Leipzigs Frauen sind in der Überzahl, verdienen aber 350 Euro weniger als die Männer

Leipzig - Männer und Frauen sind immer noch nicht komplett gleichberechtigt - auch nicht in Leipzig. Das ging aus dem neuen Quartalsbericht der Stadt hervor. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

In der Messestadt wohnen mehr Frauen als Männer. Diese sind aber nicht ganz so zufrieden mit ihrem Leben wie ihre männlichen Altersgenossen.
In der Messestadt wohnen mehr Frauen als Männer. Diese sind aber nicht ganz so zufrieden mit ihrem Leben wie ihre männlichen Altersgenossen.  © Peter Endig/dpa

Wie der Quartalsbericht beweist, verdienen die Leipziger Männer im Schnitt 1800 Euro, während die Frauen nur knapp 1450 Euro verdienen - das ergibt einen Einkommensunterschied von 350 Euro und knapp 23 Prozent.

Laut dem Bericht arbeiten mehr Frauen in der öffentlichen Verwaltung, im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel, Verkehr und Gastgewerbe, und damit in eher geringer entlohnten Bereichen. Außerdem arbeiten sie häufiger in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung.

Neben dem beruflichen Aspekt wurden in Bezug auf Gleichstellungsthemen der Geschlechter auch Fragen zur Lebenszufriedenheit von Mann und Frau gestellt. Das schaut ähnlich positiv aus - vor allem aber Männer zwischen 80 und 90 Jahren gaben an, zufriedener mit ihrem Leben zu sein, als ihre weiblichen Gleichaltrigen.

Mit Angabe vom 31. Mai hatte Leipzig insgesamt 615.344 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon sind 301.417 Männer und 308.452 Frauen - ein leichter weiblicher Überschuss also.

Titelfoto: Peter Endig/dpa

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