibt Geschenke an Verkäufer

In Grimma im Landkreis Leipzig hat der Oberbürgermeister Matthias Berger stellvertretend für die Stadt Dankeschön-Präsente an Verkäuferinnen und Verkäufer übergeben. Mehrere Mitarbeiter des dortigen REWE-Marktes hatten stundenlang knapp 230 Präsente für Helfer zusammengepackt - die ersten Geschenke gingen dann schließlich an die Verkäufer selber. 

"Wenn von systemrelevanten Berufen die Rede ist, redet die Politik meist nur von Banken und Polizisten. Durch die Pandemie ist uns nun aber bewusst geworden, dass dazu Verkäufer und Verkäuferinnen zählen, die in der jetzigen Zeit, in der sich jeder zu seinem eigenen Schutz und dem der anderen zurückzieht, dafür sorge treiben, dass wir damit versorgt werden, was unser tägliches Überleben sichert", so Berger während der Übergabe. 

Die ersten der 230 Präsente ging an die Verkäufer selbst.
Die ersten der 230 Präsente ging an die Verkäufer selbst.  © Medienportal Grimma
Auch Matthias Berger packte beim Zusammenstellen der Geschenke mit an.
Auch Matthias Berger packte beim Zusammenstellen der Geschenke mit an.  © Medienportal Grimma

UPDATE, 3. April, 18 Uhr: Polizei 58 Mal mit Corona-Bezug im Einsatz

Mit 58 Einsätzen war die Leipziger Polizei fünf Mal weniger unterwegs, um die Corona-Schutz-Verordnung des Vortags durchzusetzen, als am Vortag. Unter anderem stießen die Beamten auf sechs Männer, die in einem Park in Leipzig-Schönau grillten. Die Gruppe wurde verwarnt, genauso wie die Besucher einer Gartenparty in Brandis, die von einem Nachbar gemeldet worden war. Auch in Leipzig-Großzschocher mussten drei Jugendliche gemaßregelt werden, welche in einer Parkanlage feierten. 

Die Polizei bei einer Kontrolle auf der Leipziger Sachsenbrücke.
Die Polizei bei einer Kontrolle auf der Leipziger Sachsenbrücke.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 3. April, 16.40 Uhr: 898 Corona-Infektionen und 11 Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Freitagnachmittag laut Sozialministerium auf 898 Fälle gestiegen. Das waren 37 mehr als am Vormittag, wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte. Inzwischen sind der Übersicht zufolge elf infizierte Menschen gestorben, 94 Patienten würden im Krankenhaus behandelt. Außerdem sind nach Schätzungen bisher 325 Infizierte im Land wieder genesen.

UPDATE, 3. April, 15.45 Uhr: Bestätigter Covid-19-Fall in einem Pflegeheim im Jerichower Land

In einem Pflegeheim im Landkreis Jerichower Land gibt es einen bestätigten Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Der betroffene Patient werde in einem Krankenhaus in Burg behandelt, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Das Betreten des Pflegeheims durch Dritte sei verboten worden. Derzeit würden die Bewohner und das Personal der Einrichtung einer Abstrich-Diagnostik unterzogen. Nähere Angaben zu dem Patienten wurden nicht gemacht.

"Unsere Aufgabe ist es jetzt, ein umfassendes Lagebild zu gewinnen, um alle Infektionsketten nachvollziehen zu können", erklärte der Leiter der Arbeitsgruppe Corona Jerichower Land, Thomas Barz. Dazu stehe man in enger Abstimmung mit der Gemeinde Biederitz, dem Standort des Pflegeheims. Momentan würden deshalb auch mögliche Einsätze des Rettungsdienstes und Schnittstellen mit anderen Behörden zum Pflegeheim untersucht.

UPDATE, 3. April, 14.31 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen - jetzt 30 Tote

Die aktuellsten Zahlen aus Sachsen liegen vor. Die Stadt Leipzig belegt mit 378 Fällen und jetzt zwei Toten Platz drei hinter dem Landkreis Zwickau (434 Fälle, 8 Tote) und der Stadt Dresden (407 / 4). 

Die Gesamtzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion hat die Grenze von 30 erreicht. Damit sind allein am Freitag acht Verstorbene im Vergleich zum Vortag dazugekommen. 

Insgesamt 550 der 2685 Fälle gelten als geheilt.

In Sachsen gibt es jetzt 30 Todesfälle, acht mehr als noch am gestrigen Donnerstag.
In Sachsen gibt es jetzt 30 Todesfälle, acht mehr als noch am gestrigen Donnerstag.  © TAG24

UPDATE, 3. April, 14.28 Uhr: RB Leipzig trainiert in Kleinstgruppen mit Sondergenehmigung

Die Profis von RB Leipzig dürfen mit einer Sondergenehmigung wieder in der Trainingsakademie am Cottaweg trainieren. 

Da es sich um eine Arbeitsstätte handelt, bekam der Fußball-Bundesligist Grünes Licht vom sächsischen Innenministerium.

Dennoch absolviert das Team von Julian Nagelsmann die individuellen Einheiten wegen der Corona-Krise nur in Kleinstgruppen, bestätigte der Verein am Freitag auf Anfrage. Die derzeitige Situation wird wöchentlich neu bewertet.

Die Profis von RB Leipzig trainieren wieder - vorerst aber nur in Kleingruppen. (Archivbild)
Die Profis von RB Leipzig trainieren wieder - vorerst aber nur in Kleingruppen. (Archivbild)  © Picture Point/Roger Petzsche

UPDATE, 3. April 12.34 Uhr: Mutmaßlich Infizierter will Uniklinik verlassen

Nach Angaben der Polizei wollte am Donnerstag ein mutmaßlicher Covid-19-Patient das Uniklinikum Leipzig verlassen. Er habe die Weiterbehandlung im Krankenhaus abgelehnt und vorgehabt, das Gelände gegen 17.10 Uhr zu verlassen. 

In der Zentralen Notaufnahme legten die Polizeibeamten Schutzausrüstung an. "In der Zwischenzeit nahm sich ein Arzt dem Patienten an und konnte diesen von der Notwendigkeit einer Behandlung überzeugen", so ein Sprecher. Ein weiteres Eingreifen der Beamten sei nicht notwendig gewesen.

UPDATE, 3. April, 12.10 Uhr: Leipzig beklagt erste Todesopfer

Im Klinikum St. Georg sind die ersten an Covid-19 erkrankten Patienten verstorben. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 73 und 86 Jahren. 

Alle Infos dazu >>>hier

(Archivbild)
(Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild-Pool/dpa

UPDATE, 3. April, 11.40 Uhr: Parkplätze an Ausflugsorten bleiben geschlossen

Die Parkplätze am Elsterstausee, am Auensee und am Wildpark sowie der nordwestliche Parkplatz am Cospudener See auf Markkleeberger Flur bleiben weiterhin geschlossen. Das teilte die Stadt mit.

Die Sperrungen galten zunächst bis 6. April. "Da mit der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 31. März 2020 die Ausgangsbeschränkungen bis zum Ende der Osterferien verlängert wurden, werden auch die Sperrungen der oben genannten Parkplätze durch verkehrsrechtliche Anordnungen bis zum 20. April 2020 aufrechterhalten."

Die Maßnahme soll demnach dazu beitragen, dass die Erholungsgebiete nicht aus dem gesamten Stadtgebiet und der Region als Ausflugsziele angefahren werden. 

Hier gibt es kein Durchkommen.
Hier gibt es kein Durchkommen.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 3. April, 10.10 Uhr: Keine Elternbeiträge in geschlossenen Einrichtungen

In den Kinderkrippen, Tagespflegen, Kindergärten und Horten, die im Bedarfsplan der Stadt Leipzig enthalten sind, werden für den Zeitraum der Schließung bzw. Notbetreuung keinerlei Elternbeiträge erhoben. Das teilte das Amt für Jugend, Familie und Bildung soeben mit. 

Lastschrifteinzüge durch die Stadtkasse würden demnach nicht vorgenommen werden. Sollten Daueraufträge eingerichtet worden sein oder Eltern die Einzahlung selbst vornehmen, wird um den Stopp für den Monat April 2020 gebeten. "Falls dennoch eine Zahlung ausgelöst wird, wird sie mit Forderungen in den Folgemonaten verrechnet", heißt es in der Mitteilung. 

Eltern, deren Kinder in Einrichtungen in freier Trägerschaft betreut werden, werden gebeten, sich wegen des weiteren Vorgehens direkt an den jeweiligen Träger der Einrichtung zu wenden. 

(Symbolbild)
(Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 3. April, 9.20 Uhr: Privatunternehmen spenden Leipzig Schutzmateralien

Die Stadt Leipzig darf sich über Spenden mehrerer privater Unternehmen und Institutionen freuen.

Unter anderem spendeten die Bitterfelder Firma Kesla Hygiene AG und das in Waldheim ansässige Werk der Beiersdorf AG insgesamt 1400 Flaschen Handdesinfektion

Die Firma Neumann & Müller für Veranstaltungstechnik spendete 4500 Paar Handschuhe.

Hinzu kommen 10.000 Atemschutzmasken der Chinesischen Internationalen Handelskammer für die Privatwirtschaft (CICCPS) sowie die Nichtregierungsorganisation EU-China Municipal Development Commission (ECMDC). 

Hauptamtsleiter Dr. Christian Aegerter sagte: "Uns erreichen derzeit nahezu täglich Hilfsangebote - darüber sind wir sehr dankbar. Nur so können wir dem Materialengpass in dieser Krise entgegenwirken und so dazu beitragen, dass jene vor Ansteckung geschützt sind, die derzeit beispielsweise in Gesundheitsberufen, in der Pflege und im sozialen Bereich im Einsatz sind."

Über 20 Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurden abgestellt, um Schutzmaterialien zu beschaffen. 

UPDATE, 3. April, 9 Uhr: Sächsische Landesregierung schnürt bislang größtes Corona-Hilfspaket

Die Landesregierung hat das bislang größte Corona-Hilfspaket geschnürt. Insgesamt sollen 6,725 Milliarden Euro bereitgestellt werden, um die Folgen der Krise abzufangen.

Alle Details dazu >>>hier

Finanzminister Vorjohann (56, CDU) muss das Geld beschaffen.
Finanzminister Vorjohann (56, CDU) muss das Geld beschaffen.  © imago images/Sven Ellger

UPDATE, 3. April, 8.15 Uhr: Corona-Patienten können vom Zahnarzt behandelt werden

Auch Corona-Patienten können in Sachsen bei Schmerzen vom Zahnarzt behandelt werden. 

Nach Auskunft der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen (KZVS) gibt es landesweit vier Schwerpunktpraxen, die Covid-19-Patienten beziehungsweise unter Quarantäne Stehende behandeln. Diese Schwerpunktpraxen finden sich in allen drei Regierungsbezirken und zusätzlich in der Oberlausitz. Bis zum Monatsanfang gab es demnach allerdings erst einen Fall.

Mit dem Corona-Virus infizierte Schmerzpatienten müssen in jedem Fall über den Notruf ihren Hauszahnarzt informieren. Dieser leitet nach Auskunft von Holger Weißig, Vorstandsvorsitzender der KZVS, dann alles in die Wege. Die KZVS werde verständigt, dann wird dem Patienten eine Schwerpunktpraxis zugewiesen. Auch ein Krankentransport wird organisiert, falls der Patient nicht mit dem eigenen Auto die Schwerpunktpraxis ansteuern kann.

Dort werden die Corona-Patienten sowie unter Quarantäne stehende Schmerzpatienten zeitlich und räumlich von anderen Patienten in spezieller Schutzkleidung behandelt, wie es hieß. Dies diene der Vermeidung weiterer Infektionen.

Auch Corona-Patienten können die Dienste eines Zahnarztes in Anspruch nehmen.
Auch Corona-Patienten können die Dienste eines Zahnarztes in Anspruch nehmen.  © Markus Scholz/dpa-tmn

UPDATE, 3. April, 7 Uhr: Erste Corona-Bußgelder in Sachsen

In Sachsen ist die Zahl der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz gesunken, gegenüber dem Wochenende um 40 Prozent auf noch 85, so Innenminister Roland Wöller (49, CDU). Allerdings stieg die Zahl der Ordnungswidrigkeiten samt Verwarngelder.

Unter anderem hustete ein 30-Jähriger einen Polizisten an, behauptete, Corona zu haben. Auch zwei Motorradfahrer wurden auf ihrer Spritzttour gestoppt und Anzeigen gefertigt. 

Alle Infos zu den Vorfällen >>>hier.  

Radfahrer werden von Polizisten kontrolliert.
Radfahrer werden von Polizisten kontrolliert.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

UPDATE, 2. April, 22.30 Uhr: Neue Zahlen für Sachsen

Bis zum Abend gab es am Donnerstag in Sachsen einen dritten Todesfall durch das Coronavirus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 22. Insgesamt sind im Freistaat bislang 2564 Menschen mit dem COVID-19-Virus infiziert.

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UPDATE, 2. April, 21 Uhr: RB-Trainer glaubt, dass Bundesliga beendet wird

Bis zum 20 April ruht der Ball beim RB - vorerst.
Bis zum 20 April ruht der Ball beim RB - vorerst.  © POINT / Roger Petzsche

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann geht davon aus, dass die Fußball-Bundesliga und auch die Champions League beendet werden. Allerdings bestehe das Problem, die Ansprüche der nationalen und europäischen Ligen unter einen Hut zu bringen. 

"Das Problem ist, dass es keine Synchronität gibt. Die nationalen Ligen haben den Vorrang und dann werden wir wahrscheinlich alles zu Ende spielen - aber in einer ganz anderen Konstellation und zu einem ganz anderen Zeitpunkt, als wir es geplant und gewöhnt sind", sagte der 32-Jährige am Donnerstag der MDR-Sendung "Sport im Osten".

Warum der RB-Trainer trotzdem eine Chance in der Spielpause sieht, lest Ihr >>> hier

UPDATE, 2. April, 20 Uhr: Komplettes Seniorenheim in Sachsen unter Quarantäne

Seit Mittwoch steht ein Seniorenheim in Hohnstein (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) unter Quarantäne. Zehn der 48 Bewohner seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Landratsamt in Pirna am Donnerstag mit. Drei Betroffene befänden sich in stationärer Behandlung. Zudem seien sechs Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

UPDATE, 2. April, 17.45 Uhr: Neue Fallzahlen in Sachsen

Nach Stand vom Donnerstagnachmittag ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Leipzig auf 361 Personen angestiegen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag in Dresden bekanntgab, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen sachsenweit binnen 24 Stunden um 166 Fälle. Damit sind bisher nachweislich 2479  Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. "Von einem Rückgang der Steigerung können wir heute noch nicht sprechen", sagte die Ministerin. 

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UPDATE, 2. April, 17.30 Uhr: Zustand von weiterem italienischen Patienten ist lebensbedrohlich

Ein weiterer Patient aus Italien ist aktuell in kritischem Zustand.
Ein weiterer Patient aus Italien ist aktuell in kritischem Zustand.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild-Pool/dpa

Nach dem Tod eines Corona-Patienten aus Italien in Sachsen befindet sich ein weiterer Landsmann in einem lebensbedrohlichen Zustand. Man sei "in die letzte medizinische Eskalationsstufe" gegangen, sagte Gerhard Hindricks, Ärztlicher Direktor des Herzzentrums am Donnerstag. Der Patient musste demnach an eine sogenannte künstliche Lunge angeschlossen werden. 

"Wenn das nicht greift, haben wir keine weiteren Möglichkeiten", sagte der Arzt. Insgesamt waren in den vergangenen Tagen acht Menschen aus Norditalien nach Sachsen geflogen worden. Sie werden in fünf Kliniken behandelt.

Der Patient, der in Lebensgefahr schwebt, habe keine Vorerkrankungen gehabt und sei jünger als 40 Jahre alt, so Hindricks. "Das hat mich schon fassungslos gemacht", sagte er. Der Fall zeige, dass auch jüngere Menschen nicht sicher sein können, nicht von Covid-19 bedroht zu sein. "Wir sind so zwischen Hoffen und Bangen, aber zuversichtlich", beschrieb er die Situation.

Der zweite Patient am Herzzentrum ist den Angaben zufolge älter als 70 Jahre und hatte Vorerkrankungen. Zunächst sei sein Zustand kritischer gewesen, er habe sich aber "günstiger entwickelt", so Hindricks. Er sei zuversichtlich, dass es für den Patienten "ein glückliches Ende" geben werde, wenn sich die Dinge so weiter entwickelten.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass einer der in Sachsen behandelten Corona-Patienten aus Italien am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gestorben ist. Der 57-Jährige sei an einem Multiorganversagen gestorben, so das Uniklinikum. Der Zustand des zweiten italienischen Patienten am UKL sei "ernst, aber stabil", sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag. Auch in Chemnitz, Dresden und Coswig werden Corona-Patienten aus Italien behandelt.

UPDATE, 2. April, 16.15 Uhr: Polizei wieder häufiger mit "Corona-Bezug" unterwegs

Von Mittwoch auf Donnerstag hat die Leipziger Polizei wieder einen Anstieg von Einsätzen mit Corona-Bezug verzeichnen können. Insgesamt 52 Mal waren die Beamten unterwegs, um die Durchsetzung der Allgemeinverfügung zu gewährleisten. 

So überprüften die Polizisten beispielsweise ein Obst- und Gemüsegeschäft in Leipzig-Grünau, das zu einer Shisha-Bar umgebaut wurde. Dort trafen die Beamten mehrere Mitarbeiter bei Renovierungsarbeiten an und fanden unter anderem eine größere Menge an Betäubungsmitteln vor. 

Kontrollen gab es auch unter anderem im Clara-Zetkin Park, wo die Fahrradstaffel, die Bereitschaftspolizei und das Ordnungsamt einige Parkbesucher auf die Regeln der Rechtsverordnung hinwies. Auch ein Lautsprecherwagen der Polizei war im Einsatz. 

UPDATE, 2. April, 15 Uhr: Sachsen-Anhalt nimmt Corona-Patienten aus Frankreich und Italien auf

Sachsen-Anhalt nimmt zehn schwerkranke Corona-Patienten aus Italien und Frankreich auf. Vier Patienten aus Italien sollten im Laufe des Tages im Klinikum Bergmannstrost Halle eintreffen, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag in Magdeburg. Das französische Militär bringe außerdem ebenfalls noch am Donnerstag sechs Erkrankte aus Frankreich in die Uniklinik Magdeburg.

Sachsen-Anhalt sei in ganz Mitteleuropa am spätesten von der Pandemie erfasst worden, dadurch seien jetzt noch Kapazitäten in den Krankenhäusern frei, so der Regierungschef. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, das Land rechne damit, die Patienten für jeweils etwa 30 Tage zu betreuen. "Das können wir auch verantworten".

Deutlich wandte sich die Sozialdemokratin gegen Kritik an der Behandlung der mit Sars-CoV-2 infizierten Franzosen und Italiener. Nachdem die Landesregierung zu Beginn der Woche angekündigt hatte, die Aufnahme italienischer Patienten zu prüfen, habe es teils einen Shitstorm gegen den Plan gegeben. Niemandem werde durch die Italiener und Franzosen ein Bett weggenommen, sagte die Ministerin. "Eine gewisse Nächstenliebe und Fürsorge füreinander sollte man sich in diesen Zeiten ruhig erhalten", so Grimm-Benne.

Die infizierten Patienten aus Bergamo sind am Flughafen Halle/Leipzig gelandet.
Die infizierten Patienten aus Bergamo sind am Flughafen Halle/Leipzig gelandet.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 2. April, 14.20 Uhr: RB-Profis spenden Blut

Die Fußball-Profis von RB Leipzig spenden in der Corona-Krise ihr Blut in der Universitätsklinik der Messestadt. 

Wie der Verein am Donnerstag in einem Tweet mitteilte, unterstützten die beiden deutschen Nationalspieler Lukas Klostermann (23) und Marcel Halstenberg (28) das Klinikum mit ihrer Blutspende und riefen zugleich zum Nachmachen auf.

Die Aktion läuft im Rahmen der Club-Kampagne #WirAlle #GemeinsamHelfen. Die Profis spendeten bereits signierte Teamsachen für Versteigerungen und halfen zuletzt sozialen Institutionen.

Am Vortag hatten die Profis schon auf einen zweistelligen Prozentsatz ihres Gehaltes verzichtet, damit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Vereins in der spielfreien Zeit abgesichert sind (TAG24 berichtete).

UPDATE, 2. April, 13.43 Uhr: Neue Zahlen aus Sachsen

Mit Stand 13 Uhr haben sich 2394 Menschen in Sachsen mit dem Coronavirus infiziert. 109 davon sind geheilt. Die Heilungen dürften höher liegen, da keine Meldepflicht besteht. 21 Menschen sind in Verbindung mit einer Infektion verstorben.

Die Plätze 1 bis 3 belegen weiterhin der Landkreis Zwickau (408 Fälle/6 Tote) sowie die Städte Dresden (398/4) und Leipzig (350/0). 

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UPDATE, 2. April, 11.45 Uhr: Oper-Mitarbeiter nähen Dutzende Schutzmasken für Feuerwehr

Über 200 Mund- und Nasenschutzmasken haben Mitarbeiter der Oper Leipzig für die Kameraden der städtischen Feuerwehr genäht. 

UPDATE, 2. April, 11.40 Uhr: Vier Wertstoffhöfe öffnen wieder

Ab kommendem Dienstag (7. April) werden vier Wertstoffhöfe in Leipzig wiedereröffnet. 

Dann können bei den Adressen Lößniger Straße 7, Max-Liebermann-Straße 97, Augustiner Straße 8 und Dieskaustraße 188 Sperrmüll wie Matratzen und Möbel, Elektroaltgeräte, unbehandelte Altholze, Grünschnitt, Verpackungen aus Pappe und andere Wertstoffe immer Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, abgegeben werden. 

Die Schadstoffannahme in der Lößniger Straße bleibt geschlossen.

"Bei der Stadtsauberkeit im öffentlichen Raum sind zunehmend illegale Ablagerungen festzustellen. Doch Sauberkeit und Ordnung in Leipzig geht uns alle an", appellierte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal an die Eigenverantwortung der Bürger. "Jeder kann seinen Beitrag für eine saubere Stadt leisten. Dies gilt umso mehr, da der gemeinsame Frühjahrsputz mit den Vereinen und Bürgern in die- sem Jahr aufgrund der Corona-Krise leider nicht in der gewohnten Form stattfinden kann."

Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter des Eigenbetriebes Stadtreinigung Leipzig: "Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, vorab individuell zu prüfen, ob eine Entsorgung in der jetzigen Situation unaufschiebbar ist. Halten Sie generell einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Kunden und zu unserem Personal."

UPDATE, 2. April, 11.30 Uhr: Zahnärzte müssen wegen fehlender Schutzmaterialien eher schließen

Fehlende Schutzmaterialien hat bei rund 20 Prozent der Zahnarztpraxen in Sachsen mittlerweile zu reduzierten Öffnungszeiten geführt. 

Darauf verwies Holger Weißig, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS), in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Demnach kommen zahlreiche der etwa 2700 Zahnarztpraxen im Freistaat nur noch mit großen Anstrengungen an die erforderlichen Hygieneartikel, die wegen der Corona-Pandemie derzeit äußerst rar sind.

"Unsere Zahnärzte wollen einerseits dem ärztlichen Ethos entsprechend ihren Versorgungsauftrag wahrnehmen und erfüllen, können andererseits aber die verpflichtenden Anforderungen nicht einhalten", sagte Weißig. Er verwies auf den enormen Kostenanstieg bei Schutzkleidung, aber auch darauf, dass diese für Zahnärzte kaum noch zu bekommen sei und wenn doch, dann zu horrenden Summen über dubiose Zwischenhändler und Fremdanbieter.

Weißig betonte, dass viele Zahnärzte mittlerweile improvisiert arbeiten, eigentliche Einmal-Artikel nicht mehr wegwerfen sondern wiederverwenden.

Eine Versorgungslücke für Patienten ist dadurch aber noch nicht entstanden. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nehmen derzeit weniger Menschen Routinetermine wahr. Eine vollständige Auslastung der Praxen bleibt daher aus.

Wer eine wichtige Behandlung braucht, bekommt diese natürlich trotzdem.
Wer eine wichtige Behandlung braucht, bekommt diese natürlich trotzdem.  © Patrick Pleul/ZB/dpa

UPDATE, 2. April, 10.55 Uhr: Fahrspur vorm Hauptbahnhof für Fußgänger gesperrt

Aufgrund einer wegen des Coronavirus und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen rückläufigen Zahl an Kraftfahrzeugen hat die Stadt Leipzig die linke Spur vorm Hauptbahnhof in Richtung Westen gesperrt

Sie kann ab sofort von LVB-Fahrgästen genutzt werden, die an der Zentralhaltestelle ein- und aussteigen. Damit werden Kontakte auf den Bahnsteigen verringert.  

