Polizei prügelt auf Hund ein: Jetzt mischt sich auch noch Peta in den Skandal ein!

Leipzig - Bei einem Hundeführer-Lehrgang prügeln sächsische Polizisten auf einen Polizeihund ein. Seitdem TAG24 am vergangenen Donnerstag ein Video des Vorfalls veröffentlichte, zieht der Skandal immer weitere Kreise. Nun mischt sich auch noch die Tierschutzorganisation Peta in den Fall ein - und fordert Disziplinarmaßnahmen.

Szene aus dem Video, in dem Polizeibeamte auf einen Hund einprügeln. In den Skandal hat sich nun auch die Tierschutzorganisation Peta eingemischt.
Szene aus dem Video, in dem Polizeibeamte auf einen Hund einprügeln. In den Skandal hat sich nun auch die Tierschutzorganisation Peta eingemischt.  © Screenshot

"Grausame Szenen einer sogenannten Polizeihundeausbildung aus Leipzig kursieren derzeit im Internet", heißt es zu Beginn eines Statements, das die Tierschützer am Dienstag auf ihrer Website veröffentlichten.

Die Rede ist von dem Video, in dem sächsische Beamte mehrfach auf einen Polizeihund einschlagen (TAG24 berichtete).

Hinweis: Aufgrund der Gewaltdarstellung im Video hat Facebook mittlerweile das Einbetten der Aufnahmen untersagt. Den Link zum Video auf dem sozialen Netzwerk findet Ihr >>> hier.

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"Hunde sind nicht dafür da, um gefährliche Polizeiarbeit zu leisten, abgerichtet, als Waffe oder Drohmittel missbraucht und auf Personen gehetzt zu werden", erklärt Peta und fordert Disziplinarmaßnahmen für die in dem Video gezeigten Beamten.

"Bitte helfen Sie mit, damit künftig kein Hund mehr für die Polizeiarbeit missbraucht wird, und wenden Sie sich an den sächsischen Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller (50, CDU, Anm. d. Red.) mit der Forderung, disziplinarische Maßnahmen für die an der Tierquälerei beteiligten Personen einzuleiten sowie den Einsatz von Hunden für Polizeizwecke grundsätzlich zu beenden."

Sogar die Email-Adresse des sächsischen Innenministeriums sowie ein Musterschreiben für Innenminister Wöller sind unter dem Statement zu finden. Darin wiederholen die Tierschützer nochmals ihre Forderungen: Disziplinarmaßnahmen und ein Ende des Einsatzes von Hunden für Polizeizwecke.

"Immer wieder werden auch Hunde im Einsatz verletzt", so Peta weiter. "Doch anders als die Polizisten können Sie es sich nicht aussuchen, ob sie diese Arbeit verrichten."

Titelfoto: Screenshot

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