Neue Allgemein-Verfügung in Leipzig: Glühwein-Verkauf verboten!

Leipzig - Seit dem 1. Dezember gelten in Sachsen die neuen und strengen Corona-Regeln (TAG24 berichtete). Nun hat auch die Stadt Leipzig eine neue Allgemeinverfügung erlassen.

Die Maskenpflicht gilt auf sämtlichen größeren Plätzen im Innenstadtbereich.
Die Maskenpflicht gilt auf sämtlichen größeren Plätzen im Innenstadtbereich.  © Silvio Bürger

Wie die Pressestelle am Dienstagnachmittag mitteilte, wurde diese ergänzend zur neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung vom 27. November erarbeitet.

Sie soll am kommenden Donnerstag in Kraft treten und bis einschließlich 28. Dezember gelten.

Das sind die neuen Regeln in der Messestadt:

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird auf ausgewiesenen Plätzen und im Innenstadtbereich von 6 bis 24 Uhr angeordnet. Dazu zählen Augustusplatz, Marktplatz, Richard-Wagner-Platz, Wilhelm-Leuschner-Platz, Willy-Brandt-Platz, Burgplatz, Kurt-Masur-Platz, Nikolaikirchhof und Thomaskirchhof.

In den genannten Bereichen ist außerdem der Konsum von Alkohol untersagt. Zudem wird im gesamten Stadtgebiet die Abgabe von Glühwein und anderen alkoholischen Heißgetränken verboten sein.

Hintergrund seien Probleme mit "Pop-up-Weihnachtsmärkten" und Verkäufen außer Haus, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg.

Zwischen 22 und 6 Uhr dürfen keine alkoholischen Getränke in Gaststätten, an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen (z.B. Spätis und Bahnhöfe) oder über Lieferdienste verkauft werden.

Keine strengen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen

Bereits in den vergangenen Wochen wurde die Maskenpflicht in der Innenstadt immer wieder kontrolliert.
Bereits in den vergangenen Wochen wurde die Maskenpflicht in der Innenstadt immer wieder kontrolliert.  © Silvio Bürger

Mit der Allgemeinverfügung wird weiterhin der Betrieb von Einrichtungen der Erwachsenenbildung untersagt. Onlineangebote bilden eine Ausnahme.

Versammlungen sind in der Regel ortsfest mit einer Teilnehmerzahl von bis zu maximal 500 Personen zulässig.

"Die Lage wird zunehmend kritisch, das Virus greift auch in Leipzig um sich und in den Kliniken arbeitet das Personal an der Grenze der Belastbarkeit. Unser Ziel bleibt es, das Infektionsgeschehen aufzuhalten und die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu senken", fasst Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung die Situation zusammen.

Auf strenge Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen will Sachsens größte Stadt aber vorerst verzichten. Die müssen laut neuer Corona-Schutzverordnung nur dann von den Kommunen verhängt werden, wenn an fünf Tagen hintereinander der Wert von 200 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner überschritten wird.

In Leipzig lag der Inzidenz-Wert zuletzt deutlich niedriger als in den anderen Kommunen und Kreisen.

Titelfoto: Silvio Bürger

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