Leipziger Linke über Fahrpreis-Erhöhungen: Bund und Land sind in der Verantwortung!

Leipzig - Seit dem 1. August 2022 hat der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) seine Fahrpreise erhöht. Auf den Kosten für die Mobilitätswende und den Klimaschutz sitzen bleiben dürfen aber nicht die Fahrgäste, stellte die Fraktion der Linken in Leipzig klar.

Auch der Linken-Fraktionsvorsitzende Sören Pellmann (45) sieht die Dringlichkeit von Investitionen in den Nahverkehr - das müsse aber anders geregelt werden.
Auch der Linken-Fraktionsvorsitzende Sören Pellmann (45) sieht die Dringlichkeit von Investitionen in den Nahverkehr - das müsse aber anders geregelt werden.  © Deutscher Bundestag/Inga Haar

Dass es wie in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Preise kommen würde, sei allseits bekannt gewesen, erklärte Sören Pellmann (45), der Fraktionsvorsitzende im Leipziger Stadtrat.

"Bei den Leipzigerinnen und Leipzigern ist dieser Termin seit vielen Jahren schon mit dem Vermerk im Kalender eingetragen: 'Erhöhung der Preise für Bus und Bimmel'", so Pellmann. Dabei sei es völlig selbstverständlich, dass Geld für die kommenden Investitionsmaßnahmen der Verkehrsbetriebe nötig ist - unter anderem soll die Fahrzeugflotte erneuert werden.

Allerdings sollte das nicht zunehmend auf Kosten der Fahrgäste passieren.

Leipzig will Kampagne gegen sexuelle Belästigung starten, aber in welcher Sprache?
Leipzig Politik Leipzig will Kampagne gegen sexuelle Belästigung starten, aber in welcher Sprache?

Vor allem, da man in den vergangenen Monaten hatte beobachten können, dass bezahlbarer ÖPNV, wie zum Beispiel durch das 9-Euro-Ticket, ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende ist.

365- und 9-Euro-Ticket: Linke zeigt andere Optionen auf

Die Linke möchte eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets - damit konnte auch der Bus- und Bahnverkehr in den Städten genutzt werden.
Die Linke möchte eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets - damit konnte auch der Bus- und Bahnverkehr in den Städten genutzt werden.  © Ralf Seegers

"Ohne die auskömmliche Grundfinanzierung durch Bund und Land wird ein langfristig bezahlbarer ÖPNV nicht möglich sein. Wer, wie wir, eine echte Mobilitätswende will, muss dafür auch die finanziellen Mittel bereitstellen", forderte Linken-Sprecherin Franziska Riekewald (41).

Im Bundestag habe die Partei deshalb eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets beantragt. Auch das 365-Euro-Ticket, welches in Leipzig zumindest für alle unter 27-Jährigen auf den Weg gebracht wurde, sei eine Option.

In der vergangenen Woche hatte der MDV darüber informiert, die Preise für Bus- und Bahnfahrten innerhalb der Landkreise sowie von dort in die Städte um durchschnittlich 2,1 Prozent anzuheben. In Halle an der Saale sind es sogar 2,8 Prozent.

Titelfoto: Ralf Seegers

Mehr zum Thema Leipzig Politik: