OB Jung will Regelverschärfung und sich "nicht an täglich 1000 Tote gewöhnen"

Leipzig - Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62) fordert schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Leipzigs OB Burkhard Jung (62, SPD) will sich nicht an "täglich 1000 Tote in Zusammenhang mit Corona gewöhnen".
Leipzigs OB Burkhard Jung (62, SPD) will sich nicht an "täglich 1000 Tote in Zusammenhang mit Corona gewöhnen".  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich werde und will mich nicht an täglich 1000 Tote in Zusammenhang mit Corona gewöhnen. Deshalb halte ich einen harten Lockdown jetzt für geboten", sagte der SPD-Politiker der "Leipziger Volkszeitung" (Montagausgabe).

Nur dadurch sei es möglich, die Pandemie in den Griff zu bekommen. "Jetzt runterfahren, in Schule, Kita, ÖPNV - auch in der Wirtschaft, wo irgendmöglich", ergänzte Jung. So könnte Ostern das "Gröbste" geschafft sein.

Zudem hält Jung die teilweise Schulöffnung in Sachsen für "verfrüht". Nach vierwöchiger Pause öffnen zahlreiche Schulen in Sachsen am heutigen Montag für die Abschlussklassen (TAG24 berichtete). Rund 50.800 Schüler werden dann in geteilten Klassen unterrichtet, um sich besser auf anstehende Prüfungen vorbereiten zu können.

Leipzig: Autodieb will sich in Leipzig mit Chrysler davon machen, hat aber nicht mit dem Eigentümer gerechnet
Leipzig Crime Autodieb will sich in Leipzig mit Chrysler davon machen, hat aber nicht mit dem Eigentümer gerechnet


Schüler und Lehrer können sich zu Beginn der Woche kostenlos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus untersuchen lassen.

Dafür gibt es im Land rund 100 zentrale Testschulen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Leipzig Politik: