Schwerste Ausschreitung seit Silvester: In Connewitz brannten die Barrikaden

Leipzig - Es waren die schwersten Ausschreitungen seit der Silvesternacht: In Leipzigs linksalternativen Stadtteil Connewitz hat sich in der Nacht zu Sonntag wieder ein Mob ausgetobt.

Bereitschaftspolizisten sichern die Löscharbeiten ab - und werden dabei mit Steinen und Flaschen beworfen.
Bereitschaftspolizisten sichern die Löscharbeiten ab - und werden dabei mit Steinen und Flaschen beworfen.  © privat

Seit Tagen schon rumorte es im roten Kiez, mussten Polizei und Feuerwehr nachts immer wieder ausrücken, weil auf den Straßen Mülltonnen und Baustellen-Inventar brannten.

Samstagnacht entlud sich dann die Gewalt. Nachdem es auf der Bornaischen Straße wieder brannte und mehrere Gruppen wild Pyrotechnik zündeten, rückten Dutzende Bereitschaftspolizisten mit Helmen und Schutzschildern im Viertel ein, um der Feuerwehr den Weg zu bahnen. 

Zu dieser Zeit hätten sich bereits zwischen 100 und 150 Personen auf der Straße aufgehalten, berichtete LKA-Sprecher Tom Bernhard. 

Aus dem Pulk seien Feuerwerks-Körper auf die Beamten abgefeuert worden.

Rund 25 Chaoten bauten dann aus Baustellenbaken, Paletten, einem Sofa und Mülltonnen eine große Barrikade und zündeten sie an. 

Feuerwehrleute haben sich zur brennenden Barrikade vorgekämpft und beginnen mit den Löscharbeiten.
Feuerwehrleute haben sich zur brennenden Barrikade vorgekämpft und beginnen mit den Löscharbeiten.  © privat

"Bis zu fünf Meter hoch waren die Flammen", so Bernhard. Als die Polizisten die Brandstifter ergreifen wollten, ging die Straßenschlacht los. Bernhard: "Die Einsatzkräfte wurden mit Steinen und Flaschen beworfen."

Die Beamten konnten dennoch drei Verdächtige (20, 32, 33) festnehmen. Gegen den Jüngsten wurde gestern Haftbefehl erlassen. 

Titelfoto: privat

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