Mehr Infos dazu >>>hier.
Die linke Spur am Leipziger Hauptbahnhof gehört den Fußgängern.
Die linke Spur am Leipziger Hauptbahnhof gehört den Fußgängern.  © Ökolöwe Leipzig

UPDATE, 2. April, 10 Uhr: Senioren eine Freude schenken

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Leipzig ruft Kinder, Schüler, Eltern, Erzieher und Lehrer auf, den Bewohnern der Senioreneinrichtungen in Leipzig-Probstheida, -Lößnig sowie Böhlen und Kitzscher in Form eines Gedichts, einer Postkarte oder einer Zeichnung Freude zu schenken

Die Senioren können aus Schutz vor Corona-Infektionen seit dem 14. März keinen Besuch von ihren Angehörigen empfangen. Immerhin kann mittlerweile via Skype Kontakt aufgenommen werden. Das Personal bemüht sich zwar, die Bewohner zu beschäftigen und zu unterhalten, ein wenig kreative Geschenke von außerhalb würde aber für Abwechslung sorgen. 

Bilder, Texte, Briefe und Zeichnungen mit Infos zum Verfasser/Zeichner können per Post (>>>hier geht's zu den Adressen) oder per E-Mail an marketing@asb-leipzig.de gesendet werden. 

Von einer persönlichen Abgabe vor Ort bittet der ASB Leipzig abzusehen. 

UPDATE, 2. April, 9.50 Uhr: Brisant-Moderatorin muss sich jetzt selbst schminken

Brisant-Moderation Mareile Höppner (42) hat aufgrund der Kontakteinschränkungen wegen der Corona-Krise keine persönliche Maskenbildnerin mehr, sondern muss sich selbst vor den Sendungen schminken.

Mehr Infos und Zitate von ihr gibt's >>>hier

Die 42-Jährige muss selber zum Haar greifen.
Die 42-Jährige muss selber zum Haar greifen.  © Instagram/mareilehoeppner_official

UPDATE, 2. April, 7.50 Uhr: Haseloff sieht Normalität nach Ostern als unwahrscheinlich an

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) geht nicht davon aus, dass das Land in der Corona-Krise nach Ostern wieder zur Normalität zurückkehrt. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass am 19. April ein normales Leben beginnen könne, sei sehr gering, sagte Haseloff am Donnerstag im MDR Hörfunk. "Wir sind noch mitten in der Anstiegsphase, und deswegen müssen wir jetzt wirklich alle zusammenstehen." 

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, die Ausgehbeschränkungen bis Sonntag nach Ostern zu verlängern.

Das ganze Radio-Interview gibt's >>>hier

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU)
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU)  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 2. April, 6.42 Uhr: Viele Rasthöfe für Lkw-Fahrer geschlossen

In Zeiten der Corona-Krise sorgen Lastwagenfahrer für halbwegs volle Regale in unseren Supermärkten. Doch wegen den Auflagen haben viele Rasthöfe auf ihren Touren geschlossen, die Fahrer könnten weder auf Toilette gehen, noch sich duschen oder auch nur die Hände waschen. 

Den ausführlichen Bericht dazu lest Ihr >>>hier

Als LKW-Fahrer hat man es aktuell nicht leicht.
Als LKW-Fahrer hat man es aktuell nicht leicht.  © Pawel Sosnowski

UPDATE, 2. April, 6.15 Uhr: Die neuesten Infizierten-Zahlen aus Sachsen

Mit Stand Mittwochabend haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie 2304 Menschen in Sachsen mit Covid-19 angesteckt, 157 mehr als am Dienstag. 332 der 2304 Personen wohnen in der Stadt Leipzig.

Mehr Fälle weisen nur der Landkreis Zwickau (379) und die Stadt Dresden (378). 19 Sachsen sind in Zusammenhang mit einer Infektion im Freistaat verstorben, auch hier stellen der LK Zwickau (6) und Dresden (4) die meisten, gefolgt vom Erzgebirgskreis (3). 

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UPDATE, 1. April, 21.25 Uhr: 806 Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Mittwochnachmittag (Stand 15.45 Uhr) laut Sozialministerium auf 806 Fälle gestiegen. Das waren 30 mehr als am Vormittag, wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte. 

Acht infizierte Menschen sind der Übersicht zufolge bislang gestorben, 73 Patienten würden im Krankenhaus behandelt. Außerdem sind nach Schätzungen bisher 257 Infizierte im Land wieder genesen.

UPDATE, 1. April, 21.15 Uhr: Sachsen-Anhalt überweist erste Soforthilfen für Künstler

Am Mittwoch sind in Sachsen-Anhalt die ersten Soforthilfen für Künstler bewilligt und sogleich überwiesen worden. Das teilte das für die Vergabe zuständige Landesverwaltungsamt mit, ohne genaue Zahlen zu nennen. 

Die Unterstützung beträgt 400 Euro pro Person, Anträge auf Soforthilfen können selbstständige Künstler mit Erstwohnsitz in Sachsen-Anhalt stellen, die in den Bereichen Musik, darstellende oder bildende Kunst künstlerisch tätig sind sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

Wie es weiter hieß, sind beim Landesverwaltungsamt innerhalb einer Woche bis Ende März etwa 700 Anträge registriert worden. Fortlaufend gingen weitere Anträge ein. Diese könnten noch bis zum 31. Mai 2020 beim Landesverwaltungsamt eingereicht werden. 

"Wir wissen, wie dringend diese Gelder von den Kulturschaffenden zur Existenzsicherung benötigt werden", erklärte der Präsident des Landesverwaltungsamts, Thomas Pleye. Die Mitarbeiter des zuständigen Kulturreferates arbeiteten mit Hochdruck an der Genehmigung der eingehenden Anträge.

UPDATE, 1. April, 19.15 Uhr: Jung äußert sich zur Verlängerung der Ausgangsbeschränkung

Nachdem am Dienstag Sachsens Landesregierung die Ausgangsbeschränkung um zwei Wochen verlängert hatte, hat sich nun auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) zu dem Entschluss geäußert - und sich dabei zuversichtlich gezeigt.

"Wir haben in der Tat vorsichtig die Hoffnung, dass unsere Maßnahmen greifen", erklärte Jung. "Es scheint Erfolg zu haben", so der Oberbürgermeister. ""Ich glaube, es ist wichtig und es ist gut so, und ich bitte Sie nochmal alle um Verständnis und, ja, Mitmachen."

Mehr Infos dazu gibt es hier.

Burkhard Jung (62, SPD).
Burkhard Jung (62, SPD).  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

UPDATE, 1. April, 17.30 Uhr: 36 Polizeieinsätze mit Corona-Bezug

Leipzigs Polizei verzeichnete am Dienstag 36 Einsätze mit "Corona-Bezug", wie die Behörde mitteilte. Besondere Verstöße soll es nicht gegeben haben. Bei den Vorfällen habe es sich ausschließlich um Ansammlungen von Personen gehandelt.

Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 1. April, 14.40 Uhr: Erster italienischer Patient in der Uniklinik verstorben

Der erste der insgesamt acht italienischen Corona-Patienten, die in sächsischen Krankenhäusern behandelt werden, ist in der vergangenen Nacht in der Leipziger Uniklinik gestorben

Das teilte Prof. Dr. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand der Uniklinik, mit. Er verwies aber darauf, dass der Verstorbene an einer weiteren, lebensbedrohlichen Erkrankungen litt, die vorher nicht bekannt gewesen sei. Der Verstorbene soll nun nach Italien überführt werden, dazu sei die italienische Botschaft eingeschaltet worden. Ein weiterer italienischer Patient, der im Leipziger Herzzentrum behandelt wird, befinde sich ebenfalls in kritischem Zustand. 

Die anderen Patienten seien auf dem Weg der Stabilisierung. "Es sind aber noch nicht alle über den Berg." Die Italiener werden in Kliniken in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Coswig behandelt.

In Sachsen gibt es jetzt laut Gesundheitsministerium 2245 bestätigte Infektionen und mittlerweile 18 Tote.

Am Uniklinikum gab es bereits einen Todesfall.
Am Uniklinikum gab es bereits einen Todesfall.  © Christian Grube

UPDATE, 1. April, 13.20 Uhr: 776 Corona-Infektionen und 8 Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Mittwochvormittag laut Sozialministerium auf 776 Fälle gestiegen. Das waren 24 mehr als am Nachmittag des Vortages, wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte. 

Acht infizierte Menschen sind der Übersicht zufolge bislang gestorben, 65 Patienten würden im Krankenhaus behandelt. Außerdem sind nach Schätzungen bisher 256 Infizierte im Land wieder genesen.

UPDATE, 1. April, 13 Uhr: Maskenlieferung des Bundes geht an Pflegebeschäftigte in Sachsen

Eine Maskenlieferung des Bundes soll in der Corona-Krise Pflegekräften in Sachsen zu Gute kommen. Insgesamt 182.000 Mund-Nase-Masken würden zu gleichen Teilen an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt, erklärte das Gesundheitsministerium in Dresden am Mittwoch. Pro Kreis und kreisfreier Stadt liefere das Deutsche Rote Kreuz somit 14.000 Masken. Kurzfristig könnten so Beschäftigte in der Pflege, in Hospizen und Wohnheimen mit OP-Masken ausgerüstet werden. Auch für die Pflegebedürftigen, von denen viele zur Risikogruppe gehörten, sei das ein zusätzlicher Schutz.

(Symbolbild)
(Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 1. April, 12.45 Uhr: Kultusminister schreibt Beruhigungsbrief an Eltern

Nach dem Hilferuf von Elternräten wegen der Probleme und Überlastung beim Heimunterricht hat Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) allen Eltern von Schulkindern nun einen Brief geschrieben. "Ich möchte, dass Sie wissen: Sie als Eltern können und sollen den Unterricht der Schule nicht ersetzen", heißt es unter anderem darin. Zwar möge man die Kinder dazu ermuntern, an den Aufgaben dranzubleiben, einen ganzen Lehrplan zu erfüllen, sei jedoch nicht das Ziel. 

Mehr Infos dazu lest Ihr >>> hier

UPDATE, 1. April, 10.30 Uhr: Kunsthochschule entwickelt Mundschutz aus dem 3D-Drucker

Mundschutzmasken und Schutzkleidung sind aktuell rar, deswegen hat die Kunsthochschule "Burg Giebichenstein" in Halle einen Prototypen für Mundschutzmasken aus dem 3D-Drucker entwickelt. Die Masken werden noch vom Fraunhofer-Institut geprüft und sollen dann der Stadt Halle kostenlos zur Verfügung gestellt werden, kündigt die Hochschule an. 

UPDATE, 1. April, 8.30 Uhr: Zahlreiche Freiwillige bieten Hilfe an

Viele Bürger bieten aktuell eine solidarische Nachbarschaftshilfe an.
Viele Bürger bieten aktuell eine solidarische Nachbarschaftshilfe an.  © Christin Klose/dpa-tmn

Ob in Halle, Bernburg oder Wernigerode: In etlichen Städten des Landes bieten Ehrenamtliche Hilfe für Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen an. Die Angebote sind vielseitig, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. 

Unter anderem: Einkäufe vor die Haustür tragen, mit dem Hund spazieren gehen oder Schutzmasken nähen. Die Betroffenen würden die Hilfe gern annehmen, hieß es. 

In Magdeburg meldeten sich nach Angaben der Stadt bereits kurz nach der Gründung der Initiative "Solidarität statt Hamsterkäufe" Hunderte Freiwillige.

UPDATE, 1. April, 7 Uhr: Schriftliche Azubi-Prüfungen in Sachsen werden verschoben

Die schriftlichen Abschlussprüfungen für die rund 8300 Auszubildenden aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammern(IHK) in Sachsen werden wegen der Corona-Pandemie verschoben. Neuer Termin ist der 16. bis 19. Juni 2020. Die mündlichen beziehungsweise praktischen Prüfungen sollen nach derzeitigem Stand wie geplant ab 2. Mai beginnen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den IHK Dresden, Chemnitz und Leipzig.

Weniger betroffen sind die rund 2100 Auszubildenden im Handwerk im Freistaat. Deren Gesellenprüfungen Teil 2, in die auch der praktische Teil integriert ist, beginnen erst im Sommer. Der erste Teil der Prüfungen fand für die überwiegende Zahl der Auszubildenden bereits im vergangenen Jahr statt.

