Aus der Traum? Förderung für 365-Euro-Ticket in Leipzig abgelehnt

Leipzig - Die Idee des 365-Euro-Ticket in Leipzig bekommt keine Förderung vom Bundesverkehrsministerium. Damit könnte sich das Projekt vorerst erledigt haben.

Besitzer des Leipzig-Passes können seit dem Sommer das 365-Euro-Ticket nutzen. Für alle anderen sieht es schlecht aus. (Symbolbild)
Besitzer des Leipzig-Passes können seit dem Sommer das 365-Euro-Ticket nutzen. Für alle anderen sieht es schlecht aus. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

"Das bedauern wir sehr. Zugleich geht unser Glückwunsch an die 12 der 160 beantragten Projekte, die ausgewählt wurden. Dazu gehört auch Halle. Hier sind die Leipziger Verkehrsbetriebe und der MDV als Kooperationspartner einbezogen", sagt Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe am Montag.

Das 365-Euro-Ticket war seit Jahren ein Thema im Leipziger Stadtrat. Für die Umsetzung des Tickets, welches allen Leipzigern das tägliche Nutzen des ÖPNV für nur 365 Euro im Jahr ermöglichen sollte, war eine Förderung von Bund und Land unumgänglich.

Die LVB hatten sich zusammen mit Partnern als Modellregion beim Bundesverkehrsministerium beworben.

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Im April 2021 durchgesetzt wurde jedoch das 365-Euro-Sozialticket der Stadt Leipzig. Damit konnten sich ab August 2021 Besitzer eines Leipzig-Passes nur noch 365 Euro pro Jahr für die Nutzung von Bus und Bahn zahlen, ab Januar 2022 soll das Ticket dann auch allen Unter-27-Jährigen angeboten werden.

Wie es nun mit dem 365-Euro-Ticket für alle konkret weitergehen soll, steht noch in den Sternen.

"Für weitere Angebotsausweitungen oder etwaige Preissenkungen muss der Bund in die Mitfinanzierung gehen. Die Innovation aus dem Leipziger Antrag, wie generell die Verkehrswende, wird nur gelingen, wenn neben Kommune und Land auch der Bund zur Finanzierung beiträgt", so LVB-Sprecher Middelberg.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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