Mit Autokorso zum Völki: Warnstreik bei Stadtreinigung und Kitas in Leipzig

Leipzig - Mit einem Autokorso zum Völkerschlachtdenkmal hat in Leipzig der Warnstreik der Kitas und Horte sowie der Stadtreinigung begonnen.

Nur einen Tag nach dem 16 Stunden andauernden Streik der LVB gehen am Freitag unter anderem Leipzigs Stadtreinigung sowie viele Kindertagesstätten für mehr Geld auf die Straße.
Nur einen Tag nach dem 16 Stunden andauernden Streik der LVB gehen am Freitag unter anderem Leipzigs Stadtreinigung sowie viele Kindertagesstätten für mehr Geld auf die Straße.  © News5 / Grube

An dem Korso hätten sich etwa 130 Wagen beteiligt, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Leipzig-Nordsachsen Sebastian Viecenz am Freitagmorgen nach Beginn der Aktion.

Die Polizei machte dazu zunächst keine Angaben. Die Zahl der Teilnehmer bei der anschließenden Kundgebung vor dem Völkerschlachtdenkmal schätzte Viecenz auf etwa 500.

Die Stadt Leipzig hatte auf ihrer Internetseite den Eltern mitgeteilt, welche Kitas und Horte geschlossen bleiben und welche Einrichtungen zumindest teilweise öffnen (TAG24 berichtete).

So bleiben nach Angaben des Amtes für Jugend, Familie und Bildung 19 Kitas am Freitag komplett geschlossen. 15 Kitas bieten eine eingeschränkte Betreuung an.

Zudem kündigte die Gewerkschaft Verdi zweitägige Warnstreiks bei der Leipziger Stadtreinigung an. So müssen die Bewohner damit rechnen, dass ihre Mülltonnen in den nächsten Tagen nicht geleert werden.

Außerdem waren die Beschäftigten des städtischen Eigenbetriebes Behindertenhilfe, der Stadtverwaltung, des Landratsamtes Landkreis Leipzig und der Sparkasse sowie die Beschäftigten der Muldentalkliniken in Grimma und Wurzen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

An einem Autokorso zum Völkerschlachtdenkmal beteiligten sich etwa 130 Fahrzeuge.
An einem Autokorso zum Völkerschlachtdenkmal beteiligten sich etwa 130 Fahrzeuge.  © News5 / Grube

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Titelfoto: News5 / Grube

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