UPDATE, 31. März, 22.20 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 31. März, 17.30 Uhr: Mittlerweile sieben Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Dienstagnachmittag (Stand 15.30 Uhr) laut Sozialministerium auf 724 Fälle gestiegen. Das waren 28 mehr als am Vormittag, wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte. 

Sieben infizierte Menschen sind der Übersicht zufolge bislang gestorben. 

62 Patienten würden im Krankenhaus behandelt. Außerdem sind nach Schätzungen bisher 221 Infizierte im Land wieder genesen.

UPDATE, 31. März, 17.10 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 31. März, 17.05 Uhr: Polizei verzeichnet 25 Verstöße mit "Corona-Bezug"

Wie die Polizei in Leipzig mitteilte, kam es am Montag zu 25 Einsätzen zur Durchsetzung der Allgemeinverfügung. Bei den meisten Sachverhalten soll es sich um Ansammlungen von Personen gehandelt haben. Besondere Vorfälle habe es nicht gegeben.

Ein gutes Zeichen: Die Zahlen lassen einen Rückgang der Vorfälle erkennen. Allein am Wochenende waren innerhalb von 24 Stunden 130 Sachverhalte gezählt worden (TAG24 berichtete). 

UPDATE, 31. März, 16.20 Uhr: Wochenmärkte ab 1. April wieder geöffnet - Mit Einschränkungen

Die Leipziger Wochenmärkte sind ab Mittwoch, 1. April, wieder geöffnet, allerdings mit Einschränkungen, wie es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung hieß. So sollen zunächst lediglich Lebensmittel, selbst erzeugte Gartenbau- und Baumschulenerzeugnisse sowie Tierbedarf. Alle weitere Angebote bzw. Stände bleiben geschlossen.

Darüber hinaus soll die Aufstellung der Märkte aufgelockert werden.

Den Anfang machen am Mittwoch die Wochenmärkte auf dem Bayerischen Platz, in den Gohlis Arkaden, in Grünau Miltitzer Allee/Jupiterstraße. Der beliebte Innenstadt-Wochenmarkt findet erstmals wieder am Freitag, 3. April, statt.

UPDATE, 31. März, 14.40 Uhr: RB Leipzig wird im April nicht mehr spielen

Auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurde am Dienstag beschlossen, den Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis 30. April auszusetzen. Das betrifft auch RB Leipzig.

Möglicherweise kann am ersten Mai-Wochenende dann mit Geisterspielen wieder eingestiegen werden.

Die Bundesliga-Clubs halten derweil an ihrem Ziel fest, die unterbrochene Spielzeit trotz der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen. Dies bestätigte DFL-Chef Christian Seifert nach der Video-Mitgliederversammlung der 36 Profi-Clubs.

UPDATE, 31. März, 14.20 Uhr: Neue Fallzahlen für Sachsen

Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Leipziger liegt aktuell bei 320. Im Landkreis Leipzig kommen noch einmal 99 dazu. Insgesamt gibt es sachsenweit 2102 Fälle, außerdem bereits 15 Todesfälle

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UPDATE, 31. März, 14 Uhr: Sachsen weitet Ausgangsbeschränkung bis zum 20. April aus

Wie es sich bereits angedeutet hatte, werden die Ausgangsbeschränkungen in Sachsen bis 20. April verlängert. Das hat das Kabinett am Dienstag in Dresden beschlossen. Ursprünglich galt der Erlass der Allgemeinverfügung bis 5. April.  Mehr Infos dazu findet Ihr >>> hier

UPDATE, 31. März, 13.45 Uhr: Drehstopp bei "In aller Freundschaft"

Noch sieben Folgen "In aller Freundschaft", dann ist wohl erst einmal Schluss! Fans müssen in naher Zukunft wohl auf die Ärzte aus der Sachsenklinik am Dienstagabend verzichten.

Alle Infos dazu >>>hier

Mit "In aller Freundschaft" ist nun erstmal Schluss.
Mit "In aller Freundschaft" ist nun erstmal Schluss.  © MDR/Saxonia Media/Rudolf Wernicke

UPDATE, 31. März, 13.30 Uhr: Bußgeldkatalog ab morgen!

Ab Mittwoch gilt auch in Sachsen ein Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen. Das gab Innenminister Roland Wöller (49, CDU) am Dienstag bekannt. 

Demnach kann das Verlassen der Wohnung "ohne triftigen Grund" mit 150 Euro geahndet werden. Ein Verstoß gegen das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen kostet 500 Euro. Auch unmittelbar vollziehbare Verwarngelder bis 55 Euro sind nun möglich.

An den Leipziger Seen wird kontrolliert.
An den Leipziger Seen wird kontrolliert.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 31. März, 13.28 Uhr: Durchsichtiger Corona-Schutz für Taxifahrer made in Sachsen

Die Corona-Krise macht erfinderisch: Der Böhlener Unternehmer Matthias Meltke (66), der mit seiner Designgroup Professional GmbH normalerweise Diskotheken oder Eventparks ausstattet, bietet jetzt Taxifahrern eine Schutz-Lösung an.

Alle Infos dazu gibt es >>>hier

Auch Taxifahrer sollen vor dem Virus geschützt werden.
Auch Taxifahrer sollen vor dem Virus geschützt werden.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 31. März, 13.20 Uhr: Porsche lässt Werke eine weitere Woche geschlossen

Die Werke des Sportwagenbauers Porsche bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens auch kommende Woche geschlossen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage setze man die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig weiterhin aus, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Es gebe nach wie vor Engpässe bei den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht zuließen. Porsche hatte Mitte März angekündigt, die Arbeit in den Werken für zunächst zwei Wochen einzustellen. Zudem hat der Autobauer Kurzarbeit für seine Beschäftigten angemeldet.

Die Porsche-Werke bleiben für eine weitere Woche geschlossen.
Die Porsche-Werke bleiben für eine weitere Woche geschlossen.  © Porsche AG / Marco Prosch

UPDATE, 31. März, 13.15 Uhr: Zustand der italienischen Patienten weiterhin kritisch

Wegen dem Coronavirus wird am UKL aktuell noch umstrukturiert.
Wegen dem Coronavirus wird am UKL aktuell noch umstrukturiert.  © Hendrik Schmidt / dpa-Zentralbild / picture alliance / dpa

Die vor einer Woche im Uniklinikum aufgenommenen Corona-Patienten aus Italien sind weiterhin im kritischen Zustand. Das teilte das UKL am Dienstagmittag mit. Die beiden 57-Jährigen müssen nach wie vor beatmet werden und es muss davon ausgegangen werden, dass sie auch noch über Wochen hinweg intensivmedizinisch betreut werden müssen, so die Uniklinik. 

Darüber hinaus sei man gerade dabei, die Stationen so umzustrukturieren, dass letztlich 200 Intensivbetten für erwachsene Patienten zur Verfügung stehen werden. Zudem habe man einen Stufeneinsatzplan für das Personal erstellt, damit auch bei Ausfall von Fachkräften eine Versorgung der Patienten gewährleistet werden kann. 

UPDATE, 31. März, 12.45 Uhr: BMW schickt 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

BMW hat für März knapp 20.000 Mitarbeiter für Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin am Dienstag auf Nachfrage mit. 

Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken bereits vor zwei Wochen gestoppt. Die Bänder sollten zunächst bis zum 19. April stehen. Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgegangen, viele Händler in Europa haben geschlossen, auch viele Zulieferer lassen die Arbeit ruhen.

Seit zwei Wochen stehen die Werke still.
Seit zwei Wochen stehen die Werke still.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 31. März, 11.20 Uhr: Einsätze mit Corona-Bezug gehen zurück

Wie die Leipziger Polizei am Dienstag mitteilte, sind die Einsätze mit "Corona-Bezug" im Vergleich zu den letzten Tagen etwas zurückgegangen. Zwischen Montag und Dienstag war die Polizei nur 21 Mal im Stadtgebiet und in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen unterwegs. Grund hierfür könnte allerdings auch nur das schlechte Wetter sein, so die Polizei. 

Die Polizei kontrolliert, um die Maßnahmen der Allgemeinverfügung eingehalten werden.
Die Polizei kontrolliert, um die Maßnahmen der Allgemeinverfügung eingehalten werden.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 31. März, 10.45 Uhr: Zoo Leipzig bittet um Hilfe

Der Zoo Leipzig hat aktuell große Umsatzverluste zu beklagen. Derzeit müssen ja alle Tiere weiterhin versorgt und gepflegt werden - nur ist die Einrichtung aktuell ohne Einnahmen, da der Zoo im Zuge der Allgemeinverfügung geschlossen hat. In einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel hat Zoodirektor Jörg Junhold im Namen des Zooverbands auf die Notwendigkeit von Unterstützung hingewiesen (TAG24 berichtete). 

Momentan ist der Zoo für Besucher geschlossen.
Momentan ist der Zoo für Besucher geschlossen.  © Hendrik Schmidt/dpa

UPDATE, 31. März, 10 Uhr: Obdachlosen-Magazin "Die Kippe" stellt regulären Verkauf ein

Wie aus einem Bericht des "Kreuzer" hervorgeht, erscheint "Die Kippe" im Zuge der Corona-Krise im April nur in kleinerer Auflage und ohne Straßenverkauf. Für viele Verkäufer bricht somit das einzige Einkommen weg. Um die Mitarbeiter der "Kippe" trotzdem noch zu unterstützen, kann man das Magazin online kaufen - der Erlös wird den Verkäufern gespendet. 

UPDATE, 31. März, 9 Uhr: OB Jung - wie geht es nach der Kontaktsperre weiter?

Mittlerweile hat sich auch Oberbürgermeister Burkhard Jung gegen eine Lockerung der Allgemeinverfügung nach dem 5. April ausgesprochen. Im Interview mit dem SPIEGEL äußerte sich der 62-Jährige, wie es jedoch längerfristig weitergehen könnte. 

"Wir müssen überlegen, wie wir die Menschen beschäftigen. Wir könnten zum Beispiel Freizeitparks, Spielplätze und Kinos wieder öffnen, damit die Leute wieder mehr unternehmen können. Welche Sportmöglichkeiten können wir zulassen?", schlägt der OB vor. Schließlich ginge es nicht darum, den Menschen das Rausgehen zu verbieten, sondern die Nähe zueinander zum Schutz der Gemeinschaft.

UPDATE, 31. März, 7.30 Uhr: Schutzausrüstung aus China am Flughafen Halle/ Leipzig angekommen

Am Montagmittag landete auf dem Flughafen Halle/Leipzig ein Frachter mit 11 Tonnen Schutzausrüstungen aus China. Das teilte der Flughafen auf Twitter mit. Die medizinischen Hilfsgüter sind für Krankenhäuser in Mitteldeutschland bestimmt und weitergeleitet worden.

UPDATE, 31. März, 06.30 Uhr: Geisterstadt Leipzig

Auch zu Beginn der zweiten Woche mit Kontaktsperre scheinen sich die Leipziger an die Auflagen des Freistaats zu halten. Nur vereinzelt sieht man Passanten durch die Innenstadt streifen, die sonst gefüllt mit bunten Leben ist. 

Gähnende Leere in der Leipziger Innenstadt.
Gähnende Leere in der Leipziger Innenstadt.  © News5
Auch am Marktplatz sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht.
Auch am Marktplatz sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht.  © News5

UPDATE, 30. März, 20.35 Uhr: Fallzahlen bereits wieder gestiegen

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UPDATE, 30. März, 17.55 Uhr: Forscher rechnen frühestens im August mit Ende der Epidemie

Wann ist das alles vorbei? Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Hamburg haben zwei Modelle erstellt, mit denen sie versucht haben zu berechnen, wann in Deutschland wieder Normalität einkehren könnte. Das bittere Ergebnis: wohl erst Ende August/Anfang September.

"Würden die bestehenden Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte in Deutschland nach Ostern aufgehoben, könnte die Corona-Epidemie hier Anfang Juni ihren Höhepunkt erreichen. Rund 1,3 Millionen Menschen könnten dann gleichzeitig an Covid-19 erkrankt sein. Danach würden die Fallzahlen sinken und im August gegen Null gehen.", schreiben die Forscher.

Und weiter: "Durch eine Verlängerung der Kontaktverbote bis Mitte Juni würden sowohl der Höhepunkt der Epidemie als auch ihr Ende um etwa einen Monat verschoben. Anfang Juli wären dann mit knapp 1,2 Millionen am meisten Menschen in Deutschland gleichzeitig erkrankt."

Diese Ergebnisse stellte ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Universität Hamburg vor, berichtet der "Informationsdienst Wissenschaft". 

Mehr Infos gibt es hier.

