Wie geht es weiter mit Leipzigs Klimaschutz?

Leipzig - Im Oktober 2019 rief Leipzigs Ratsversammlung den Klimanotstand aus. Doch was hat sich seitdem getan? Und wie geht es nun weiter? Diesen Fragen ging die Versammlung am Mittwoch nach.

Leipzigs Verwaltung arbeitet weiter an seinem Klimaschutz. Bis Ende 2022 will die Stadt ein neues Energie- und Klimaschutzprogramm vorlegen.
Leipzigs Verwaltung arbeitet weiter an seinem Klimaschutz. Bis Ende 2022 will die Stadt ein neues Energie- und Klimaschutzprogramm vorlegen.  © Peter Endig/dpa

Nachgefragt hatte dazu Grünen-Stadträtin Sophia Kraft. Ihr Punkt: Die bisherigen Bemühungen der Stadtverwaltung seien nicht genug. Eine Meinung, die nicht nur sie vertrete, sondern auch die Klimagruppen der Messestadt.

Leipzig habe zwar den Klimanotstand ausgerufen und 2020 ein Sofortmaßnahmenprogramm auf den Weg gebracht, das unter anderem die Schaffung eines Klimareferats beinhaltete. Für letzteres wird jedoch noch immer nach Personal gesucht. Darüber hinaus fehlt es an einem Energie- und Klimaschutzprogramm, seitdem das letzte 2020 ausgelaufen ist.

"Wir gehen davon aus, dass wir das Klimaschutzprogramm noch in diesem Jahr vorlegen", erklärte darauf Leipzigs Umwelt- und Klimabürgermeister Heiko Rosenthal (46, Die Linke). Die Erarbeitung des Programms sei durch die Corona-Pandemie erschwert worden.

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So plane die Stadtverwaltung unter anderem noch eine Klimakonferenz und eine klimapolitische Stunde. "Ich denke, im vierten Quartal wird das Programm zum Beschluss vorliegen."

Parallel dazu arbeite die Stadt an der Umsetzung des Sofortmaßnahmenprogramms. "Auch das bindet die Verwaltung." Darüber hinaus werde auch die aktuelle Diskussion auf Bundesebene über neue Zielmarken beim Klimaschutz berücksichtigt.

"Sie können uns gern daran messen, was wir bis Ende 2022 geschafft haben. Den Vorwurf, wir sind zu langsam und machen nichts, weise ich zurück", so das letzte Wort des Bürgermeisters.

Titelfoto: Peter Endig/dpa

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