Trotz immer mehr Home Office: Tausende Menschen mussten 2020 nach Leipzig pendeln

Leipzig - Obwohl das vergangene Jahr vor allem vom Lockdown und Home Office geprägt war, hat sich die Zahl der Berufspendler nach Leipzig laut der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.

Tägliches Pendeln ist fast immer mit Zeitverlust verbunden.
Tägliches Pendeln ist fast immer mit Zeitverlust verbunden.  © PR

Nach Angaben der IG Bau kamen 2020 rund 98.000 Menschen regelmäßig von außerhalb zum Arbeiten in die Messestadt.

Auch das Home Office, das wegen der Corona-Pandemie in vielen Betrieben eingeführt wurde, konnte daran nichts ändern: Im Vergleich zum Vorjahr blieb dieser hohe Wert etwa auf dem gleichen Niveau.

Bundesweit verließen 2020 vier von zehn Beschäftigten auf dem Weg zur Arbeit die Grenzen ihrer Stadt oder ihres Landkreises. "Damit erreichte die Zahl der Fern-Pendler trotz Pandemie einen Höchststand von 13 Millionen", so die IG BAU.

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Die Hauptursache für die anhaltend großen Pendelströme sei nach Einschätzung der Gewerkschaft vor allem der teure Wohnraum in den Großstädten. Viele Beschäftigte seien nicht in der Lage, sich das Leben am Arbeitsort zu leisten.

Die Alternative: Stundenlange Fahrerei mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

"Deutlich mehr Wohnungen, die sich in den Städten auch Gering- und Normalverdiener leisten können, sind ein entscheidender Beitrag, um die Pendler-Zahlen zu verringern", fordert die IG BAU deshalb eine schnelle Lösung. Vor allem der soziale Wohnungsbau müsse stärker gefordert werden.

Denn das Leben am Arbeitsplatz biete deutliche Vorteile: "Weniger Pendelei bedeutet für die Betroffenen mehr Zeit für die Familie, Freunde und Hobbys. Gleichzeitig kann ein erheblicher Teil der CO2-Emissionen im Verkehrssektor eingespart werden".

Titelfoto: PR

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