UPDATE, 17.15 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 30. März, 15.40 Uhr: Zwei weitere Patienten aus Italien in Sachsen

Seit Sonntag werden zwei weitere Coronavirus-Intensivpatienten aus Italien in Sachsen behandelt. Sie landeten am Sonntag mit einem Ambulanzflug in Leipzig und wurden ins Klinikum Chemnitz gebracht, wie ein Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG am Montag sagte. 

Nach Angaben der Klinik sind beide Patienten über 60 Jahre alt und haben Vorerkrankungen. Es habe am vergangenen Freitag eine entsprechende Anfrage aus Südtirol an Sachsens Regierung gegeben. 

Damit werden nun acht schwer an Covid-19 erkrankte Italiener im Freistaat behandelt - auch in Leipziger und Dresdner Kliniken und Krankenhäusern.

UPDATE, 30. März, 13.45 Uhr: Zwei weitere Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen laut Sozialministerium auf 654 gestiegen (Stand Montagmittag). Medienberichten zufolge hatte es sowohl in einem Pflegeheim in Halle (Saale) als auch im Uniklinikum in Magdeburg über das Wochenende einen neuen Todesfall gegeben. Bezüglich des ersten Falles ist jedoch nicht klar, ob die Seniorin tatsächlich am Coronavirus oder an den Folgen einer langen Erkrankung verstarb. 

UPDATE, 30. März, 11.45 Uhr: OB Burkhard Jung schreibt Brief an Leipziger Senioren

Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) hat am Montag einen Brief an alle Leipziger Senioren über 65 Jahre gesendet, um diese auf Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus hinzuweisen. 

Dabei geht es nicht nur um die jetzt geltenden Verhaltens- und Abstandsregeln, sondern auch um Hinweise an die Senioren, den eigenen Gesundheitszustand besonders kritisch zu beobachten, Einkäufe von Nachbarn oder Freunden erledigen zu lassen oder, wenn möglich, keine öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Unter anderem macht Jung in dem Brief auch Hoffnung, dass "die Bekämpfung des Virus, der uns gerade trennt, uns als Gemeinschaft wieder stärker zusammenrücken lässt."

OB Burkhard Jung (62) hat sich mit einem Brief an alle Leipziger Senioren gewendet.
OB Burkhard Jung (62) hat sich mit einem Brief an alle Leipziger Senioren gewendet.  © Caroline Seidel/dpa

UPDATE, 30. März, 9.45 Uhr: Corona-Krise hat Einfluss auf Geburten

Wenn möglich werden Hausbesuche aktuell per Videoschalte durchgeführt.
Wenn möglich werden Hausbesuche aktuell per Videoschalte durchgeführt.  © picture alliance / Uli Deck/dpa

Die Corona-Krise macht auch vor Geburten nicht Halt. Um die betreuten Frauen, sich selbst sowie die Familien der Hebammen nicht zu gefährden, würden derzeit viele Hausbesuche in Sachsen durch Video-Schalten ersetzt, sagte die Vorsitzende des Sächsischen Hebammenverbandes, Stephanie Hahn-Schaffarczyk, der Deutschen Presse-Agentur.

Auch Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse fänden digital in Videokonferenzen statt, um Kontakte zu vermeiden. 

Mütter und Schwangere hätten meist großes Verständnis für das veränderte Format, berichtete Hahn-Schaffarczyk, die selbst Hebamme am Klinikum Hoyerswerda ist. Zugleich betonte sie, dass gerade Besuche von Frauen im Wochenbett unerlässlich seien. 

Untersuchungen mit engem Kontakt würden allerdings nur noch mit Nase-Mundschutz durchgeführt.

"Man musste noch nie mit solch einer Situation umgehen", sagte Hahn-Schaffarczyk. Umso rührender sei die Solidarität, die sie und ihre Kolleginnen erfahren. Mehrere Klientinnen und Nähzirkel boten bereits an, Mundschutz für die Hebammen zu nähen. Doch auch die "richtige Schutzkleidung" fehle, so Hahn-Schaffarczyk.

Hebammen seien lange Zeit nicht im Visier der Politik gewesen, sie kämen nur sehr schwer an Schutzkleidung ran. Die Betreuung einer positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Frau wäre daher "sehr schwierig". Bis Donnerstag sei ihr nicht bekannt gewesen, dass eine Schwangere in Sachsen an Covid-19 erkrankt sei, sagte Hahn-Schaffarczyk. Ihrer Einschätzung nach ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist.

UPDATE, 30. März, 7.20 Uhr: So verändert Corona die Kriminalität in Sachsen

Zwar liegt das gesellschaftliche Leben aktuell flach, das Verbrechen indes schläft nie - oder vielleicht doch? Wie sich die Corona-Krise auf die Kriminalitätslage in Sachsen auswirkt, erfahrt Ihr >>> hier

UPDATE, 30. März, 6.30 Uhr: Schon über 2500 Soli-Tickets für Leipziger Clubs verkauft

In der Corona-Krise hoffen Clubs in Sachsen auf finanzielle Unterstützung. In Dresden starteten 13 Clubs eine Crowdfunding-Kampagne und hoffen auf Spenden. Ein Zusammenschluss von zehn Leipziger Clubs wirbt für sogenannte Club-Solitickets, um der Szene zu helfen (TAG24 berichtete). Zahlreiche Veranstaltungen können wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. "Wir sind durch die Bank weg von Insolvenz bedroht. Gehälter, Mieten und sonstige laufende Kosten können nicht mehr bezahlt werden und das jeweils in einem individuellen Maß", schreiben die Leipziger Initiatoren.

Spender, die die Leipziger Clublandschaft mit 25 Euro unterstützen, sollen nach der Krise kostenlosen Eintritt in einen der Clubs bekommen. Innerhalb von vier Tagen hätten mehr als 2500 Menschen Tickets gekauft, sagte Sebastian Vogt, der die Aktion mit organisiert hat. "Bisher sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz", so Vogt - dennoch seien die Musikspielstätten weiterhin auf Spenden und Fördergelder angewiesen. Vogt kündigte an, dass die Clubs demnächst mit einer Streamingplattform die Vielfalt der Clubkultur in die Wohnzimmer bringen wollen.

UPDATE, 29. März, 20.14 Uhr: Polizei löst Familienfeiern auf

Die Regierung hatte vor dem Wochenende angesichts mehrerer Verstöße deutlich vor Nichteinhaltung der Ausgangsbeschränkungen gewarnt und die Kontrollen verstärkt. Die Befürchtungen erfüllten sich nicht, es gab nur wenige Verstöße sowie Ermahnungen. Die meisten Menschen zeigten Einsicht und Vernunft, wie die Dresdner Polizeidirektion bilanzierte. Eine landesweite Übersicht über Straftaten und Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz lag am Sonntagnachmittag nicht vor. Beamte lösten im Zuge verstärkter Kontrollen Familienfeiern, Wohnungspartys, eine Zusammenkunft von 85 Menschen in einem Park oder ein Tischtennis-Turnier auf.

UPDATE, 29. März, 16.37 Uhr: Details zum 10. Todesfall in Sachsen

Der Erzgebirgskreis verzeichnet den ersten Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine 92-jährige Frau aus dem Raum Zwönitz. Die betroffene Person war bereits vor einigen Tagen positiv auf COVID-19 getestet worden.

UPDATE, 29. März, 14 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 29. März, 8.40 Uhr: Polizei löst mehrere Corona-Partys in Halberstadt auf

Einer Meldung der "Bild"-Zeitung zufolge hat die Polizei mehrere Partys in Halberstadt aufgelöst. So sollen auf einem Parkplatz in der Kreisstadt fünf Personen angetroffen worden sein, die grillten und Alkohol tranken. 

In einer Wohnung lösten Beamte dann noch eine weitere Feier auf.

UPDATE, 28. März, 19.35 Uhr: Die aktuellen Zahlen des Abends für Sachsen

Die Zahlen vom Abend.
Die Zahlen vom Abend.  © TAG24

Immerhin ist die Zahl der Toten nicht weiter angestiegen. Aber es kamen seit gestern wieder 143 neue Fälle von Corona-Infizierten hinzu.

Am stärksten ist Dresden mit 314 Fällen betroffen. Darauf folgt Zwickau, kurz danach Leipzig mit 270 Fällen. 

UPDATE, 28. März, 14.20 Uhr: Neue Fallzahlen aus Sachsen

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UPDATE, 28. März: 10 Uhr: Kanzleramtschef geht nicht von Lockerung vor 20. April aus

Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde.

"Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen."

Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. "Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt", so Braun.

Weitere Infors dazu findet Ihr hier.

UPDATE, 28. März, 9.50 Uhr: Polizei will am Wochenende verstärkt Parks kontrollieren

Die Polizei will am Wochenende an vielen Orten in Sachsen verstärkt kontrollieren, ob die Regeln zum Eindämmen des Coronavirus eingehalten werden. "Ziel ist es, Menschenansammlungen zu unterbinden", sagte ein Polizeisprecher in Dresden am Samstagmorgen. Die Beamten wollen vor allem in Naherholungsgebieten wie der Sächsischen Schweiz, aber auch in Parks und anderen beliebten Aufenthaltsorten unterwegs sein.

Auch in Chemnitz und Leipzig soll es laut Polizei Kontrollen geben. Bereits in den vergangenen Tagen waren Beamte und Mitarbeiter des Ordnungsamts im Einsatz, so ein Polizeisprecher in Chemnitz. Wie viele Verstöße es gab, konnte er nicht sagen.

Laut Deutschem Wetterdienst wird in Sachsen am Wochenende sonniges Frühlingswetter mit zweistelligen Temperaturen erwartet.

UPDATE, 28. März, 8.45 Uhr: Bäcker müssen Türen offen lassen

Nicht nur in Chemnitz, sondern auch in Leipzig halten die Bäcker während der Öffnungszeiten ihre Türen nun permanent geöffnet. Der Grund dafür ist in der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen vom 20. März zu finden. Darin steht: "Ein- und Ausgangstüren sind, sofern nicht automatisiert, offenzuhalten und nicht durch die Kunden zu betätigen."

Durch das Offenbleiben soll also verhindert werden, dass Kunden die Türklinke berühren und sich so im schlimmsten Fall vielleicht sogar das Virus weiter ausbreitet.

In Chemnitz kontrolliert das Ordnungsamt sogar die Regelung (TAG24 berichtete).

Die Türen der Bäckerei sind geöffnet.
Die Türen der Bäckerei sind geöffnet.  © Alexander Bischoff

UPDATE, 27. März, 20.55 Uhr: Erste Tests im Abstrichzentrum des abgeriegelten Jessen

In Jessen hat das Abstrichzentrum die Arbeit aufgenommen.
In Jessen hat das Abstrichzentrum die Arbeit aufgenommen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Im wegen eines Corona-Ausbruchs abgeriegelten Bereich der Kleinstadt Jessen (Landkreis Wittenberg) hat am Freitagmorgen ein Abstrichzentrum die Arbeit aufgenommen. Das in einer Mehrzweckhalle eingerichtete Testzentrum sei ausschließlich den rund 8000 unter Quarantäne stehenden Einwohnern der Ortsteile Jessen und Schweinitz vorbehalten, sagte Landkreis-Sprecher Ronald Gauert am Freitag.

Getestet werden aber weiterhin ausschließlich Verdachtsfälle. Nur der Fachdienst Gesundheit des Gesundheitsamtes oder der Hausarzt könne einen Test in die Wege leiten, betonte Gauert. Weiterhin gebe es einige Jessener, die mit den Maßnahmen nicht einverstanden seien. So würden im Landkreis noch immer zahlreiche Anträge auf Ausnahmegenehmigungen eingehen.

Am Nachmittag teilte der Landkreis jedoch mit, bis auf wenige Ausnahmen würden die Einschränkungen von den Einwohnern beider Ortsteile befolgt. "Es wird eingeschätzt, dass die Ziele der Allgemeinverfügung und der damit verbundenen Maßnahmen in den beiden Ortteilen wie im Kreisgebiet weitestgehend verinnerlicht werden." Polizei, Ordnungsbehörden und der Fachdienst Gesundheit gingen Verstößen nach.

Jessen-Jessen und Jessen-Schweinitz sind seit Donnerstagmorgen von der Außenwelt abgeriegelt, nachdem in den beiden Ortsteilen binnen kurzer Zeit 41 Menschen an Covid-19 erkrankt waren. Am Freitagnachmittag lag die Zahl der Infizierten im gesamten Landkreis Wittenberg den Angaben zufolge bei 62, fünf von ihnen seien im Krankenhaus. Im Jessener Pflegeheim sei die Zahl der Corona-Erkrankungen in den vergangenen beiden Tagen bei elf Bewohnern und fünf Mitarbeitern konstant geblieben. Drei Bewohner seien weiter zur Beobachtung im Krankenhaus.

