Aus Parkplätzen werden Freisitze: Leipzig bekommt "Schanigärten"

Leipzig - Am Dienstag beschloss die Leipziger Ratssitzung, dass einige Parkplätze oder Freiflächen der Stadt kurzzeitig umgenutzt werden können.

Um Leipzigs Gastronomen in dieser schwierigen Zeit zu helfen, sollen diese ihre Freisitze bald unbürokratisch und schnell vergrößern können.
Um Leipzigs Gastronomen in dieser schwierigen Zeit zu helfen, sollen diese ihre Freisitze bald unbürokratisch und schnell vergrößern können.  © Juliane Bonkowski

Die Idee der "Schanigärten" ist schon seit Beginn der Pandemie Thema im Stadtrat. So wurde im Sommer 2020 ein entsprechendes Modell-Projekt in der Gottschedstraße angestoßen. Am Dienstag wurde dann endlich Nägel mit Köpfen gemacht.

Der Begriff "Schanigarten" stammt ursprünglich aus Österreich und bedeutet im konkreten Beamten-Deutsch "Freischankflächen auf öffentlichem Grund". Konkret wird das nun bedeuten, dass Leipziger Parkplätze oder andere Freiflächen kurzzeitig von Gastronomen genutzt werden können, um diese zu unterstützen.

Die Idee, die "Schanigärten" wie in vielen anderen deutschen Großstädten auch nach Leipzigs zu bringen, stammt ursprünglich von den Ökolöwen und wurde von den Grünen aufgegriffen.

"Schanigärten" sollen zu mehr Stadtkultur und Gemeinschaft führen

"Der Frühling beginnt und wir können raus und brauchen Platz. Die Gastronomie, der Handel und die Nachbarschaften wurden durch die Pandemie gebeutelt und brauchen Optionen zum Öffnen", trug Grünen-Stadträtin Kristina Weyh am Dienstag vor.

Möglichst unbürokratisch und mit niedrigen Gebühren sollen Betrieben deshalb Flächen im Freien verfügbar gemacht werden. "Menschen wollen sich begegnen und sich austauschen. Wir brauchen mehr öffentlichen Stadtraum für mehr Stadtkultur und Gemeinschaft" , so die Stadträtin.

Die Stadtverwaltung hatte schon früh in der Diskussion Zustimmung für den Antrag signalisiert, auch die Ratssitzung stimmte ihm schließlich zu.

Titelfoto: Juliane Bonkowski

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