"Gastronomie findet nicht statt": Leipziger Lokale sollen auch künftig Freisitze ausweiten dürfen

Leipzig - Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat eine kostenlose Ausweitung für die Außenbereiche der Leipziger Lokale um 20 Prozent beschlossen, um die finanziellen Einbußen der Gastronomie zu mindern. Diese Regelung könnten diesem Jahr und auch 2022 weiter fortgesetzt werden.

In der Gottschedstraße wurde bereits 2020 von der Regelung Gebrauch gemacht.
In der Gottschedstraße wurde bereits 2020 von der Regelung Gebrauch gemacht.  © Juliane Bonkowski

Wegen des gleichbleibend hohen Inzidenzwertes in Leipzig bleiben die Leipziger Freisitze weiterhin geschlossen - der Beschluss für die Ausweitung der Freisitze hilft also aktuell nicht viel.

"Wir wissen jetzt schon: Das gastronomische Jahr findet auch 2021 nicht wirklich statt, wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen", fasste CDU-Stadtrat Falk Dossin (42) die Situation im Stadtrat am Mittwoch zusammen.

Für das Kalenderjahr 2021 sprach sich die Stadtverwaltung und das Ordnungsdezernat bereits für die andauernde Erlaubnis zur Ausweitung der Freisitze aus. Eine Entscheidung für 2022 ist noch offen, auch die Zustimmung des Stadtrats steht noch aus.

Voraussetzung für diese Sondererlaubnis ist, dass der umliegende Verkehr nicht behindert wird und Rettungswege frei bleiben. Gastronomen müssen entsprechend einen Antrag stellen, der auch innerhalb von zwei Wochen von der Stadt genehmigt werden soll.

Besonders die Gastronomen in der Leipziger Gottschedstraße konnten 2020 von der Regelung profitieren: Die beliebte Kneipenmeile wurde zum verkehrsberuhigten Bereich erklärt, wodurch die Freisitze problemlos ausgeweitet werden konnten.

Titelfoto: Juliane Bonkowski

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