UPDATE, 27. März, 19 Uhr: Wenige neue Fälle in den letzten Stunden

Innerhalb der letzten Stunden sind nur wenige weitere positive Corona-Patienten innerhalb Sachsens dazugekommen.

OB Burkhard Jung (62, SPD) sieht einen leichten Rückgang in den Infektionszahlen und kann ganz vorsichtig Grund zur Hoffnung machen. 

Die traurigen Plätze 1 bis 3 belegen weiterhin Dresden (287), der Landkreis Zwickau (267) und Leipzig (250). 

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(Grafik)  © TAG24

UPDATE, 27. März, 18 Uhr: Sachsens Kliniken gut vorbereitet für Behandlung Schwerkranker

Nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) verfügt der Freistaat über eine großen Bettenkapazität zur Behandlung Corona-Erkrankter. 

14.471 der insgesamt rund 26.000 sächsischen Krankenhausbetten stehen zur Versorgung mit COVID-19 erkrankten Patienten zur Verfügung. Davon sind zum jetzigen Stand 5325 Betten frei

"Für die Behandlung schwerer klinischer Krankheitsverläufe stehen ca. 1422 Betten auf Intensivstationen zur Verfügung. Davon sind 1173 mit Beatmungsgeräten ausgestattet", so ein Sprecher. Aktuell werden in sächsischen Krankenhäusern 222 COVID-19-Patienten behandelt. Davon liegen 32 Patienten auf Intensivstationen

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(Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

UPDATE, 27. März, 16.55 Uhr: Halles Oberbürgermeister sieht "keinen Grund zur Entwarnung"

Der Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand (parteilos), sieht derzeit keine Möglichkeit, die Corona-Maßnahmen zu lockern. "Zur Entwarnung gibt es keinen Grund", sagte er am Freitag in Halle. 

Der Ausbruch der Corona-Pandemie stehe in Deutschland erst am Anfang. "Ich bitte Sie eindringlich, helfen Sie uns, den Stillstand zu bewahren", appellierte das Stadtoberhaupt an die Bevölkerung. Wenn die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu früh gelockert werden, könnte das Virus "mit voller Wucht" zurückkommen, so der Oberbürgermeister. Erst nach Ostern könne eine erste Bilanz gezogen werden.

Insgesamt seien in der Stadt mittlerweile 113 Infektionsfälle gemeldet, damit ist die Zahl um neun Fälle im Vergleich zum Vortag gestiegen. "In den Kliniken der Stadt steigt die Zahl der Covid-19-Patienten täglich", sagte Wiegand. Aktuell befänden sich 22 Menschen in stationärer Behandlung. Dies sei eine Steigerung von sechs Patienten beziehungsweise 37 Prozent innerhalb eines Tages. 

Die Schutzausrüstung in den Krankenhäusern Halles reicht den Angaben zufolge noch für zehn Tage.

Halles OB Bernd Wiegand.
Halles OB Bernd Wiegand.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 27. März, 16.25 Uhr: OB Burkhard Jung verschickt Briefe an Senioren Ü65

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) will sich in Briefen gezielt an die Senioren der Stadt wenden. 

"Bleiben Sie, so oft es geht, zu Hause", appelliert Jung in dem Brief, der am Montag an alle Leipziger über 65 Jahre verschickt werden soll, wie die Stadt am Freitag mitteilte.

Er wende sich vor allem an die älteren Bürger, weil sie häufiger schwer am neuartigen Coronavirus erkrankten, so Jung. "Mir liegt persönlich viel daran, dass die Bekämpfung des Virus, der uns gerade trennt, uns als Gemeinschaft wieder stärker zusammenrücken lässt", so der Leipziger Stadtchef. 

Bis Ostern werde man genauer wissen, wie die Gesellschaft von den "starken Einschränkungen wieder zu einem neuen Alltag zurückfinden" wird.

Burkhard Jung (62, SPD)
Burkhard Jung (62, SPD)  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

UPDATE, 27. März, 16 Uhr: Kfz-Zulassung vereinfacht Vorgänge

Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Krise vereinfacht die Leipziger Kfz-Zulassungsbehörde zur Verringerung des Ansteckungsrisikos einige Vorgänge. 

"Ab sofort können die Beantragung der Außerbetriebsetzung eines in Leipzig zugelassenen Fahrzeugs, die Umschreibung eines innerhalb Deutschlands zugelassenen Fahrzeugs mit Halterwechsel unter Beibehaltung des Kennzeichens sowie die Verlängerung von roten 06er Händlerkennzeichen ohne persönliche Vorsprache erfolgen", so das Ordnungsamt. 

Weitere Infos zu den vereinfachten Vorgängen erhaltet Ihr >>>hier sowie unter Tel. (0341)123-8476, -8452 sowie per Mail an zulassung@leipzig.de.

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(Symbolbild)  © David-Wolfgang Ebener/dpa

UPDATE, 27. März, 15.18 Uhr: Schnelle Umsetzung des milliardenschweren Hilfspakets gefordert

Das Leipziger Handwerk hat eine schnelle Umsetzung des milliardenschweren Bundes-Hilfspakets zur Bewältigung der Corona-Krise gefordert. 

Damit die Unterstützung rechtzeitig bei den Unternehmen ankomme, um einen Exodus vieler kleiner und mittlerer Betriebe zu verhindern, müsse aufs Tempo gedrückt werden, teilte die Handwerkskammer am Freitag mit. So wenig Bürokratie wie vertretbar müsse jetzt die Devise bei allen Verwaltungen und Banken sein. Die Auszahlung der Zuschüsse und Kredite müsse in den nächsten Tagen erfolgen. Es gehe darum, die Grundversorgung mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen, aber auch die Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern.

Der Bundesrat hatte am Freitag ein milliardenschweres Maßnahmepaket zur Bewältigung der Corona-Krise auf den Weg gebracht (TAG24 berichtete).

Leere Straßen in Leipzig.
Leere Straßen in Leipzig.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

UPDATE, 27. März, 14.50 Uhr: Touristische Ausflüge nach Sachsen-Anhalt haben Konsequenzen

Die Polizeiinspektion Magdeburg weist am Freitagnachmittag darauf hin, dass auf Grundlage der Eindämmungsverordnung touristische Reisen und Ausflüge nach Sachsen-Anhalt nicht gestattet sind. 

"Die Polizei kontrolliert gemeinsam mit den Gefahrenabwehrbehörden in touristischen Gebieten und wird bei entsprechenden Feststellungen Platzverweise erteilen und gegebenenfalls eine strafrechtliche Verfolgung einleiten", so ein Sprecher.

UPDATE, 27. März, 14.45 Uhr: Reiserückkehrer, begebt Euch in Quarantäne!

Durch das durchs Auswärts Amt derzeitig durchführte Rückholprogramm werden Hunderte Urlauber zurück nach Deutschland geflogen. Das Gesundheitsamt Leipzig appelliert an diese Personen, sich unbedingt 14 Tage in freiwillige Quarantäne zu begeben.

Dies bedeutet, dass die Wohnung nicht verlassen werden darf und man auch keinen direkten/physischen Kontakt zu Menschen außerhalb der eigenen Wohnung/des eigenen Hauses haben soll. 

Zudem werden Arbeitnehmer gebeten, sich nach der Reise bei ihrem Arbeitgeber zu melden, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Sollten sich bei Rückkehrern Symptome einer Atemwegserkrankung mit oder ohne Fieber zeigen, meldet Euch bitte umgehend bei Eurem Hausarzt. Sollte dieser nicht erreichbar sein, dann bitte beim Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst, Tel.: 116117.

Reiserückkehrer können sich zudem auch an die Corona-Hotline der Stadt Leipzig unter (0341)1230 wenden. 

Reiserückkehrer sollen sich bitte in freiwillige 14-tägige Quarantäne begeben.
Reiserückkehrer sollen sich bitte in freiwillige 14-tägige Quarantäne begeben.  © Andreas Arnold/dpa

UPDATE, 27. März, 14.35 Uhr: Neuntes Todesopfer in Sachsen

Die Corona-Pandemie hat ihr neuntes Todesopfer in Sachsen gefordert. Im Vogtlandkreis ist ein infizierter Patient verstorben. 

Insgesamt wurden jetzt 1569 Fälle übermittelt, 26 gelten als geheilt. 

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UPDATE, 27. März, 13.40 Uhr: Online-Angebot der Bibliotheken während Schließzeit umsonst

Aktuell haben die Leipziger Städtischen Bibliotheken wegen der Ausbreitung des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen. Trotzdem können die Besucher nun kostenlos auf die Online-Angebote der Bibliotheken zugreifen. Darunter fallen rund 28.000 e-Medien, mehrere Lernplattformen für Kinder, Pressreader sowie Filme. Einzig eine Anmeldung unter der stadtbib@leipzig.de ist dazu erforderlich. Das Angebot gilt vorerst bis zum 20. April. 

UPDATE, 27. März, 13.30 Uhr: Parkplätze an Ausflugsorten werden geschlossen

Wie bereits am Donnerstag angekündigt werden am Freitag die öffentlichen Parkplätze einiger wichtiger Ausflugsorte geschlossen und für den Verkehr gesperrt. Davon betroffen sind die Parkmöglichkeiten am Elsterstausee, am Auensee und am Wildpark, außerdem Teile des Parkplatz Cospuden. Die Sperrungen sollen dazu beitragen, dass die Erholungsgebiete nicht aus dem gesamten Stadtgebiet und der Region als Ausflugsziele angefahren werden und sollen erstmal die die Dauer der Allgemeinverfügung bis zum 6. April 2020 andauern. 

Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass die Leipziger sich nun an den beliebten Ausflugszielen sammeln.
Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass die Leipziger sich nun an den beliebten Ausflugszielen sammeln.

UPDATE, 27. März, 13.15 Uhr: Kita-Elternbeiträge für Notbetreuung werden erstattet

Eltern, deren Kinder aufgrund der Allgemeinverfügung derzeit nicht in einer Kita betreut werden können, erhalten ihre gezahlten Elternbeiträge zurück. Das teilte das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule am Freitag mit. Die Erstattung gelte auch für Familien, deren Kinder in der Notbetreuung sind. Die Stadt Leipzig rechne damit, dass der Freistaat Sachsen die dadurch entstehenden finanziellen Belastungen ausgleichen wird, heißt es in einer Mitteilung. Die Erstattungen gelten vorerst bis zum 17. April. 

UPDATE, 27. März, 13 Uhr: Neue Zahlen für Sachsen

Nach aktuellem Stand ist die Anzahl der infizierten Leipziger auf 227 angestiegen. Das sind neun Fälle mehr als noch am Vortag. Sachsenweit sind es schon mittlerweile 1502 Infizierte und acht Todesfälle. Vor allem in Dresden und Zwickau haben die Fallzahlen rapide zugenommen. 

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UPDATE, 27. März, 11.30 Uhr: Stadt startet Informationskampagne

Die Stadt Leipzig hat eine neue Informationskampagne zum Thema Coronavirus gestartet. Das teilte das Referat Kommunikation am Freitag mit. Bestandteil der Kampagne sind 3400 Plakate, die seit Mittwoch an 1700 Standorten in Leipzig aufgehängt worden sind. 

Die drei Motive mit Slogans wie "Zeig deine Verbundenheit - mit Abstand!", "Jeder Abstand zählt" und "Teilt Stories, nicht Corona!" sollen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen und sie dazu auffordern, ihre Verantwortung bei der Eindämmung des Coronavirus wahrzunehmen. Deshalb sind die Plakate vor allem in zentralen Parkanlagen, Skaterparks oder der Umgebung von Jugendzentren angebracht. 

Für die Plakat-Aktion nimmt die Stadt rund 20.000 € in die Hand. Am kommenden Dienstag sollen noch weitere Motive dazukommen. 

In Leipzig hängen überall die markanten Plakate.
In Leipzig hängen überall die markanten Plakate.  © Christian Grube

UPDATE, 27. März, 11 Uhr: Präsident der Halleschen FC ist nicht mehr mit Corona infiziert

Der Präsident des Halleschen FC, Jens Rauschenbach, ist nicht mehr mit dem Coronavirus infiziert. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, habe der 50-Jährige am Donnerstag einen negativen Befund eines erneuten Tests bekommen. "Ich bin erleichtert", sagte Rauschenbach. Der Unternehmer hatte sich Anfang März auf einer Österreich-Reise mit dem Coronavirus infiziert.

