Tor von Grimmaer Hochwasser-Schutzanlage fehlt: Besteht Grund zur Sorge?

Grimma - Nach einem verregneten Wochenende gilt in mehreren sächsischen Landkreisen noch immer eine erhöhte Hochwassergefahr - so auch für die Mulde, die durch Grimma fließt. Doch ein Detail an der dortigen Schutzanlage ließ nun die Anwohner stutzig werden.

Momentan fehlt ein Tor in der Grimmaer Hochwasserschutzanlage.
Momentan fehlt ein Tor in der Grimmaer Hochwasserschutzanlage.  © Sören Müller

Wird der Wasserstand der Mulde gefährlich hoch, muss die Hochwasserschutzanlage der Stadt im Landkreis Leipzig an allen Stellen geschlossen werden. Der Knackpunkt an der Sache: Momentan fehlt eines der Tore!

Kürzlich musste ein Flutschutztor komplett ausgebaut und abtransportiert werden. Laut Matthias Berger wird es aktuell von der Landestalsperrenverwaltung gewartet.

Grund zur Sorge bestehe aber nicht, wie er gegenüber TAG24 versicherte: "In Absprache mit der Landestalsperrenverwaltung würde dann die zweite Sicherungsebene aufgebaut und mit Sandsäcken unterstützt. Das war uns schon bekannt und auch bedacht".

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Diese besagte "zweite Ebene" gibt es für viele der Tore entlang der rund zwei Kilometer langen Schutzanlage und existiert genau für solche Fälle.

Trotz der starken Regenfälle der vergangenen Tage bestehe aktuell allerdings keine Notwendigkeit zur Schließung der Hochwasserschutzanlage.

Die Wasserstände der sächsischen Gewässer, wie hier der Mulde, stiegen übers Wochenende schrittweise stark an.
Die Wasserstände der sächsischen Gewässer, wie hier der Mulde, stiegen übers Wochenende schrittweise stark an.  © Sören Müller

Mulde-Pegel sinkt, könnte aber in den kommenden Tagen wieder steigen

"Wir bewerten das aber regelmäßig neu, sodass wir kurzfristig mit den Kameraden der Feuerwehren und Wasserwehren schnell reagieren können", so Berger.

Im Laufe des Sonntags sank der Pegel der Mulde kontinuierlich, in den kommenden Tagen wird allerdings ein erneuter Anstieg erwartet.

Bei dem momentan fehlenden Tor handelt es sich übrigens nicht um das Tor, das kürzlich von Vandalen beschädigt wurde. Im Juli hatten sich Unbekannte über Nacht an der Wasserschutzanlage zu schaffen gemacht und damit einen Schaden von 15.000 Euro verursacht. Noch immer werden in dem Fall Zeugen gesucht.

Titelfoto: Sören Müller

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