Nach Leipzig-Krawallen wird gegen 52 Verdächtige ermittelt

Leipzig - Nach den Krawallen vergangene Woche in Leipzig hat die Polizei Strafverfahren gegen 52 Verdächtige eingeleitet. Besonders schwer wiegt eine Laser-Attacke auf einen Polizeihubschrauber.

Randale am Donnerstag: Im Eisenbahnstraßen-Kiez kommt es nach der Räumung eines besetzten Hauses zur ersten Gewalt-Nacht.
Randale am Donnerstag: Im Eisenbahnstraßen-Kiez kommt es nach der Räumung eines besetzten Hauses zur ersten Gewalt-Nacht.

Nach der faktischen Räumung eines besetzten Hauses an der Ludwigstraße hatte es in drei Nächten aufeinander schwere Ausschreitungen im Osten der Stadt (Donnerstag) und in Connewitz (Freitag, Samstag) gegeben (TAG24 berichtete). 

Insgesamt gehe man aktuell gegen 52 bekannte Tatverdächtige vor, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Demnach wurden 38 Ermittlungsverfahren eingeleitet - unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Brandstiftung, schweren Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. 

Hinter Letzterem verbirgt sich eine Laser-Attacke auf den Piloten eines am Samstag eingesetzten Polizeihubschraubers.

Ein schwerwiegender Angriff, da die oft aus illegalen Hochleistungslasern abgefeuerten Strahlen beim Auftreffen auf den Cockpitscheiben Streueffekte hervorrufen, die die Besatzung massiv blenden und bei Piloten für mehrere Sekunden zur sogenannten Blitzlichtblindheit bis hin zu schweren Netzhautschäden führen können.

Randale am Freitag: In Connewitz blockieren Chaoten den Straßenbahnverkehr und feuern Steine auf Polizisten.
Randale am Freitag: In Connewitz blockieren Chaoten den Straßenbahnverkehr und feuern Steine auf Polizisten.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Randale am Samstag: Erst brennen Pyro-Fackeln, dann gibt es erneut Ausschreitungen in Connewitz mit Angriffen auf die Polizei und deren Hubschrauber.
Randale am Samstag: Erst brennen Pyro-Fackeln, dann gibt es erneut Ausschreitungen in Connewitz mit Angriffen auf die Polizei und deren Hubschrauber.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren sieht das Strafgesetzbuch für solche Angriffe auf den Luftverkehr vor.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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