Finanziell könnte der HFC relativ glimpflich aus der vorerst bis 30. April andauernden Spielpause kommen. Stadionmiete zahlt der Club momentan nicht, da die Stadt Halle Sportstätten gesperrt hat. Zudem haben alle Mitarbeiter und Spieler den individuellen Kurzarbeitsvereinbarungen zugestimmt, und von Sponsoren und Dauerkarteninhabern habe Rauschenbach ebenfalls positive Rückmeldungen bekommen.

Der 50-Jährige war Anfang März positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Der 50-Jährige war Anfang März positiv auf das Coronavirus getestet worden.  © Picture Point

UPDATE, 27. März, 10.45 Uhr: Corona-Fall in Zentraler Anlaufstelle für Asylbewerber

In der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt herrscht Quarantäne.
In der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt herrscht Quarantäne.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen-Anhalts Zentraler Anlaufstelle für Asylbewerber gibt es einen Corona-Fall - deshalb steht die Einrichtung in Halberstadt von sofort an für zwei Wochen unter Quarantäne. Es seien 848 Bewohner von den Maßnahmen betroffen, teilte das Landesverwaltungsamt am Freitag in Halle mit. "Verpflegung und Versorgung ist gesichert", sagte eine Sprecherin. Neuzugänge, von denen es derzeit nur wenige gebe, würden an anderen Orten untergebracht.

Die positiv getestete Person befinde sich derzeit in Halle in Quarantäne, hieß es weiter. Dabei gehe es um einen 27-Jährigen, der seit 18 Monaten in Sachsen-Anhalt sei. Zudem seien 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Quarantänemaßnahmen betroffen.

UPDATE, 27. März, 10.15 Uhr: Tipps von der Feuerwehr Leipzig

Auf Twitter hat die Leipziger Feuerwehr noch einmal wichtige Informationen zum Thema Corona zusammengefasst. In drei Grafiken zeigen die Einsatzkräfte anschaulich, bei welchen Symptomen man aufmerksam werden sollte und an wen man sich bei Fragen zum Thema COVID19 wenden kann. Alle Infos könnt Ihr >>> hier nachlesen. 

UPDATE, 27. März, 9 Uhr: Kanupark Markkleeberg sagt Veranstaltungen ab

Auch der Kanupark Markkleeberg muss im Zuge der Coronakrise einige kommende Veranstaltungen aus seinem Kalender streichen: Darunter fällt das Weltranglistenrennen im Kanu-Slalom im April, die Em-Qualifikation im Mai und das XXL-Paddelfestival. Ob Alternativtermine zu realisieren sind, wird zu einem späteren Zeitpunkt geprüft, teilte der Kanupark mit. 

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(Symbolbild)  © Peter Endig/dpa

UPDATE, 27. März, 6.30 Uhr: LVB schränkt öffentlichen Nahverkehr weiter ein

Auch Leipzigs Busse sollen sich ab Montag an den eingeschränkten Fahrplan der Leipziger Verkehrsbetriebe anpassen. Das geht aus einem Bericht der LVZ hervor. Ab Montag, dem 30. März, werden die Busse wie schon die Straßenbahnen nur noch im 15-Minuten-Takt fahren. Schulbusse fallen komplett aus. Insgesamt habe sich das Aufkommen in Bussen und Bahnen bereits um 75 Prozent verringert

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(Symbolbild)  © (c) Ralf Seegers

UPDATE, 26. März, 22 Uhr: Fallzahlen aus Sachsen

Stand Donnerstagabend gibt es im Freistaat 1393 übermittelte Coronavirus-Fälle, von denen mindestens 21 als geheilt gelten (hier besteht allerdings keine Meldepflicht). Acht Tote im Zusammenhang mit dem Virus gibt es bislang. 

Es bleibt dabei: Auf den ersten drei Plätzen der am meisten betroffenen Regionen sind der Landkreis Zwickau (244 Fälle), gefolgt von den Städten Dresden (239) und Leipzig (218). 

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UPDATE, 26. März, 21.20 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Deutschland, Europa und der Welt

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Die größten Sprünge in Sachen Neuinfektionen macht aktuell die USA.
Die größten Sprünge in Sachen Neuinfektionen macht aktuell die USA.  © TAG24
Während die Infektionszahlen in China mittlerweile leicht rückläufig sind, steigen sie außerhalb des Corona-Herkunftslandes weiter an.
Während die Infektionszahlen in China mittlerweile leicht rückläufig sind, steigen sie außerhalb des Corona-Herkunftslandes weiter an.  © TAG24

UPDATE, 26. März, 21 Uhr: Zweiter Todesfall in Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es einen weiteren Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. 

Eine 88-Jährige, bei der auch eine Infektion nachgewiesen wurde, ist gestorben, wie der Landkreis Stendal am Donnerstag bestätigte. Das Virus sei aber nicht ursächlich für den Tod gewesen, sondern eine Vorerkrankung, hieß es. Nach Angaben des Sozialministeriums handelt es sich bei der Toten um eine Bewohnerin eines Seniorenheims im Landkreis Stendal.

Wie der Landkreis weiter mitteilte, wurde die Frau mit akuten Beschwerden am Mittwoch ins Krankenhaus eingeliefert. "Die Patientin aus dem Seniorenheim ist wenig später nach ihrer Einlieferung an inneren Blutungen verstorben." Seit Mittwoch sei das gesamte Seniorenheim unter Quarantäne.

Am Montag war bereits ein ähnlicher Fall in Halle bekannt geworden. Eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, war am Samstag gestorben. Unterdessen stieg die Zahl der bestätigten Infektionen auf 500 (Stand: Donnerstag, 15.20 Uhr), wie aus Zahlen des Sozialministeriums hervorgeht. Zurzeit seien 47 Menschen im Krankenhaus, davon sei bei 10 Personen ein schwerer Verlauf festgestellt worden.

UPDATE, 26. März, 20.50 Uhr: Erfolgreicher DJ-Livestream soll auch auf Leipzig ausgeweitet werden

Der tägliche Livestream mit DJ-Sets aus den wegen der Corona-Krise geschlossenen Berliner Clubs soll angesichts des Erfolges über die Hauptstadt hinaus ausgeweitet werden. 

Von der kommenden Woche an wollen sich auch Clubs etwa aus Hamburg, München, Leipzig, Wien oder Amsterdam an #UnitedWeStream beteiligen, wie der Sprecher der Clubcommission, Lutz Leichsenring, der dpa sagte.

Nach der ersten Woche der Streams sprach Leichsenring von mehr als drei Millionen Unique-Usern auf der Seite. Das Feedback sei sehr groß gewesen, es gebe Nachrichten aus der ganzen Welt. An der Geldsammlung beteiligten sich bisher knapp zehntausend Menschen, die bisher mehr als eine viertel Million Euro für die Clubs spendeten. Ein Teil davon ist auch als Flüchtlingshilfe vorgesehen.

An den ersten Tagen beteiligten sich zahlreiche DJs mit ihren Sets aus Clubs wie "Watergate", "Tresor", "Alte Münze", "Kater Blau", "Griesmühle" oder "Wilde Renate" an den Übertragungen, die täglich um 19 Uhr beginnen. Das international gefeierte Szene-Flaggschiff "Berghain" hat ebenfalls seine Mitwirkung angekündigt.

(Symbolbild)
(Symbolbild)  © Unsplash/Erik Mclean

UPDATE, 26. März, 19.50 Uhr: Sächsisches Rechtsanwalts-Trio will gegen Ausgangssperren klagen

Corona-Prozess gegen den Freistaat: Drei Rechtsanwälte aus Leipzig und Dresden werden am Freitag Klagen einreichen gegen die Allgemeinverfügung in Sachsen.

Was dahinter steckt und wie sie selbst ihre Erfolgsaussichten sehen, lest Ihr >>>hier

UPDATE, 26. März, 17 Uhr: Kein Rückgang bei Einsätzen gegen Menschenversammlungen

Die Polizeidirektion Leipzig hat auch mehrere Tage nach Einführung der umfassenden Kontaktverbote weiterhin Dutzende Einsätze täglich zu verzeichnen - egal ob Partys in Wohnungen oder Gartenlauben oder einem Umtrunk im Dönerimbiss.

Die Zusammenfassung der aktuellsten Einsätze findet Ihr ausführlich >>>hier

Einige Menschen scheinen den Ernst der Lage nicht zu verstehen.
Einige Menschen scheinen den Ernst der Lage nicht zu verstehen.  © dpa/Jan Woitas

UPDATE, 26. März, 15.45 Uhr: Sächsische Gefängnis-Insassen nähen Corona-Schutzmasken

Insassen der Gefängnisse in Chemnitz und Torgau unterstützen das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei mit der Herstellung von Schutzmasken gegen das Coronavirus. 

Mehr Infos dazu >>>hier

Die Näherei der JVA Torgau
Die Näherei der JVA Torgau  © JVA Torgau

UPDATE, 26. März, 15.25 Uhr: Aktuelle Zahlen aus dem Freistaat

Mit Stand 15.15 Uhr wurden folgende Zahlen (siehe Grafik) aus den Städten und Landkreisen übermittelt. 

Der Landkreis Zwickau ist mit jetzt 244 Infizierten und drei Todesfällen trauriger Spitzenreiter, gefolgt von Dresden (239 Infizierte, 2 Tote) und der Stadt Leipzig (218 Infizierte, keine Toten). 

Insgesamt sind 1364 Fälle zu verzeichnen, acht Tote zu beklagen und 21 Heilungen übermittelt wurde. Für letztere besteht aber keine Meldepflicht, es könnte also durchaus schon mehr Heilungen geben.

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(Grafik)  © TAG24

UPDATE, 26. März, 14.30 Uhr: Anhaltische Philharmonie probt im Home Office

Die Not macht erfinderisch und auch eine Philharmonie muss trotz Coronavirus ja irgendwie zum Proben kommen. Über Video-Chat kommen die Musiker so zusammen und lassen auch ihre Fans zum Trost über YouTube an ihren Spielkünsten teilhaben. Auf dem YouTube Kanal der Anhaltischen Philharmonie kann man sich zum Beispiel die Irischen Segenswünsche der Trompeter anhören. 

UPDATE, 26. März, 14.15 Uhr: Scharfe Kritik an Schließung der Wochenmärkte

Der sächsische Landesbauernverband hat die Schließung der Wochenmärkte im Freistaat scharf kritisiert. 

"Die Maßnahme ist eine Katastrophe und es ist nicht nachvollziehbar, warum Sachsen als einziges Bundesland eine solche Anordnung erlässt", sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Uhlemann am Donnerstag der dpa. 

Zum einen käme die frische Ware direkt aus der Region. Zum anderen sei die Ansteckungsgefahr im Freien nicht größer als in Supermärkten. Auch auf Wochenmärkten könnten die Desinfektionsregeln eingehalten und Abstandsvorgaben zwischen den Kunden so gar noch günstiger gestaltet werden.

Außerdem stellten Wochenmärkte gerade im ländlichen Raum für viele Menschen ein unverzichtbares Angebot zur Versorgung mit Lebensmitteln dar, so Uhlemann. Sein Verband und der Landesfischereiverband haben sich mit einem Brief an Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gewandt und gebeten, die Regelung noch einmal zu überprüfen und zurückzunehmen, sagte der Hauptgeschäftsführer.

Bereits am Vortag hatte es Kritik zu der Verfügung des Freistaates von Mitte der Woche gegeben, so vom Handwerk.

Der Leipziger Markt.
Der Leipziger Markt.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 26. März, 14.10 Uhr: Rückerstattung von Kita-Elternbeiträgen

Die gezahlten Elternbeiträge werden allen Eltern und Personensorgeberechtigten, deren Kinder aufgrund der Allgemeinverfügung aktuell nicht in der Kita betreut werden, erstattet.

"Die Erstattung der Elternbeiträge betrifft Kitas, die im Bedarfsplan der Stadt Leipzig enthalten sind, und gilt für den Zeitraum der Allgemeinverfügung bis einschließlich 17. April 2020", so das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule. 

Details zum Verfahren werden demnach in Kürze mitgeteilt. Die Stadt Leipzig rechnet mit einer Ausgleichszahlung durch den Freistaat Sachsen. 

