Dutzende Corona-Einsätze: Wohnungsfete, Imbiss-Umtrunk, tagelange Grillparty  

Leipzig/Nordsachsen - Die Polizeidirektion Leipzig hat auch mehrere Tage nach Einführung der umfassenden Kontaktverbote weiterhin Dutzende Einsätze täglich zu verzeichnen. 

Auch noch geöffnete Imbissläden mussten bereits geschlossen werden.
Auch noch geöffnete Imbissläden mussten bereits geschlossen werden.  © dpa/Sebastian Willnow

Von Mittwoch- bis Donnerstagnachmittag verzeichneten die Ordnungshüter mit knapp 50 Einsätzen "eine gleichbleibende Anzahl", so Sprecherin Silvaine Reiche.

Die Vielzahl der Einsätze hatten einen Bezug zu größeren Menschenansammlungen, die seit Montag untersagt sind.

Im Stadtteil Heiterblick wurden in einer Wohnung neben dem Mieter noch sechs weitere Personen angetroffen, die eine Party feierten. "Diese wurde durch die Beamten umgehend beendet, die Personalien festgestellt und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet", so Reiche.

Aus dem Osten der Stadt kam der Hinweis, dass sich in einem Schönfelder Kleingartenverein seit mehreren Tagen Menschen aufhalten und grillen. Polizeisprecherin Silvaine Reiche. "Die Beamten fanden das Pächtergrundstück, kontrollierten acht Personen und beendeten nach Anzeigenerstattung das Zusammensein."

In einem Dönerimbiss im nordsächsischen Mügeln bei Oschatz wurden fünf Personen angetroffen, die offenbar durch den Eigentümer auf ein Bierchen eingeladen wurden. Das Lokal wurde geschlossen und notwendige Anzeigen aufgenommen.  

Einkaufswagen wird zum Personenbeförderungsmittel, aggressiver Kunde in Supermarkt

Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren junge Menschen, die sich regelwidrig zusammen aufhalten.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren junge Menschen, die sich regelwidrig zusammen aufhalten.  © dpa/Jan Woitas

In Delitzsch waren zwei Kumpels in einem Supermarkt einkaufen. Zunächst nichts Ungewöhnliches. Die Umstände waren es dann aber doch. 

Denn während einer der beiden den Einkaufswagen schob, saß der andere darin. Der wichtige Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter konnte so nicht eingehalten werden. 

Der Marktleiter sprach die Kumpels an, die ihn aber ignorierten. Auch der Verweis aus dem Supermarkt blieb erfolglos, wodurch der Chef die Polizei rief. 

"Bei der Klärung des Sachverhaltes wurde noch bekannt, dass die Beiden den Mindestabstand gegenüber dem Verkaufspersonal nicht eingehalten hatten. Beide Männer wurden des Marktes verwiesen und sie mussten hungrig und ohne Hygieneartikel nach Hause gehen", so Silvaine Reiche.

Ein weiterer Supermarkt-Vorfall ereignete sich in Borna. Weil sich ein bereits mit einem Hausverbot belegter Kunde den Schutzmaßnahmen (zwingend desinfizierten Einkaufswagen nehmen) widersetzte und einen Security-Mitarbeiter beiseite schubste, wurde die Polizei gerufen. 

Der Mann wehrte sich, wurde des Marktes verwiesen und erhielt Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz, wegen Hausfriedensbruchs und wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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Titelfoto: dpa/Jan Woitas

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