"Nazihools - Die längste letzte Reihe der Welt": Polizei bereitet sich auf Kundgebung in Connewitz vor

Leipzig - Unter dem Motto "Nazihools - Die längste letzte Reihe der Welt" ruft das Bündnis "Rassismus tötet" am heutigen Samstagnachmittag zur Kundgebung in Leipzig-Connewitz auf.

Am 11. Januar 2016 hatten mehrere hundert Rechtsextreme in Connewitz randaliert. (Archivbild)
Am 11. Januar 2016 hatten mehrere hundert Rechtsextreme in Connewitz randaliert. (Archivbild)  © dpa/Jan Woitas

Die Versammlung soll zwischen 14 und 16 Uhr an der Wolfgang-Heinze-Straße, Ecke Mathildenstraße stattfinden.

Beamte der Polizeidirektion Leipzig werden bei ihrem Einsatz von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt, wie die Polizei Leipzig mitteilte.

Während der Kundgebung könne es demnach zu Verkehrseinschränkungen kommen.

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Geplant ist laut Veranstalter ein "Schauspiel über die Connewitz-Prozesse".

Der Hintergrund: Am 11. Januar 2016 hatten rechtsextreme Hooligans und Neonazis in Connewitz randaliert und dabei unter anderem die Schaufenster zahlreicher Geschäfte zerstört (TAG24 berichtete).

Mit der Protest-Aktion soll offenbar die juristische Aufarbeitung der überfallartigen Krawalle kritisiert werden.

UPDATE, 14.13 Uhr: Demo startet in Connewitz

Die Demonstration hat mittlerweile auf der Wolfgang-Heinze-Straße begonnen.
Die Demonstration hat mittlerweile auf der Wolfgang-Heinze-Straße begonnen.
Ein Banner am Herderplatz weist auf die innerhalb der Polizei aufgedeckten rechten Chatgruppen hin.
Ein Banner am Herderplatz weist auf die innerhalb der Polizei aufgedeckten rechten Chatgruppen hin.

Die Demonstration hat mittlerweile begonnen. Etwa 250 Teilnehmer sollen sich zusammengefunden haben. Abstände und die weiteren Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung würden jedoch eingehalten.

UPDATE, 17.10 Uhr: Versammlung ohne Zwischenfälle beendet

Wie die Polizeidirektion Leipzig am Nachmittag mitteilte, habe die Kundgebung zunächst mit etwa 150 Personen begonnen. Im Laufe der Demonstration sei eine Personenzahl von etwa 250 erreicht worden.

Gegen 15.15 Uhr wurde die Versammlung dann offenbar vorzeitig durch die Versammlungsleiterin beendet. Zu Störungen kam es den Angaben zufolge nicht.

Titelfoto: dpa/Jan Woitas

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