Symbolischer Mauerfall: Warnstreik im Porsche-Werk geht weiter

Leipzig - Die Warnstreik-Welle der sächsischen Metall- und Elektroindustrie hält weiterhin an. Wie auch schon in den vergangenen Wochen legen die 4200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Porsche-Werks Leipzig am heutigen Donnerstag ihre Arbeit nieder.

Die 4200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Leipziger Porsche-Werks legen am Donnerstag den ganzen Tag ihre Arbeit nieder.
Die 4200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Leipziger Porsche-Werks legen am Donnerstag den ganzen Tag ihre Arbeit nieder.  © Tobias Junghannß

Wie der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Bernd Kruppa, sagte, startete die Aktion um 6 Uhr mit Beginn der Frühschicht.

Über drei Schichten und 24 Stunden sollen die Bänder demnach stillstehen. Wegen der Pandemie sollen die Beschäftigten den Warnstreik zu Hause verbringen.

Der Warnstreik ist Teil der Aktionen, die seit Anfang März laufen. Damit will die Gewerkschaft ihren Forderungen in der Tarifauseinandersetzung Nachdruck verleihen. Konkret fordert die IG Metall vier Prozent Entgelterhöhungen.

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Neben Zukunftstarifverträgen und der Verbesserung von Übernahmeregelungen für Auszubildende fordern die Arbeitnehmer ein tarifliches Angleichungsgeld, um den Unterschied bei Entlohnung und Arbeitszeit zwischen Ost und West anzugleichen.

Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben rund 290.000 Beschäftigte im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Die Arbeitgeber sind in der Pflicht, jetzt Lösungen zu unterbreiten. Ansonsten tragen sie, vor allem aber die Konzernzentralen im Westen, allein die Verantwortung für eine weitere Eskalation des Tarifkonfliktes", sagte Kruppa.

Die Demonstrierenden errichteten eine "Ost/West"-Mauer, die sie dann symbolisch niederrissen.
Die Demonstrierenden errichteten eine "Ost/West"-Mauer, die sie dann symbolisch niederrissen.  © Peter Endig

Um ihrer Forderung nach Lohnangleichung Ausdruck zu verleihen, errichteten die Streikenden in Leipzig eine symbolische Mauer, die in "Ost" und "West" aufgeteilt war. Dann rissen sie die Mauer nieder.

Titelfoto: Peter Endig

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