Tote Lämmer in Grimma: PETA setzt Kopfgeld auf Tierquäler aus

Grimma - Es war ein Anblick, der sprachlos machte: In einem Waldstück am Hengstberg bei Grimma (Landkreis Leipzig) entdeckte eine Spaziergängerin die Überreste von 28 toten Lämmern (TAG24 berichtete)! Während die Polizei bereits ermittelt, hat sich nun auch die Tierschutzorganisation PETA in den Fall eingeschaltet.

Verpackt in Müllsäcke wurden vergangene Woche die Überreste von 28 toten Lämmern in einem Wald bei Grimma entdeckt.
Verpackt in Müllsäcke wurden vergangene Woche die Überreste von 28 toten Lämmern in einem Wald bei Grimma entdeckt.  © Sören Müller

Wie die Tierschützer auf ihrer Website bekannt gaben, haben sie eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die den Täter überführen. 

Zeugen sollen sich an die Polizei wenden oder PETA über Tel. 0711-8605910 bzw. per Email kontaktieren.

"Wir möchten helfen, den Fall aufzuklären", hieß es in der Mitteilung, in der das Kopfgeld bekannt gegeben wurde. "Sollte der Täter die Tiere – möglicherweise aus wirtschaftlichen Gründen – auf grausame Weise umgebracht und ihre Körper entsorgt haben, so muss er zur Rechenschaft gezogen werden."

Den Tierschützern zufolge müsse zudem herausgefunden werden, ob sich noch weitere Schafe in der Obhut des Täters befinden. 

Diese könnten aufgrund der aktuellen Krise sowie Absatzschwierigkeiten ebenfalls in Gefahr sein.

Tote Lämmer in Grimma: Täter hatte ihnen die Ohren abgeschnitten!

PETA hat nun eine Belohnung für Hinweise zu dem Täter ausgesetzt.
PETA hat nun eine Belohnung für Hinweise zu dem Täter ausgesetzt.  © Sören Müller

Am Hengstberg bei Grimma waren in der vergangenen Woche die Kadaver von 28 Lämmern, eingepackt in Müllsäcke entdeckt worden. 

PETA zufolge hatte der Täter "die Ohren mit den Erkennungsmarken der Tiere abgeschnitten und die Schafe offenbar am Donnerstag zwischen 6 und 18 Uhr in dem Wald entsorgt".

Der Polizei zufolge könnte es sich bei den Tieren um sogenannte Osterlämmer handeln. Kurz vor Ostern hatte sich der Sächsische Schaf- und Ziegenzuchtverband darüber beklagt, dass viele Schafzüchter wegen der Corona-Krise ihre Lämmer nicht loskriegen würden. Denn die Gaststätten, die zu Ostern traditionell Lamm servieren, haben geschlossen.

Da durch das Überangebot an Lammfleisch auch die Aufkaufspreise im Großhandel in den Keller rauschten und sich die Aufzucht zu vieler Lämmer für die Züchter nicht rentiert, hat sich ein Schafhalter hier vermutlich seines "Problems“ entledigt.

"Wir fordern für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen – denn so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden", erklärte PETA abschließend.

Titelfoto: Sören Müller

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