Nach Sperrung zweier Badeseen nahe Leipzig: Sicherungsarbeiten starten

Leipzig - Nach der Sperrung zweier Seen im Leipziger Umland wegen Rissen an den Böschungen eines verbindenden Kanals haben am Montag die Sicherungsarbeiten begonnen.

Voraussichtlich bis Ende Mai werden beide Seen gesperrt sein.
Voraussichtlich bis Ende Mai werden beide Seen gesperrt sein.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Geplant sind Spundwandriegel, die einem möglichen hydraulischen Versagen der Anlage und dem unkontrollierten Auslaufen des höher gelegenen Störmthaler Sees in den Markkleeberger See entgegenwirken.

Das teilte der Bergbausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) am Montag mit. Bis Mitte Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Der Störmthaler und der Markkleeberger See waren aus dem Braunkohletagebau entstanden und künstlich geflutet worden.

Der 850 Meter lange Störmthaler Kanal verbindet die beiden Gewässer – die betroffene 40 Meter lange Schleuse gleicht die Differenz von vier Metern bei der Wasserspiegelhöhe der Gewässer aus.

Ein kompletter Zusammenbruch hätte nach Angaben von Sachverständigen weitreichende Überschwemmungen zur Folge – in den nördlichen Stadtgebieten von Markkleeberg bis hin nach Leipzig.

Der Landkreis Leipzig hatte Ende vergangener Woche die Nutzung beider Seen bis Ende Mai untersagt. Bis dahin sind Freizeitaktivitäten auf den Seen wie Tauchen, Surfen, Segeln und Schwimmen und auch sämtliche Bootstouren verboten.

Wegen der Sperrung ist auch das für den 1. und 2. Mai geplante XXL-Paddelfestival im Kanupark Markkleeberg abgesagt worden.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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