Nach Fusion mit "Flaschenpost": Durstexpress kündigt allen Beschäftigten am Standort Leipzig

Leipzig - Nachdem bekannt wurde, dass der Getränkelieferant "Durstexpress" von nun an unter dem Namen "Flaschenpost" geführt wird, folgt nun die bittere Konsequenz dieser Veränderung: Allen Leipziger Beschäftigten soll gekündigt werden.

Der Oetker-Konzern wird die beiden Getränkelieferdienste Flaschenpost und Durstexpress künftig unter dem einheitlichen Namen "Flaschenpost" führen.
Der Oetker-Konzern wird die beiden Getränkelieferdienste Flaschenpost und Durstexpress künftig unter dem einheitlichen Namen "Flaschenpost" führen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach Informationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) soll der Standort in der Messestadt komplett geschlossen werden. Das würde bis zu 450 Menschen den Job kosten.

"In dieser Woche wurden bereits die ersten Kündigungen per Bote zugestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von der Nachricht kalt erwischt", so Jörg Most, der Geschäftsführer der NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau.

Die klare Forderung des Gewerkschafters: Der Oetker-Konzern, zu dem Durstexpress gehört, soll die Kündigung sofort unwirksam machen.

Der Job-Kahlschlag betrifft übrigens nicht nur den Standort in Leipzig. Nach NGG-Angaben sollen in ganz Deutschland mindestens 2300 Durstexpress-Beschäftigte gekündigt worden sein. Most nennt das einen "Angriff auf Arbeitnehmerrechte".

Um für den Erhalt der Jobs und fairere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren, soll am morgigen Donnerstag um 10 Uhr ein Fahrradkorso stattfinden. Startpunkt ist das Leipziger Flaschenpost-Zentrallager in der Pelzgasse 1-3.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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