Umfrage: 86 Prozent finden Gendersprache (eher) unwichtig

Leipzig - Eine gendergerechte Sprache ist für die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am MDR-Meinungsbarometer unwichtig.

Das korrekte Gendern finden laut einer MDR-Umfrage aktuell nur 14 Prozent (eher wichtig).
Das korrekte Gendern finden laut einer MDR-Umfrage aktuell nur 14 Prozent (eher wichtig).  © Sebastian Gollnow/dpa

Auf die Frage, wie sie das Anliegen der Genderdebatte finden, antworteten 86 Prozent mit "eher unwichtig/unwichtig". Nur 14 Prozent der Teilnehmer entschied sich für "eher wichtig/wichtig", wie der MDR am Donnerstag mitteilte.

Der Meinungsbarometer "MDRfragt" ist eine Online-Befragung unter angemeldeten Mitgliedern.

An der aktuellen Befragung haben sich nach Angaben des Senders 25.731 Menschen beteiligt. 649 davon gehörten zur Altersgruppe 16 bis 29 Jahre, 4590 zur Altersgruppe 30 bis 49 Jahre, 10.630 waren 50 bis 64 Jahre alt und 9862 waren 65 und älter.

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55 Prozent der Befragten waren männlich, 45 Prozent weiblich. Das Meinungsbarometer ist nicht repräsentativ, wird aber nach statistischen Merkmalen wie Geschlecht und Alter gewichtet.

Die genaue Fragestellung lautete:

Momentan gibt es eine gesellschaftliche Debatte über das sogenannte Gendern. Es geht um die Frage, ob wir uns in der deutschen Sprache darum bemühen sollten, Formen und Formulierungen zu benutzen, die alle Geschlechter
sichtbar und hörbar machen - also beispielsweise von "Studentinnen und Studenten" oder "Studierenden" zu sprechen, anstatt einfach nur von der männlichen Form "Studenten". Wie finden Sie dieses Anliegen?

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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