Nach Tod von Orang-Utan-Mädchen: PETA fordert Corona-Tests für Zoo-Mitarbeiter

Leipzig - Der plötzliche Tod des kleinen Orang-Utan-Babys Rima sorgte für große Trauer im Zoo Leipzig. Als mögliche Todesursache vermutet PETA eine Corona-Infektion (TAG24 berichtete). Die Forderung der Tierrechtsorganisation an das Gesundheitsamt: Corona-Tests für die Zoo-Mitarbeiter.

Mama Pini mit Baby Rina - das kleine Affenmädchen ist leider verstorben. (Archivbild)
Mama Pini mit Baby Rina - das kleine Affenmädchen ist leider verstorben. (Archivbild)  © Zoo Leipzig

"Die Todesursache blieb ungeklärt, da die Zoo-Verantwortlichen, anders als sonst üblich, keine Obduktion durchführen ließen", wirft PETA den Verantwortlichen in einer Mitteilung vor.

Der Zoo Leipzig habe eine mögliche Corona-Infektion bei der kleinen Rima einfach ausgeschlossen. Laut PETA soll mit symptomfreien Mitarbeitern argumentiert worden sein.

Das will die Tierschutzorganisation so aber nicht gelten lassen: "Auch infizierte Menschen, die keine Symptome zeigen, können die Krankheit übertragen."

Deshalb bitte man nun das Leipziger Gesundheitsamt um Hilfe bei der Aufklärung - mit Corona-Tests bei den Zoo-Mitarbeitern.

"Die Intransparenz, mit der hier vorgegangen wurde – den Tod von Rima der Öffentlichkeit zu verschweigen und dann auch noch eine Untersuchung der Todesursache zu unterlassen – lässt große Zweifel an den Beteuerungen des Leipziger Zoos aufkommen", teilt die Yvonne Würz von PETA mit. "Wir hoffen, dass das Leipziger Gesundheitsamt nun einschreitet, um den berechtigten Verdacht einer Covid-19-Infektion im Leipziger Zoo auszuräumen – und damit auch Zoo-Mitarbeiter, Besucher und Tiere vor einer möglichen Übertragung zu schützen."

Die traurige Nachricht vom Tod der kleinen Rima war in einer Folge der MDR-Sendung "Elefant, Tiger & Co." verkündet worden. Das Orang-Utan-Baby sei so krank gewesen, dass es von einem auf den anderen Tag einfach einschlief.

Titelfoto: Zoo Leipzig

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