Leipziger Schlobachshof wird zum "Informations-Zentrum Auenlandschaft"

Leipzig - Der im Auwald liegende Schlobachshof soll laut der Leipziger Stadtverwaltung zum "Informationszentrum Auenlandschaft" entwickelt werden.

Der ehemalige Schlobachshof soll in ein Informationszentrum umgewandelt werden.
Der ehemalige Schlobachshof soll in ein Informationszentrum umgewandelt werden.  © Anke Brod

Wie am Mittwoch in einer Pressemitteilung der Stadt hervorging, soll das rund 14 Hektar große Areal zwischen Böhlitz-Ehrenberg und Lützschena unter Berücksichtigung des Natur-, Denkmal- und Hochwasserschutzes umgestaltet werden.

"Schlobachshof ist ein besonderer Ort inmitten des Leipziger Auwaldes. Hier sind die natürlichen Funktionen einer kulturlandschaftlich geprägten Auenlandschaft erlebbar, die sich als grünes Rückgrat durch unsere wachsende Stadt zieht", erklärte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (47, Die Linke).

Das geplante Informationszentrum soll Besucher über den Leipziger Auwald sowie die dortige Flora und Fauna aufklären. Damit soll gleichzeitig auch das Umweltbewusstsein der Bevölkerung gefördert werden.

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In einem Gutachten sollen nun die Sanierungswürdigkeit sowie die Gestaltungsmöglichkeiten der denkmalgeschützten Gebäude bewertet werden.

Die Objekte, die nicht unter den Denkmalschutz fallen, sollen so weit wie möglich zurückgebaut und renaturiert werden, um den Biotopschutz der Auenlandschaft zu stärken. Für die Pferdehalle des Schlobachs Hofs werde "eine Wiederverwendung an anderer Stelle" geprüft.

Einige Gebäude auf dem Areal stehen unter Denkmalschutz, andere sollen abgerissen und renaturiert werden.
Einige Gebäude auf dem Areal stehen unter Denkmalschutz, andere sollen abgerissen und renaturiert werden.  © Anke Brod

Nachdem das Schlobachshof-Gelände 2016 im Zuge einer Zwangsversteigerung von der Stadt erworben worden war, kam es dort immer wieder zu Vandalismusvorfällen. Deshalb wird das Areal seit März 2020 bewacht.

Titelfoto: Anke Brod

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