UPDATE, 26. März, 13.15 Uhr: Leipzig will am Wochenende Parkplätze an Naherholungsgebieten sperren

Damit am Wochenende nicht alle Leipziger an den gleichen Orten spazieren gehen, will die Stadt Parkplätze an Naherholungsgebieten sperren. "Das ist ein Instrument, um Ströme zu steuern", sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg am Donnerstag in Leipzig. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie dürfen Menschen in Sachsen seit Montag nur noch mit dem Partner oder der Familie sowie mit einem triftigem Grund an die frische Luft. "Rausgehen ist okay, Bewegung ist okay, Aufenthalt ist nicht okay", sagte Hasberg.

Insgesamt würden die Ausgangsbeschränkungen von den Leipzigern sehr gut eingehalten, so Hasberg - es gebe nur sehr vereinzelt Restaurants und Geschäfte, die trotz des Verbots öffneten.

Die Stadt geht davon aus, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Bevölkerung noch bis in den Spätherbst begleiten werden. In Leipzig waren Stand Donnerstagmittag 218 Menschen positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Die Fallzahl verdopple sich etwa alle vier Tage, sagte Hasberg. Der Zustand der vier Patienten, die aus Italien nach Leipzig geflogen worden waren, sei "nicht einfach". Sie würden derzeit am Universitätsklinikum und Herzzentrum behandelt.

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(Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

UPDATE, 26. März, 13 Uhr: Polizeikontrollen am Cospudener See

Wie in einem MDR-Beitrag zu sehen ist, fanden am Mittwoch großflächig Personenkontrollen am Cospudener See statt. Inline-Skater, Spaziergänger und Fahrradfahrer wurden angehalten und überprüft, ob diese sich nicht weiter als fünf Kilometer von ihrem Haus entfernt aufhalten. "Wenn jeder einzelne zum Spazierengehen an den See kommt, dann sind das tausende Leute und das ist auch nicht im Sinne der Allgemeinverfügung", so Polizeisprecher Olaf Hoppe im Beitrag. 

Am Montagabend ordnete die Polizei Sachsen die Kontrollen am Cospudener See noch einmal ein. "Eine Beschränkung von fünf Kilometern rund um die Wohnanschrift für Sport/Spaziergänge besteht nicht", hieß es seitens der Behörde. 

UPDATE, 26. März, 11 Uhr: Traditioneller Aufgalopp im Scheibenholz ist abgesagt

Die traditionelle Auftaktveranstaltung am 1. Mai auf der Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Die Entscheidung sei alternativlos gewesen, sie schmerze aber sehr, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

Die Veranstaltung wurde alternativlos abgesagt.
Die Veranstaltung wurde alternativlos abgesagt.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 26. März, 9.30 Uhr: Sitzen auf Parkbank durch Allgemeinverfügung verboten?

Die durch den Freistaat erlassene Allgemeinverfügung wirft bei der Bevölkerung einige Fragen auf. Am Mittwoch bestreifte ein Polizeiwagen mit Lautsprechern den Lene-Voigt-Park in Leipzig-Reudnitz. 

Dieser informierte Spaziergänger noch einmal über einige der Allgemeinverfügung entsprechende Regeln. So sei es zum Beispiel zwar erlaubt, Sport zu treiben oder Spazieren zu gehen. Das Verweilen an einem Ort oder Sitzen auf einer Parkbank jedoch sei untersagt

Auf Twitter führt das zu Verwirrung. "Also nur solchen Sport machen, bei dem man keine Pause braucht. Aber Stehenbleiben ist noch möglich, oder?", schreibt zum Beispiel ein User unter ein ähnliches Video. 

UPDATE, 26. März, 8.15 Uhr: Erste Mannschaft der BSG Chemie Leipzig verzichtet auf Bezüge

Wie die BSG Chemie Leipzig auf Facebook mitteilte, wird die komplette erste Mannschaft des Vereins ab sofort auf ihre persönlichen Bezüge verzichten, um die BSG in der akuten Lage finanziell zu unterstützen. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Mannschaftsrat und Vereinsgremien gefallen. 

"Für manche Spieler bedeutet dies, an die Grenze des finanziell Machbaren zu gehen. Das ist verdammt stark. Wir als Mannschaft möchten gleichsam wie so viele Mitglieder, Fans und Unterstützer einen Beitrag für die BSG in der Krise leisten", sagt Stefan Karau vom Mannschaftsrat.

Aktuell ist der Spielbetrieb wie auch das Mannschaftstraining auf Eis gelegt. Die Spieler müssen sich daher bis auf weiteres individuell zuhause fit halten. 

UPDATE, 26. März, 7 Uhr: Zwei Ortsteile in Jessen unter Quarantäne wegen Corona-Ausbruch

Wegen der hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten sind zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) von der Außenwelt abgeschirmt: Jessen und Schweinitz stehen unter Quarantäne. Seit diesem Donnerstagmorgen, 7 Uhr, kontrollieren Feuerwehrleute und Polizisten die Zufahrtsstraßen, wie der Sprecher des Landkreises Wittenberg am frühen Morgen bestätigte. Insgesamt seien etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort.

Der Landkreis hatte am Mittwochabend mitgeteilt, der Landrat habe eine Allgemeinverfügung zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 erlassen. Dem Sprecher zufolge sind von der Regelung rund 8000 Einwohner betroffen. Anlass für die Maßnahmen ist ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Von 16 Infizierten mussten bereits drei ins Krankenhaus gebracht werden.

Personen ist der Zutritt oder die Zufahrt zu den gesperrten Ortsteilen laut der Mitteilung nur gestattet, wenn sie dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben und sich unverzüglich in die häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen sollen gelten für "Personen, die Maßnahmen der medizinisch indizierten Pflege wahrnehmen, Rettungsdienste, ärztliche Hausbesuche" sowie Mitarbeiter bestimmter lokaler Unternehmen. "Das Haus verlassen darf man, um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen", sagte der Sprecher. Die Quarantäne ist bis zum 10. April angekündigt.

Zwei Stadtteile der Stadt Dessen sind komplett von der Außenwelt abgeschirmt.
Zwei Stadtteile der Stadt Dessen sind komplett von der Außenwelt abgeschirmt.  © Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

UPDATE, 26. März, 6 Uhr: Rührende Geste von Leipziger Restaurant

Auch das Restaurant "HUWA" im Leipziger Barfußgässchen ist von der Allgemeinverfügung des Freistaats betroffen und kann seine Speisen und Getränke nur noch eingeschränkt verkaufen. Trotzdem haben sich die Betreiber entschlossen, etwas Gutes zu tun. 

"Unsere Speisen möchten wir gern all denen kostenfrei anbieten, die nicht zu Hause bleiben können und die mit ihren Einsatz und Engagement dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft weiterhin funktionsfähig bleibt", so das Restaurant auf Facebook. Kostenlos speisen dürfen also Fahrer von Krankentransporten und Rettungsdiensten, Pfleger im Bereich Kranken- und Altenpflege, Feuerwehr und Rettungsdienste und Verkäufer an den Supermarktkassen. 

Unterstützt wird das HUWA dabei von Partnern wie STERNAUTO Leipzig und dem Sportwagen Club e.V.. 

UPDATE, 25. März, 20.35 Uhr: Aktuelle Zahlen

Sachsen steht mittlerweile bei 1226 bestätigten Corona-Fällen, 21 davon wurden mittlerweile als geheilt übermittelt. Für Heilungen besteht aber keine Meldepflicht. 

Der Landkreis Zwickau führt das Ranking mit 221 Fällen gefolgt von Dresden (216) und Leipzig (204) an. 

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UPDATE, 25. März, 16.04 Uhr: Finanzhilfe für bedrohte Unternehmen

Die im Zuge der Corona-Pandemie existenziell bedrohten Leipziger Unternehmen und Betriebe sollen steuerlich unterstützt werden. Dies gab Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew am Mittwoch bekannt.

"Vielen Leipziger Firmen steht aufgrund der Corona-Pandemie sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals", konstatiert Bonew. "Damit wir die Liquiditätslage der Unternehmen stärken können, sind nun schnelle und unbürokratische Lösungen notwendig. Im Rahmen unserer Möglichkeiten möchten wir den Unternehmen steuerliche Erleichterungen schaffen."

Leipzigs Kämmerer hat mit Wirkung vom heutigen Mittwoch den Zahltermin 15. Mai 2020 für die Gewerbesteuer ausgesetzt. Das bedeutet, dass im Mai keine fälligen Gewerbesteuern von der Stadt abgebucht werden und auch keine Überweisungen notwendig sind. Der nächste Termin bleibt vorerst der 15. August 2020. Dafür brauchen keine individuellen Anträge gestellt werden. 

Zudem wird zur Entlastung der Hotels und Gastronomie die Gästetaxe mit Wirkung vom 18. März bis vorerst 31. Mai ausgesetzt. 

Genauere Infos dazu findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 25. März, 15.12 Uhr: Keine Besuche mehr in Sachsens Gefängnissen

Die Insassen der sächsischen Gefängnisse müssen im Zuge der Corona-Pandemie nun auf Besuch verzichten

Seit Montag dürfen auch Angehörige und andere nahestehende Personen nicht mehr in die zehn Justizvollzugsanstalten. "Besuche sind generell ausgesetzt, über Ausnahmen im Notfall etwa für Verteidiger entscheidet die Anstaltsleitung im Einzelfall", sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf Anfrage. Zudem sind Vollzugslockerungen wie Ausgänge ausgesetzt.

Bei Neuzugängen werde Fieber gemessen und nach Kontakt zu Infizierten und Aufenthalt in Risikogebieten gefragt. Bis Mittwochmittag gab es nach Ministeriumsangaben keinen Fall von Covid-19 unter den 3191 Inhaftierten. Gefangene würden schon bei begründetem Infektionsverdacht umgehend isoliert und dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt gemeldet.

"Die Anstalten sind geschlossene Systeme und nicht mit der Öffentlichkeit vergleichbar", sagte der Ministeriumssprecher. Auch die Gefangenen seien sensibilisiert und etwa über die Handhygiene informiert, wie auch die Bediensteten. "So bald da Infektionsverdacht besteht, bleiben sie zu Hause."

Um für den Quarantäne-Fall Platz vorzuhalten, wird die Vollstreckung von Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren in der Regel aufgeschoben, "wenn es nicht um schwerwiegende Verbrechen geht".

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(Symbolbild)  © Sebastian Willnow/dpa

UPDATE, 25. März, 14.10 Uhr: Weitere Patienten aus Italien in Leipzig gelandet

Am Flughafen Leipzig/Halle sind am Mittwochnachmittag weitere Coronavirus-Patienten aus Italien gelandet. Die Patienten sollen auf einer Intensivstation des Herzzentrums in Leipzig behandelt werden, wie Krankenhaussprecher Stefan Möslein sagte. 

"Die Kapazitäten sind momentan frei und extra dafür vorgehalten", so Möslein. Die Klinik erwartete zwei schwer kranke Menschen.

Bereits in der Nacht zum Dienstag waren zwei an Covid-19 erkrankte Patienten aus Italien eingeflogen worden. Sie werden am Universitätsklinikum Leipzig intensivmedizinisch betreut, wie Klinikumssprecher Markus Bien sagte.

Ein weiterer italienischer Patient ist in Leipzig gelandet.
Ein weiterer italienischer Patient ist in Leipzig gelandet.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild-Pool/dpa

UPDATE, 25. März, 12.20 Uhr: 400 Infizierte in Sachsen-Anhalt

Einer Meldung der "BILD" zufolge ist die Zahl der Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt mittlerweile auf 400 gestiegen. 27 Personen werden demnach stationär behandelt, bei vier von ihnen verlaufe die Krankheit schwer.

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(Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

UPDATE, 25. März, 8.30 Uhr: Corona-Infizierter bei RB gegen Tottenham

Beim Champions-League-Spiel zwischen RB Leipzig und Tottenham Hotspur soll ein Mann aus Thüringen im Publikum gesessen haben, der kurz nach dem Spiel positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das berichtet aktuell "t-online.de".

Brisant dabei: Leipzigs Stadtverwaltung soll über den Fall informiert worden, dem Ganzen jedoch nicht nachgegangen sein. "Mit dem Wissen von heute würde man anders entscheiden", zitiert das Nachrichtenportal Stadtsprecher Matthias Hasberg.

Die Panne bedeute laut "t-online.de" nicht, dass sich andere Menschen während der Partie angesteckt haben.

Mehr Infos dazu gibt es hier.

Während des Spieles haben sich womöglich zahlreiche Besucher angesteckt.
Während des Spieles haben sich womöglich zahlreiche Besucher angesteckt.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Erstinfektion, Schulschließungen, Kontaktsperre: Eine Übersicht über alle Neuigkeiten der vergangenen Wochen lest Ihr hier. 

Titelfoto: Hendrik Schmidt dpa/lah

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